Madagaskar-Blog

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Für Grüne Smoothies ein Mixer-Test zum Vergleich: Vitamix TNC 5200 gegen JTC Power OmniBlend TM767 I

Grüner Smoothie mit Gras, Banane, Mango, Granatapfel im Vitamix Mixbehälter

Da Grüne Smoothies immer weitere Verbreitung finden und daher der Bedarf für gute Mixer und Informationen zu solchen entsprechend steigt, will ich hier von meinen Erfahrungen berichten.

An Grünzeug kommt bei mir fast nur das, was im Garten wächst, in den Grünen Smoothie. Hauptsächlich Gras.

An anderer Stelle im Netz sind schon Testberichte von Mixern zu finden. Einen Vergleich zwischen ‘JTC Omiblend V’ und dem Vitamix gibt es dabei auch. Da der Omniblend so viel billiger ist geht er als Sieger aus dem Test.

Solche Testergebnisse verleiten dann zum Kauf, denn so viel schlechter ist der JTC ja nicht?

Da ich einen Vitamix 5200 besitze und einen ‘JTC Power OmniBlend TM767 I’, wollte ich wissen, wie es aussieht, wenn man die kompatiblen Mixbehälter auf dem jeweils anderen Gerät einsetzt. Neben hauptsächlich Kirschblättern, Brennesseln, Gras und Bananen mußten Brombeeren mit in den Grünen Smoothie.

Der JTC Power OmniBlend TM767 I, um den es hier geht, hat vermutlich den gleichen Motor, wie alle anderen JTC oder Saro-Modelle dieser Leistungsklasse auch, einen TM800V habe ich schon live erlebt. Die Bedienungselemente des JTC sind dem Vitamix nachempfunden. Die minimale Geschwindigkeit ist schon sehr hoch, so, daß beim Einschalten oft das Mixgut oben gegen den Deckel spritzt, wenn es flüssig genug ist. Der Puls-Schalter hat keine Funktion. Zumindest dann nicht, wenn man mit dem Regler schon die maximale Geschwindigkeit eingestellt hat.

Der Stopfer des Vitamix hat einen größeren Durchmesser und man kann damit besser stopfen.

Der Mixbehälter des JTC hat 6 Klingen, der Vitamix hat 4. Jedoch: Die Kerne der Beerenfrüchte werden nur im Vitamix so klein zerkleinert, daß sie mich nicht mehr stören. Beim JTC sind die meisten oder jedenfalls sehr viele dieser Kerne noch unzerkleinert und viele setzen sich am Boden ab, je nach Konsistenz des Smoothies. Nur die Kombination Vitamix Motor mit dem Vitamix Mixbecher hat die Kerne der Beerenfrüchte richtig zerkleinert. Die Messer im Mixbecher des JTC sind recht schwergängig, es geht unnötig Energie verloren.

Der Motor des JTC bringt nicht die Leistung, wie sie der Vitamix bringt und erreicht sehr viel schneller seine Grenzen. Er fängt leicht an übel zu riechen, wenn man das Grünzeug und das Obst ohne Zugabe von Wasser mit dem Stopfer mixt. Das ist nach meiner Erfahrung die beste Möglichkeit, wenn man auch zähere Blätter mit deutlich festeren Fasern richtig klein bekommen will. Wenn alles schon zu einem noch groben Brei zermahlen ist, nehme ich den Stopfer und drehe ihn, so schnell ich es schaffe, gegen die Laufrichtung der Messer und erhöhe damit die Effektivität beim Schneiden. Das sollte nicht zu lange dauern, da die Temperatur sehr schnell über die kritische Grenze bei 40° C steigen könnte. Das Wasser kommt danach erst dazu und der Smoothie wird so lange gemixt, bis er handwarm ist. Die Dauer des Mixens bringt viel für die Feinheit, daher empfiehlt es sich, Wasser im Kühlschrank zu kühlen, eventuell auch die Früchte.

Wer meint, daß dann auch viel mehr Sauerstoff mit in das Mixgut kommt, der hat auf jeden Fall Recht. Wenn man aber annimmt, daß das längere Mixen eine Verdopplung der Oberfläche bringt, dann müßte der Sauerstoff also die Hälfte meines Smoothies oxidieren? Das halte ich für eher unwahrscheinlich und denke, daß der Vorteil meines Vorgehens überwiegt.

Der Vitamix schafft den feineren Smoothie. Das heißt, die Oberfläche der Blattpartikel ist sehr viel größer und das Verdauungssystem kann entsprechend mehr rausholen. Da zahle ich lieber das 3-fache für den Vitamix und habe 7 Jahre Garantie.

Ein Omniblend/Saro ist für mich daher nur ein billiger Abklatsch des Vitamix, keinesfalls ein Profigerät.

