Madagaskar-Blog

Themen rund um Madagaskar und alles was interessant ist…

Kein Monteur der Jirama kam am Wochenende – 3 Tage ohne Strom wegen Baumfällung in der Nachbarschaft

Maststeiger mit Steigeisen und Gummihandschuhen

Es ist nichts Ungewöhnliches in Tana, daß die Jirama, der staatliche Stromversorger in Madagaskar, einfach in verschiedenen Stadtvierteln den Strom abschaltet. So war es dann auch am Freitag Mittag nicht verdächtig, als der Strom ausfiel. Maximal sollte das 2 Stunden dauern, aber in der Zwischenzeit fiel mir auf, daß aus der Nachbarschaft dumpfe Bässe einer Stereoanlage zu hören waren. Ein Blick aus dem Fenster zeigte dann, daß an einem Haus in einiger Entfernung die beiden Energiesparlampen, die als Nachtbeleuchtung dienen, brannten.

Warum hatten die Strom und wir nicht? Da war etwas faul, das war gleich klar. Als ich dann an der Straße langlief, wo unser Stromkabel zu den Grundstücken abzweigt, sah ich dann, daß mehrere Männer direkt neben der Straße einen Baum gefällt hatten und das Stromkabel hing unten am Dach des Hauses. Der Strommast hatte eine leichte Neigung.

Ich fragte die Leute, ob sie die Jirama schon angerufen hätten und bekam darauf eine positive Antwort. Als ich fragte, ob sie heute noch kämen, sagte der Mann, das wisse man noch nicht.

Vom Riß des Stromkabels waren etwa 10 Häuser betroffen.

Wir warteten also blauäugig ohne eigenes Zutun auf die Reparatur des Schadens.

Aber es kam, wie es kommen mußte: Kein Technikertrupp war am Wochenende da. Am Montag Mittag gab es immer noch keinen Strom. Meine Frau hat dann die Nachbarin getroffen und die erzählte ihr, es gebe erst in einer Woche wieder Strom, da der Mast kaputt sei und die Betroffenen müßten erst einen Antrag bei der Jirama unterschreiben.

Das kann ja mal überhaupt nicht sein. Also wollte ich zum nächsten Jirama-Büro fahren und bei der Schwiegermutter vorher die Akkus für die Taschenlampen zum Aufladen einstecken, die inzwischen leer waren. Gerade als ich das Hoftor aufmachte kam der Filius der Nachbarn zu mir und sagte, daß die Jirama schon da sei.
Da rief meine Frau schon aus dem Fenster:
ES GIBT WIEDER STROM!

Ich bin dann gleich zu dem Strommast gegangen, damit dieser Bericht auch ein Foto vorzuweisen hat. Außerdem habe ich noch mit dem verantwortlichen Elektriker geredet. Seit wann er von diesem Schadensfall wisse, wollte ich wissen und staunte, als er sagte, seit 20 Minuten. Das würde ja heißen, daß die sehr fix waren. Ich fragte also nach einer Telefonnummer und ob sie auch am Wochenende arbeiteten. Die Telefonnummer sei Tag und Nacht erreichbar, man arbeite auch am Wochenende.

Vielleicht hilft die Nummer ja einem Leser aus Antananarivo in einem ähnlichen Fall weiter: 034 8 330 771

Eine interessante Erfahrung, mal 3 Tage ohne Strom zu sein. Man merkt so richtig, wie abhängig man davon ist. Da bei uns normalerweise auch mit Strom gekocht wird, merkt man das noch mehr, als die ganzen Nachbarn, die mit Gas kochen oder mit Holzkohle auf einem Fatapera. Für Notfälle, wie diesen, haben wir auch einen solchen Kleinofen in der Garage stehen.

Nervig war der Lärm eines Nachbarn, der bis in die Nacht hinein einen Stromgenerator laufen ließ – wenn man keinen Strom hat, geht man nämlich viel früher ins Bett.

Flug zu einer Hochzeit in die USA – Von Frankfurt nach Newark mit Continental Airlines im Winter

Stadtansicht von Manhattan bei Sonnenuntergang in New York

1996 war ich von einem Freund zu seiner Hochzeit eingeladen, die im Februar, also im dicksten Winter, in New Jersey stattfinden sollte, ganz in der Nähe von Manhattan, New York. Das billigste Ticket, das ich für den geplanten Zeitraum gefunden hatte, war mit Continental Airlines zum Newark Airport.

Die Angestellte von Continental Airlines beim Check-In in Frankfurt war sehr nett und wunderte sich mit mir, warum der Sicherheits-Fuzzi mich zuvor vielleicht eine viertel Stunde haarklein ausfragen mußte.

Vielleicht ja, weil ich mit relativ kleinem Rucksack reiste, mit Minimalgepäck eben. Ein Anzug, ordentlich zusammengelegt, und passende Schuhe waren da aber mit dabei. Das konnte der Typ sich vielleicht nicht vorstellen.

Der Bräutigam in spe empfing mich am Flughafen Newark, um mir Instruktionen für die Feier zu geben, die erst einige Tage Tage später sein sollte.

Ich machte mich dann auf zum Stadtviertel Harlem, das nördlich vom Central Park in Manhattan liegt, wo ich eine günstige Unterkunft gefunden hatte.

Am Tag vor der Vermählung sollte die Bachelors Party steigen, der Abschied vom Junggesellen-Dasein. Ich war schon in einem Bus auf dem Weg von Manhattan nach New Jersey, als es begann, heftig zu schneien. Schnell waren alle Straßen zugeschneit und der Verkehr hatte damit natürlich ein großes Problem.

Da ich im Bushof ‘Port Authority’ den Zettel mit der Busnummer, die ich nehmen sollte, nicht zur Hand gehabt hatte, nahm ich erst mal ein Ticket nach Newark und fragte nicht am Schalter nach. Das stellte sich dann als Riesenfehler heraus, denn ich fuhr viel zu weit in die falsche Richtung und mußte dann von dort im Schneegestöber noch 3 weitere Buslinien nehmen, also 2 Mal umsteigen. Der richtige Bus hätte mich direkt zum Ziel gebracht.

Zur vereinbarten Uhrzeit war ich noch weit vom Ziel entfernt, denn Ich stand gerade auf der Straße und fror. Der nächste Bus ließ nämlich lange auf sich warten. Daher rief ich von einem Münzfernsprecher an der Bushaltestelle im Hotelzimmer des Freundes an, wo aber nur noch der Anrufbeantworter sich meldete.

Als ich dann endlich nach vielleicht 50 km in 4 Bussen im Hotel angekommen war, war gerade mein Freund dort, um mich einzusammeln und zum Haus der Brauteltern zu bringen. Er erzählte mir gleich, daß 2 andere Freunde noch im Flieger sitzen würden, da man bei der SAS in Kopenhagen einfach nicht auf den Flieger aus Frankfurt gewartet hatte. Die Zwei wurden von der SAS dann nach deren heftigem Protest mit dem nächsten Flieger wieder nach Frankfurt geflogen, um mit Lufthansa zum JFK Airport in New York fliegen zu können. Der Flughafen John F. Kennedy liegt allerdings noch viel weiter entfernt, als Newark und so sind die beiden Freunde erst gegen 23 Uhr im Elternhaus der Braut angekommen.

Die Hochzeit wurde für alle hier erwähnten Personen trotz der abenteuerlichen Umstände zu einem besonderen Erlebnis.

Zum Abschluß der New York-Reise kaufte ich in einem Laden, der von einer aus Ägypten stammenden Familie geführt wurde, gleich neben den beiden Türmen des World Trade Centers in New York City noch eine neue Winterjacke.

Sehenswürdigkeiten habe ich bei diesem Trip nicht abgeklappert, ich hatte nicht mal meine Fotoausrüstung dabei – vielleicht habe ich ja die Highlights von New York verpaßt?

Der Rückflug, der wieder mit Continental Airlines war, bot zur Einstimmung auf die Heimat faszinierende Bilder beim Überflug der noch leicht im Morgennebel liegenden aber gut zu erkennenden Mosel.

 

© Foto: Mike Gieson – Twin Towers III / stock.xchng

Vom Zyklon Giovanna, der Antananarivo direkt von Osten nach Westen kurz aber heftig bestürmt hat

Beim Zyklon auf dem Dach arbeiten

Schon die Woche zuvor hat man auf Satellitenbildern klar erkennen können, daß ein Wirbelsturm auf dem Weg ist in Richtung Madagaskar. Die eingeschlagene Richtung hat er recht geradlinig durchgezogen und hat so auch die Hauptstadt Antananarivo direkt überquert. Ein eher seltenes Ereignis, daß ein Zyklon mit seinem Zentrum über Tana hinwegzieht, aber an diesem 14. Februar 2012 war es wieder einmal der Fall.

Wegen des Zyklons wurde ein Feiertag ausgerufen. Das hat dann allen die Möglichkeit gegeben, sich um ihre eventuell undichten Dächer und Fenster kümmern zu können. Schon die Nacht ließ mit ihrem Lärm vom starken Wind und dem Regen den Schlaf sehr unruhig werden. Ohrenstöpsel brachten nur eine kleine Linderung.

Weiter verstärkte Winde kamen am nächsten Morgen, als es wieder hell war. Strom gab es keinen, also war damit zu rechnen, daß der Wind eine wichtige Stromleitung des Stromversorgers Jirama gekappt haben könnte. Folglich war damit zu rechnen, daß die Pumpen für die Wasserversorgung auch ohne Strom sein würden und daß man ohne fließendes Wasser dastehen könnte. Das bestätigte sich auch, als dann noch am Morgen sich der letzte Tropfen aus dem Wasserhahn ergoß. Da heißt es, sich vorher einen kleinen strategischen Vorrat anzulegen.

Der Zyklon Giovanna biegt die Bäume

Der Blick aus dem Fenster war sehr interessant, denn die Naturgewalten üben neben Angst und Schrecken auch eine gewisse Faszination auf die Menschen aus. Der Garten war übersät mit Blättern von Bäumen und Papayastauden. Der Hauptstamm unserer Papaya, die geschätzt schon über 8m hoch gewesen sein dürfte, konnte dem Sturm nicht widerstehen, bezog aber noch immer aufrecht stehend Stellung eine Etage tiefer, genau auf der schmalen 2,5m hohen Mauer, gestützt vom nachbarlichen Gestrüpp. Das Bild, auf dem sie links zu sehen ist, entstand kurz zuvor.

Wasser hat Giovanna in großen Mengen abgeliefert und ich selbst habe 5 Liter davon aufgewischt, die im ersten Stock an 2 Fenstern und unter der Balkontür vom Tropensturm hereingedrückt wurden. Diese Phase hat aber zum Glück nur etwa eine Stunde angehalten. In dieser Phase sind auch die Fotos entstanden. Die Nachbarn befürchteten sicherlich, daß der Wind ihnen das Dach abdeckt, und mit eindringendem Wasser dürften sie auch zu tun gehabt haben.

Am Nachmittag flauten die Winde immer weiter ab, der Regen hörte auch auf. Strom gab es bei einsetzender Dämmerung wieder. So konnte man sich die Berichte im Fernsehen ansehen, wo einige Schäden gezeigt wurden. Vom Park in Ambohijatovo stürzte ein richtig dicker Baum über die angrenzende Straße. Die Straße zwischen Ankadikely und Sabotsy Namehana wurde zu einer Wasserstraße und hat dort auch einige Straßenfahrzeuge unter Wasser gesetzt. Die Jovenna-Tankstelle war überschwemmt zu sehen und die nicht allzuweit entfernte Galana-Tankstelle dürfte das gleiche Schicksal ereilt haben, wie auch die direkt gegenüberliegende Filiale der Bank of Africa.