Ein wirklich aussagekräftiger Vergleich für Mixer sollte mit Früchten wie Brombeeren, Guaven oder Granatäpfeln gemacht werden. Die Guavenkerne sind eine noch größere Herausforderung für einen Mixer, als schon die kleinen Brombeerkerne. Da würde ich mir wünschen, daß der Vitamix die recht harten Guavenkerne, die auch sehr viel größer sind als Brombeerkerne, noch einen Tick kleiner zerstückeln könnte.

Da Guaven in Deutschland nicht gerade zum Standardsortiment in den Supermärkten gehören, kommt mir gerade in den Sinn, daß man zum Test auch Kirschen mit Kernen nehmen könnte. So hat man gleich noch die guten Eigenschaften der Kirschsamen mit dem darin enthaltenen Amygdalin (Laetril) in seinem Grünen Smoothie. Wenn der Mixertest in der kalten Jahreszeit erfolgen soll, dann könnte man ausnahmsweise auch mal eingemachte Kirschen ausprobieren.

Grüner Smoothie mit Gras, Banane, Mango, Granatapfel

Grüne Smoothies, schmackhafte Lebensmittel aus der Natur für die Wiedergewinnung verlorener Gesundheit

Grüner Smoothie gemixt mit Gras, Banane im Vitamix Mixer

Grüne Smoothies erfreuen sich nun schon seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit.

Für jene, die noch nicht wissen, worum es sich handelt: In der Hauptsache werden grüne Blätter und Obst im Rohzustand mit Wasser in einem Mixer zu einem Brei oder Getränk püriert.

Ins Rollen gebracht hat die ganze Lawine Victoria Boutenko mit ihrem Buch ‘Green for life’. Als 3 Familienmitgliedern von Ärzten gesagt wurde, ihnen könne niemand mehr helfen, wollte sie das nicht einfach hinnehmen. Als sie auf Rohkost stieß, stellte die ganze Familie ihre Ernährung radikal um, um nach einigen Wochen wieder komplett zu gesunden. Rohkost behielten sie dann als Ernährung über mehrere Jahre bei.

Boutenko fühlte sich zwar nicht krank, war aber nicht ganz zufrieden mit ihrer Gesundheit. Das veranlasste sie, Nachforschungen anzustellen. Sie kam auf den Gedanken, nachzuforschen, wie sich unsere nächsten Verwandten ernähren, die Menschenaffen. So erfuhr sie, daß der Anteil grüner Blätter in der Ernährung dieser Tiere einen großen Anteil hat. Die meisten Rohköstler allerdings essen meist sehr wenige grüne Blätter, normalerweise dann in Form von grünen Salaten.

Eine bisher noch kaum bekannte Tatsache, die Boutenko herausgefunden hat, die als extrem wichtig einzustufen ist:

Die meisten Menschen haben nicht ausreichend Salzsäure in der Magensäure.

Testen kann man das leicht, indem man Rote Rüben (Rote Bete) ißt und danach seinen Urin betrachtet. Ist der Urin rot gefärbt kann man davon ausgehen, nicht genug Magensäure zu haben.

Dieser Stufe der Verdauung durch die Salzsäure kommt eine enorme Bedeutung zu. Arbeitet diese Stufe nicht richtig, so werden viele Inhaltsstoffe der Nahrung nur sehr unzureichend vom folgenden Verdauungssystem verwertet werden können. Zudem besteht die Möglichkeit, daß Mikroorganismen in den Darm gelangen, die dort nichts zu suchen haben, weil sie nicht vorher von der Magensäure eliminiert worden sind.

Wichtig ist das Blattgrün oder auch Chlorophyll. Da wir es nicht gewohnt sind, grüne Blätter zu essen, schmecken sie uns so schlecht, daß wir sie vernachlässigen. Mit einem Mixer aber kann man das Grünzeug zusammen mit Obst mixen und siehe da: Es schmeckt brauchbar, gut oder sogar sehr gut. Das hängt natürlich davon ab, welche Zutaten man nimmt und in welchem Verhältnis. Man kann mit wenigen Blättern beginnen, so, daß es einem noch schmeckt. Mit der Zeit wird man sich an den Geschmack des Grünzeugs immer mehr gewöhnen und kann die Menge erhöhen.

Nimmt man den Grünen Smoothie als Frühstück zu sich, so stehen die Chancen ganz gut, daß nach einigen Wochen der Urin nicht mehr rot grfärbt ist, wenn man Rote Bete gegessen hat.

Das sollte zum Denken Anlaß geben – wer will, kann sogar handeln.

Damit das Verdauungssystem ein Maximum aus dem Nahrungsbrei herausholen kann, sollten die Nahrungsbestandteile eine möglichst große Oberfläche haben. Dazu ist ein Hochleistungsmixer optimal, da er die kleinsten Partikel schafft.

Ein sehr gesundes Wildkraut, das es in tausenden Variationen gibt, wurde übrigens in Boutenkos Buch vergessen, zu erwähnen: Gras. Im Buch wird lediglich Weizengras erwähnt, dem besondere Eigenschaften