Nicht selten sieht man eine Woche keine Sonne in Tana, wenn ein Zyklon in gebührender Entfernung vorbeizieht. Giovanna fegte in Windeseile übers Land: Am Tag vor dem Zyklon und am Tag nach dem Zyklon schien die Sonne.

Ausbesserungsarbeiten bei peitschendem Regen

Air Madagascar: Eine Boeing 777 und 2 Airbus A340 für die in der EU mit Landeverbot belegten 2 Boeing 767 ?

Im April hat die EU-Kommission der Air Madagascar den Betrieb ihrer beiden Boeing 767 in der EU verboten. Wie geht die Entwicklung weiter, welche Lösungswege kommen für die Probleme in Frage?

Der Blog Vaovaogasy hat am 1. September berichtet, daß Air Madagascar seit dem Betriebsverbot für die EU eine der beiden betroffenen Boeing 767 an den Eigentümer zurückgegeben habe, während die andere Maschine weiterhin die Strecke nach Bangkok in Thailand und Guangzhou (Kanton) in China bediene.

Der kurz nach dem Verbot abgeschlossene Vertrag mit Air Italy über die Anmietung einer Boeing 767 sei am 1. September abgelaufen. Verzweifelt sei Air Madagascar auf der Suche gewesen, um ein neues Flugzeug zu mieten. Air Austral habe zwischenzeitlich mit einer ihrer Boeing 777-200ER die Strecke nach Paris bedient. In letzter Minute sei das Hallo aus Portugal gekommen. Air Madagascar habe eine Boeing 777-200ER der euroAtlantic mieten können. Die Gesellschaft sei von der FAA (FAR-129) und der AESA (JAR-OPS1) zertifiziert. Die JAR-145 zertifizierte portugiesische Gesellschaft TAP stelle die Wartung der Flotte von euroAtlantic sicher, was die Europäische Kommission beruhigen müsse. Die portugiesische Gesellschaft sei auf das Leasing von Flugzeugen spezialisiert, das Vermieten an Betreibergesellschaften und auf Dienste zur Sicherung des Betriebs.

Der Mietvertrag sei für die Dauer von einem Jahr geschlossen worden. Die Boeing 777-200ER sei mit 293 Sitzen in der Touristenklasse ausgestattet und 30 in der Business-Klasse. Die Boeing werde die Farben der Air Madagascar tragen und ihren ersten Flug zwischen Antananarivo und Paris am 2. September ausführen.
“Von der ersten Woche der Indienststellung an werden 6 Mitglieder des Flugpersonals der Air Madagascar an Bord der Maschine sein. In einem weiteren Zeitrahmen werden die Piloten von Air Madagascar, je nach Verfügbarkeit, diejenigen der portugiesischen Firma ersetzen”, habe der Kollege La Tribune de Madagascar bemerkt. Da die Boeing 777 nicht in Nosy Be landen könne, habe Air Madagascar Pendelflugzeuge eingesetzt, um den Anschluß in Antananarivo für die Flüge nach Paris sicherzustellen.

Die Lösung soll die Anschaffung von 2 Airbus A340 sein, denn Hadi Akoum, der im Verkauf bei Airbus für die Region Afrika und Indischer Ozean zuständig ist, habe gesagt, daß die madagassischen Behörden den Erwerb solcher Flugzeuge für die Nationale Fluggesellschaft beabsichtigten.

Allerdings müsse man sich in die Warteschlange einreihen, da man bei EADS noch 6.000 Bestellungen für Fluggeräte abzuwickeln habe. Frühestens in einem Jahr könne man daher über die Flugzeuge verfügen.

Jedenfalls habe Hadi Akoum hinzugefügt, daß die örtlichen Machthaber sich nach anderen Verträgen umsähen, um schon früher neue Airbusse einsetzen zu können. Die amerikanische Airbus-Tochter sei kontaktiert worden, um 2 A340 der neuen Generation mieten zu können. Die diesbezüglichen Verhandlungen mit den madagassischen Behörden seien noch am Laufen.

Die Nationale Airline sehe endlich das Licht am Ende des Tunnels. Es sei angebracht, festzustellen, daß diese Firma derzeit horrende Kosten durch die Miete einer Boeing von Air Italia habe, um das Flugverbot durch die Europäische Kommission zu kompensieren. Der Abschluß eines Vertrags mit der amerikanischen Airbus könne für Air Madagascar nichts weiter sein, als eine Erleichterung.

 

Daß Air Madagascar noch immer große Probleme hat, sieht man daran, daß eine andere Airline, nämlich Air Austral von der französischen Nachbarinsel Réunion, an 2 Tagen eingesprungen ist, um die Paris-Route zu bedienen. Vergessen darf man dabei nicht, daß Air France ein Code-Share-Abkommen mit Air Madagascar hat und 2 Mal in der Woche Flüge für diese durchführt, mit der Flugnummer MD070 von Tana nach Paris (CDG) und MD071 auf dem Rückflug.

Daß man die Option, 2 Boeing 777-200ER der Air Austral mieten zu können, anscheinend nicht genutzt hat ist verständlich, wenn man mit diesem Modell nicht in Nosy Be landen kann.

Aber warum sollte man sich eigentlich für das Flugzeugmodell Airbus A340 entscheiden, wo doch das Modell Airbus A330 wegen seiner nur 2 Düsen einen um einige Prozente ökonomischeren Betrieb bietet? Hat man das bei Air Madagascar nicht in die Kalkulationen einbezogen, zumal heutzutage in vielen Unternehmen haarscharf kalkuliert werden muß, um konkurrenzfähig zu bleiben?

Die Tagesschau berichtete in ihrer Online-Ausgabe vom 10. 11. 2011 jedenfalls, daß für die Airbus A340 schon seit fast 2 Jahren keine Bestellung mehr erfolgt sei und daß man den Bau zu Gunsten der zweistrahligen Airbus A350 einstellen werde.

 

© Fotos: Pascal Maillot / Euro Atlantic Airways Boeing 777-200ER CS-TFM

Homepage Pascal Maillot

 

Georges / pixelio.de / A340 im Endanflug
Short final

Zürich - A340 im Endanflug auf Piste 14

Sonnenhalo am Morgen – Halo der Sonne über Antananarivo

Sonnenhalo

Am Himmel war heute Vormittag eine Lichterscheinung um die Sonne zu sehen, ein sogenannter Halo. Die meisten Menschen haben so eine Erscheinung wahrscheinlich noch nicht bewußt gesehen, denn viele reckten ihre Hälse, um das Himmelsphänomen sehen zu können. Im Radio wurde am Mittag berichtet, um die Sonne habe es einen kreisrunden Regenbogen gegeben.

Am Abend berichtete der Fernsehsender Viva auch über den Halo. Schon am Vortag soll es eine solche Naturerscheinung am Himmel gegeben haben.

Wer einen Sonnenhalo noch nicht kennt, wird bei Wikipedia fündig. Dort wird die Lichterscheinung mit Eiskristallen begründet, an denen es Reflexion und Brechung des Lichts gibt. Zu sehen ist das dann als ein bunter Ring um die Sonne.

Das obere Bild wurde übrigens aus 2 Bildern zusammengesetzt, da die Weitwinkelbrennweite des Zoomobjektivs von 18mm nicht ganz ausreichte, um den Halo komplett abbilden zu können.

Papayapflanze und Halo der Sonne

Internetprovider Blueline nimmt neue Sendeanlage in Ambohitrarahaba in Betrieb – Stromabschaltung von Jirama

Baustelle mit Installation für eine Sendeanlage

Schon seit einigen Monaten war der Empfang der Blueline Internetverbindung 4G nicht mehr so optimal gewesen. Ganz einfach deswegen, weil der Nachbar anfing, direkt an der Grundstücksgrenze in seinem Garten ein großes Haus hochzuziehen. Daher mußte ich für mein Modem mit integrierter Antenne einen Standort mit besseren Empfangseigenschaften suchen. Im ersten Stock, in der oberen linken Ecke des Fensters, direkt hinter dem immer geschlossenen Vorhang, war der Empfang gerade noch akzeptabel.

Mit der Höhe des Rohbaus wurde die Qualität des Empfangs zusehends schlechter. Zeitweise hatte anscheinend die Wetterlage den entscheidenden Einfluß darauf. Es konnte dann sein, daß stundenlang nichts mehr ging. Und da erschien dann der Lichtblick, wie oben auf dem Bild zu sehen.

Eigentlich hätte die neue Sendeanlage schon letzten Dezember in Betrieb genommen werden sollen, aber der Eigentümer des Grundstücks, auf dem man schon den Sendemast aufgestellt hatte, soll seine Zustimmung widerrufen haben. Sollte er das wegen gesundheitlicher Bedenken getan haben, so hat er sicherlich Recht, denn eigentlich kann das nicht gut sein, wenn überall diese Antennen stehen. Man kann das mit einem lachenden Auge (endlich optimaler Empfang) und einem weinenden Auge betrachten (der gesundheitliche Aspekt).

Beim ersten Anblick der Baustelle mit dem Antennenmast am 15. September war dann eines gleich klar: Das muß der Ersatz-Standort der neuen Blueline-Antenne sein.

Am 4. Oktober stellte ich dann am späten Abend fest, daß die Empfangsstärke so gut war, wie noch nie zuvor, seit ich letzten November bei Blueline Kunde geworden war. Ich montierte also das Modem ab und stellte es, nachdem ich alles gründlich gesäubert hatte, wieder auf seinen alten Platz.

Als Erstes wollte ich testen, ob man mit dem optimalen Empfang Videostreams ruckelfrei ansehen kann. Dazu setzte ich mein Headset auf – und kaum hatte ich das Ding auf den Ohren, da ging das Licht aus. Der Computer gleich mit, weil die Batterie meiner USV, hier sagt man fälschlicherweise Onduleur, kaputt ist. Also saß ich um 21:20 Uhr im Dunklen.

Normalerweise dauerte eine Stromabschaltung in Ambohitrarahaba maximal eine Stunde. Und das war ein eher selten vorkommender Fall. Vermutlich wegen der Klinik Maternité d’Ilafy gab es in den letzten Jahren eigentlich gar keine Stromabschaltungen, wenn auch aus anderen Quartieren berichtet wurde, daß mehrfach am Tag der Strom abgeschaltet wurde.

Letzte Aufräumarbeiten an der Baustelle

Beim Aufstehen gab es dann auch keinen Strom, und das Wasser kam mit einem verdächtig niedrigen Druck aus der Leitung. Da habe ich gleich reagiert und einen kleinen strategischen Vorrat angelegt. Zu Recht, denn in anderen Haushalten und in ganzen Stadtvierteln gab es bereits kein fließendes Naß mehr aus der Leitung.

Um kurz nach 11:00 Uhr gab es wieder Strom und auch der Druck in der Wasserleitung normalisierte sich im Laufe des Tages.

Nein, natürlich hatte die Jirama den Strom nicht wegen Blueline abgeschaltet und auch nicht wegen mir. Aber wenn wir betrachten, was die Presse dazu zu melden hatte, dann ist das ganz interessant. Da ist der Artikel “Électricité – Black-out à Antananarivo” der “L’Express de Madagascar” und dann ist da der Artikel “Madagascar: la Jirama en panne de carburants” der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua auf der Seite der afriquinfos.com.

Die Express meint, eine Quelle habe gesagt, der Vorrat an Schweröl der Galana für die Kraftwerke der Jirama sei fast zur Neige gegangen. Ansonsten wird nebulös die Frage zur finanziellen Situation der Jirama gestellt. Der Xinhua-Artikel verrät sogleich, daß gemäß einer Quelle die Jirama Zahlungsrückstände von mehreren Milliarden Ariary bei einer madagassischen Ölfirma habe. 200.000 Liter Schweröl müsse diese Firma jeden Tag liefern, um den Betrieb aller Kraftwerke für Tana sicherzustellen, man habe aber in 2 Tagen nur 150.000 Liter geliefert.

Hinzu komme, daß wegen der Trockenheit das Wasserkraftwerk von Andekaleka lediglich mit einer Kapazität von 62% betrieben werden könne, obwohl dieses Kraftwerk bis zu 40% zum Strombedarf von Tana liefern könne. Die Jirama verfüge über 114 Kraftwerke, wobei 100 davon Dieselgeneratoren seien.

Am Samstag konnte die Xinhua dann eine Bestätigung des Energieministers Elysé Ratsiraka melden, daß eine Lieferfirma nicht ausreichend Kraftstoff geliefert habe, ohne jedoch deren Namen zu nennen. Die Jirama sei nicht am Rande des Bankrotts, die Angestellten arbeiteten korrekt und würden auch regelmäßig pünktlich bezahlt, wenn die Gesellschaft auch Probleme mit ihren Finanzen habe, so habe sie genug Mittel für ihren Betrieb.
Die Chinesen sind gut informiert, könnte man meinen.

Der See liegt direkt an der RN2

Salon International des Mines et des Hydrocarbures – Premierminister Camille Vital auf der ersten Minenmesse

Messestand der Explorationsfirma

Vom 6. Mai bis zum 8. Mai fand in Antananarivo die erste Minenmesse Madagaskars statt. Firmen mit großen Minenprojekten waren ebenso mit Ständen vertreten, wie regionale Verbände, die im Minensektor tätig sind.

Im Internationalen Konferenzzentrum von Ivato (Centre des Conférences Internationales d’Ivato), wo letztes Jahr auch die FIM stattfand, beherbergte man Aussteller aus verschiedenen Ländern, von denen manche auch börsennotiert sind:

Zu den älteren in Madagaskar ansässigen Firmen zählt die 1975 verstaatlichte Kraomita Malagasy S. A.. Kraoma, die 1966 unter dem Namen COMINA (Compagnie minière d’Andriamena) gegründet wurde, hat ihre Hauptaktivität darin, Chromerz bei Briéville-Andriamena im Nordwesten Madagaskars zu gewinnen. Die jährliche Produktion soll 100.000 bis 140.000 Tonnen sein. Neuerdings ist man angeblich auch dabei, nach Goldvorkommen zu schürfen. Auf der Homepage gibt man an, 380 Beschäftigte zu haben, ein auf der Messe ausliegender Flyer dagegen besagt, daß man über 450 Personen beschäftige. Was soll man da glauben?

Seit über 50 Jahren ist die aus der Macoma hervorgegangene Holcim (Madagascar) S.A., eine Tochter des weltweit tätigen Zementherstellers Holderbank aus der Schweiz, in Madagaskar tätig. Holcim betreibt in Ibity bei Antsirabe eine Zementfabrik mit einem Jahresausstoß von 150.000 Tonnen Zement und ein Silo in Tamatave mit der Kapazität, 180.000 Tonnen Zement einzusacken.

Proben der Zwischenprodukte nach der Materialtrennung

Rio Tinto, einer der größten Konzerne im Minengeschäft weltweit, ist in Fort Dauphin über die 80%-Tochter QIT Madagascar Minerals S.A. auf der roten Insel vertreten, wo man seit wenigen Jahren Ilmenit abbaut, welches im Sand enthalten ist. Dafür hat man einen komplett neuen Hafen gebaut, den Port d’Ehoala Madagascar. Der Hafen gehört zwar der Rio Tinto-Gruppe, kann aber auch von anderen Firmen genutzt werden, zum Beispiel zum Festmachen von Kreuzfahrtschiffen oder Handelsschiffen.

Schaut man sich die Gegend um Fort Dauphin bei Google Earth an, dann kann man sehr viel neu geschaffene Infrastuktur in und um die Stadt erkennen. Viele Straßen, ganze Wohnsiedlungen und mehrere Schürfgebiete. Für die Verarbeitung des Mineralsandes wurden große Hallen gebaut, wobei in Madagaskar nur eine mechanische Trennung der Bestandteile des Sands erfolgt. Der chemische Prozeß, um das Leichtmetall Titan oder genauer Titandioxid zu gewinnen, erfolgt außer Landes. Bilder auf der Homepage von Rio Tinto geben einen Einblick aus der Normalperspektive.

Die 1994 in West Perth in Australien gegründete Firma Madagascar Resources NL hat die Tochterfirma Toliara Sands Sarl, die nördlich von Tulear 2 Ilmenit-Projekte besitzt: Ranobe und Manombo-Morombe. Beim Projekt von Ranobe fehlt nur noch der Papierkrieg und die Finanzierung für die Ausbeutung der identifizierten Lagerstätte. Man will dort bis zu 600.000 Tonnen Ilmenit im Jahr fördern. Madagascar Resources NL scheint keine Webseite zu haben und die Homepage von Toliara Sands ist recht unprofessionell. Im Mai noch zeigte man gestreckte Bilder dort und wenig umfangreiche Informationen. Jetzt findet sich nur noch der Hinweis auf die baldige Einführung einer neuen Webseite.

Firmen-Schriftzug

Ein Multi-Milliarden-Dollar-Projekt haben die Firmen Sherrit aus Kanada (40%), Sumitomo Corporation aus Japan (27,5%), Korea Resources Corporation (27,5%) und SNC-Lavalin Group Inc. (5%) mit dem Nickel-Kobalt-Projekt Ambatovy bei Moramanga auf die Beine gestellt. Die Firmen Ambatovy Minerals S.A. und Dynatec Madagascar S.A. sind die Tochtergesellschaften in Madagaskar, die den Abbau der Nickel-Kobalt-Lagerstätte im Hochland vorbereiten.

Für den Transport des Laterit-Erzes hat man eine Pipeline nach Tamatave gebaut, um es dort zu raffinieren. Die Mine soll über mindestens 27 Jahre jährlich 60.000 Tonnen Nickel fördern und 5.600 Tonnen Kobalt. Was wird man mit der ganzen unbrauchbaren Erde in Tamatave machen? Einen Berg auftürmen? Ein größeres Problem dürfte darin zu sehen sein, daß das Erz mit Säure ausgewaschen werden soll. Dafür werden riesige Mengen an Säure benötigt. Was wird mit den Abfallstoffen gemacht, gibt es eventuell Säuredämpfe, die in Wohngebiete ziehen können? Oder wird es gar ganze Säure-Seen geben? Solche Fragen stellen Kritiker.

Erdöl wird in Madagaskar inzwischen auch gefördert, doch weder der französische Konzern Total, noch der amerikanische Konzern Exxon waren auf der Messe vertreten. Vertreten war die Firma Madagascar Oil S. A.

Produktprobe zur Anschauung

Etwas seltsam erscheint, daß Madagascar Oil 2008 die Mehrheit des Blocks 3102 von Bemolanga, nämlich 60%, ausgerechnet an den französischen Ölkonzern Total abgegeben hat, als Ravalomanana, der bekanntermaßen den französischen Einfluß in Madagaskar reduzieren wollte, noch an der Macht war.

Wikipedia schreibt:

Madagascar Oil ist in Besitz der Ölsandfelder von Tsimiroro (geschätzte 3 Milliarden Barrels) und Bemolanga (geschätzte 16,6 Milliarden Barrels).

Hinzu kommen die Felder von Manambolo, Morondava und Manandaza.

Allerdings ist der Abbau von Ölsandfeldern sehr schädlich für die Umwelt, wie bei survie.org berichtet wird, wo als Beispiel die kanadische Provinz Alberta angeführt wird: Verknappung der Wasserressourcen (auf ein Barrel Öl komme die 6fache Menge Wasser), Ausstoß von Schwefel, Schwermetallen, saurem Regen. Auch bei der elektronischen Zeitschrift schattenblick.de ist man zu dem Thema sehr kritisch eingestellt. Man bemängelt die niedrigen vereinbarten Zahlungen an den madagassischen Staat, die in den ersten 10 Jahren lediglich 1% der Einnahmen ausmachen sollen, was man als lächerlich niedrig bezeichnet. Aufgrund der bestehenden sozialen Spannungen in Madagaskar attestiert man dem Vertrag eine enorme Sprengkraft und prophezeiht Rajoelina reichlich Gegenwind.

Sterling-LKW auf der Minenmesse

Erst am 29. 11. 2010 wurden die Aktien von Madagascar Oil in London an der AIM eingeführt. Seit dem 6. 1. 2011 waren die Aktien der in Bermuda registrierten Firma vom Handel ausgesetzt, da die madagassische Regierung drohte, dem Unternehmen die Liegenschaften, an denen es 100% der Anteile hält, zu entziehen, da 9 Millionen $ Steuern nicht gezahlt worden sein sollen. Erst Ende Juni wurde die Notierung mit einem Abschlag von über 50% wieder aufgenommen.

Eines scheint sicher: Wenn es um sogenannte Ölsande geht ist das ein extrem dreckiges Geschäft. Selbst Aktionäre von Shell haben sich gegen das Ölsandprojekt in der kanadischen Provinz Alberta ausgesprochen.

Chinesen auf der Minen-Messe

Bisher sind sie noch nicht erwähnt worden, aber die Chinesen sind auch in Madagaskar auf der Suche nach Rohstoffen, um ihren riesigen Rohstoffhunger zu sättigen. Auf der Messe waren mehrere chinesische Firmen vertreten. Der Stand von Madagascar Wisco Guangxin Kam Wah Resources war nicht sehr informativ, die chinesische Firma will aber im Gebiet der Küstenstadt Soalala, die etwa 112 km westlich von Majunga liegt, ab 2014 zum Abbau einer riesigen Eisenerzmine schreiten, die etwa 600 bis 700 Millionen Tonnen Eisen beherbergen soll. Milliarden-$-Investitionen sollen dafür geplant sein, inklusive dem Bau eines neuen Hafens.

Schwere Minengeräte

Da wollen wir die Inder aber nicht Abseits stehen lassen, denn bei Jindal Madagascar plant man ebenfalls einen neuen Hafen – und das direkt in Tulear, da die Kalkstein-Lagerstätte Miary sich nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt befindet. Man will aber nicht die gesamte Förderung des Kalksteins exportieren, sondern man denkt auch an den Bau einer Zementfabrik.

Die unter dem Namen Tantalus Rare Earths AG in Deutschland an der Börse gelistete Firma, die in Madagaskar ein Seltene Erden-Projekt exploriert, war leider nicht auf der Messe vertreten. Gerne hätte ich ein paar Fragen gestellt.

Die kanadische Firma Energizer Resources Inc., die 2007 einen Claim im Süden von Madagaskar abgesteckt hat, um dort hauptsächlich Vanadium aus der Erde zu fördern, soll auch noch Erwähnung finden. Man hat die Absicht erklärt, Vanadium in einer so hohen Reinheit herstellen zu wollen, wie es für eine Vanadium-Redox-Batterie benötigt wird.

Der madagassische Ministerpräsident

Das Green Giant Vanadium-Projekt bei Fotadrevo soll eine der größten Vanadium-Lagerstätten weltweit sein. Nach dem kanadischen Minenstandard NI 43-101 hat man bereits Resourcen von 343.035 Tonnen V2O5 errechnen können. Für die fehlende Infrastruktur hofft man, sich mit den Eignern der etwa 30km entfernten Sakoa Kohlelagerstätte über eine gemeinsame Nutzung einigen zu können, was die Kosten für beide Parteien senken würde. Für die Kohleverschiffung soll an der Küste, direkt im Westen der Lagerstätte, ein neuer Hafen gebaut werden, der mit einer Eisenbahnlinie angebunden werden soll.

Schließlich noch der Hinweis zur Bohrfirma Tugela Drilling Solutions, die eine lange Kundenliste publiziert, für welche Explorer sie tätig ist. Ich kann mich zwar nicht erinnern, Tugela Drilling Solutions auf der Messe gesehen zu haben, aber für den Interessierten ist das sicherlich ein aufschlußreicher Hinweis mit Namen von weiteren Firmen, die eine Erkundung oder Förderung der Bodenschätze von Madagaskar durchführen.

Ausstellung des Maschinenparks

Das in meinen Augen für Madagaskar sinnvollste Projekt ist das Kohle-Projekt von Sakoa, da man dann vor allem in den Städten von Madagskar selbst diese Kohle zum Kochen benutzen kann, anstatt Holzkohle. Das könnte eine Entlastung für die madagassischen Wälder bringen, die Köhler allerdings müssen sich dann eine andere Einahmequelle suchen.

Madagaskar ist zwar reich, gehört aber dennoch zu den ärmsten Ländern weltweit. Man ist nur potentiell reich – reich an Rohstoffvorkommen. Und was hat der Durchschnits-Madagasse davon? Bisher eigentlich nichts, denn bei ihm kommt so gut wie nichts an.

Einige der letzten Wälder müssen weichen, damit man die Rohstoffe der Erde entreißen kann. Angesichts der massiven Umweltzerstörungen der madagassischen Landschaft mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna wird nicht nur so manchem Biologen das Herz bluten.

Der wachsende Wohlstand in den Entwicklungsländern fordert seinen Preis.

Viele Madagassen werden zwar Arbeit in der Minenindustrie finden, aber die Firmen bringen auch viele Fachleute aus dem Ausland mit. Und diese ausländischen Fachleute bekommen ein sehr viel höheres Gehalt, als die Madagassen, was wiederum Einfluß auf das direkte Umfeld einer Minenregion hat, indem das allgemeine Preisniveau steigt. Die ärmsten Bevölkerungsschichten fallen dabei – einmal mehr – hinten runter.

Ammonit mit interessantem Muster

Silber strahlt in besonderem Glanz – Auf welches Niveau wird der Silberpreis für eine Silberunze noch steigen?

Der Preis für Silber steigt und steigt und steigt und am Ostermontag wurde nach einem Gap-up ein neues Rekordhoch knapp unter der 50 $-Marke erreicht. Inzwischen kam es zu einer heftigen Korrektur, die von vielen Marktteilnehmern schon seit einiger Zeit erwartet wurde. Die Frage ist bloß, wie weit die Korrektur gehen wird und ob der Silberpreis dann weitersteigen wird? Sollte man jetzt noch einsteigen?

Daß das Edelmetall Silber gegenüber Gold verschiedene Vorzüge hat kann man inzwischen vielerorts lesen: Silber ist ein Industriemetall, das verbraucht wird, daher gibt es eine Verknappung des Angebots, wenn viel Silber zu Anlagezwecken gekauft wird. Durch diese Verknappung kommt es zu einer Preissteigerung, denn die Industrie kann oft nicht auf diesen Rohstoff verzichten und muß zu jedem Preis kaufen. Das fällt meist auch nicht so ins Gewicht, da bei vielen Produkten nur relativ kleine Mengen benötigt werden, die auf den Preis des Endprodukts keinen so großen Einfluß haben.

Dreistellige Kursziele werden von verschiedenen Seiten als Ziel für den Silberpreis kolportiert. Thorsten Schulte, der sich auf die Spekulation in Silber spezialisiert hat, sieht beispielsweise bis 2012/13 einen Preis von 100 Dollar vorher, wie aus dem oben verlinkten Artikel der FAZ hervorgeht.

Der Börsenbriefschreiber Jochen Steffens hat einen Chart vorgestellt, in dem die Inflation beim Silberpreis eingerechnet wurde. Betrachtet man sich diesen Chart, so kann man leicht zu dem Schluß kommen, daß noch einiges an Platz ist bis zum Allzeithoch von 1980 – so bis etwa 220 $. Und die Überwindung dieser Hürde erwarten nicht wenige. Allerdings müßte dazu erst einmal der nominale Höchstkurs von 1980 und die Schwelle bei 50 $ nachhaltig überwunden werden.

Und dann: The sky is the limit.

Oder ist der Boden der Tatsachen viel, viel tiefer?
Betrachtet man die drohende Inflation und das ungelöste Problem der Staatsverschuldungen, dann spricht das langfristig eher für einen weiter steigenden Silberpreis. Momentan hat aber der MACD-Indikator ein Verkaufsignal generiert, die Korrektur könnte sich also noch fortsetzen, wenn nicht tagesaktuelle Ereignisse die Angst der Investoren schüren und diese zum Kauf schreiten lassen.

Die Münze auf den Fotos ist eine One Dollar American Silver Eagle
Silberunze mit einer wandelnden Liberty-Figur.

Air Madagascar: Verbot der Nutzung der 2 Boeing 767 im Luftraum der EU durch die EU-Kommission

Man kann zwar die Erste Klasse bei Air Madagascar buchen, die Unterhaltung der Flugzeuge hingegen scheint eher Low Budget zu sein. Die Flotte der Air Madagascar-Jets ist schon recht alt, wie planespotters.net weiß. Für die Airline hat schon so mancher Schlimmes befürchtet, da in der letzten Zeit gehäuft Zwischenfälle bei den beiden betagten Boeing 767 aufgetreten sind. Nun hat die EU-Kommission den Flugbetrieb damit im Gemeinschaftsgebiet verboten, da bei deren Betrieb und Überwachung anhaltende Mängel aufgetreten sind.

Die Tageszeitung ‘Les Nouvelles’ schreibt, daß eine Klappe zum Laderaum schlecht geschlossen habe und sich beim Flug hätte öffnen können, was einen Druckverlust in der Passagierkabine zur Folge gehabt hätte. Auch beim folgenden Flug habe man dieses Problem nicht korrekt repariert.

Bei ihrer “Schwarzen Liste” hat die EU-Behörde die Fluggesellschaft Air Madagascar nicht komplett hinzugefügt, aber den beiden Langstreckenflugzeugen der Fluggesellschaft, die regelmäßig nach Paris und Mailand geflogen sind, hat man wegen erheblicher Sicherheitsmängel ein Verbot erteilt.

Seltsam erscheint dabei auf den ersten Blick, daß ja gerade diese 2 Flugzeuge nur in der Lage sind, die Flughäfen in Europa ohne mehrere Zwischenstopps zu erreichen. Da am 31. 3. 2011 die Komoreninsel Mayotte zu einem französischen Übersee-Département und einer Übersee-Region wurde und somit Mitglied der EU geworden ist, kann Air Madagascar trotzdem mit ihren beiden Boeing 737 weiterhin dorthin fliegen. Gleiches gilt für die Nachbarinsel Réunion, die auch zu Frankreich gehört.

Die betroffenen Flugzeuge: Die Boeing 767-383ER mit dem Kennzeichen 5R-MFG wurde am 26. 3. 1991 an SAS ausgeliefert und die Boeing 767-3Y0ER mit dem Kennzeichen 5R-MFJ wurde am 1. 9. 1992 an Aeromexico ausgeliefert.

Anläßlich des Betriebsverbots der 2 Flugzeuge von Air Madagascar im EU-Luftraum hat die Tageszeitung ‘Tribune de Madagascar’ in ihrem Editorial einen interessanten Standpunkt veröffentlicht, der dem amtierenden Regime die Verantwortung zuweist. Interessant sind auch die Leserkommentare.

Es stellt sich nun die Frage, wie man dieses große Problem bei Air Madagascar lösen will.

Kann man in der Wüste Wald pflanzen? Sahara-Aufforstung in Algerien – dank Wilhelm Reich und Cloudbuster

Airbus A330-300-Flügel mit Winglet über der Sahara

Ein Besucher, der über die Suchmaschine Google kam, hatte die Frage aus dem Titel gestellt: “Kann man in der Wüste Wald pflanzen?”
Da ich selbst kurz zuvor auf etwas Erstaunliches gestoßen bin, das die Möglichkeit verspricht, Bäume in der Wüste pflanzen zu können, habe ich diesen Beitrag verfasst.

Vom Cloudbuster hatte ich zwar schon vor langer Zeit gelesen – darüber, ob er aber wirklich als Regenmacher funktioniert, war mir keine ausreichend überzeugende Quelle untergekommen. Da gab es allerdings auch noch nicht so viele Informationen im Internet.

Zu diesem Thema kann man diesen Link aufrufen, der einen etwas provokativen Artikel bereithält, aber auch den Link zu einem Video-Stream.

Wenn man sich das Video mit und über Dipl. Ing. Madjid Abdellaziz angesehen hat, dann könnten einem doch gleich haufenweise Fragen kommen. Kann man wirklich so einfach Regen machen? Mitten in der Wüste? Mancher Zeitgenosse wird vielleicht zu dem Schluß kommen, daß ein solcher Regenmacher mitsamt POR und DOR in das Reich der Fabeln gehört, aber nicht wirklich funktionieren kann und, daß es sich bei dem Video nur um eine geschickte Fälschung handelt. Frei nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Nehmen wir aber einfach mal an, daß das in dem Film gezeigte Projekt in El Haouita der Tatsache entspricht und der Regen dort mit dem Cloudbuster künstlich erzeugt wurde. Was dann? Könnte es sein, daß wir die Wahrheit einfach nicht erfahren sollen? Geht es nur um Geld und Macht bei denen, die das Sagen haben oder besser ausgedrückt, die sich auf entsprechende Positionen hochgekämpft haben?

Kann man, nur weil etwas nicht in das gestrickte Weltbild paßt und mit den vorhandenen “Gesetzen” der Physik nicht zusammenpaßt, dann einfach sagen, daß das Unfug oder Blödsinn ist und sich nicht weiter darum kümmern? Oder sollte man vielleicht doch mal ein klein wenig an den Gesetzen des bestehenden Weltbildes rütteln?

Warum sollten in den USA sämtliche das Thema Orgon beinhaltende Schriften des Wilhelm Reich, der den Cloudbuster ersonnen hat, per richterlicher Anordnung der Verbrennung zugeführt werden? In diesem ach so freien Land. Worin liegt die Gefahr dessen, was in den Büchern steht?

Im Wikipedia-Artikel über Reich wird der Cloudbuster mit keinem Wort erwähnt. Es gibt nicht mal einen eigenen Artikel für das Wort Cloudbuster, sondern nur eine Erwähnung im Artikel über Chemtrails. Das wirft doch gleich noch mehr Fragen auf.

Ein Weg jedenfalls steht jedem offen, auch dem Skeptiker: Algerien ist nicht aus der Welt und jeder hat die Möglichkeit, dort in der Sahara nach der begrünten Wüste zu suchen.

Seite des Madjid Abdellaziz: http://desert-greening.com/Willkommen.html

Bambuswäldchen oder dichtes Bambusgestrüpp

Madagaskar-Blog läuft unter Wordpress 2.8.4
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates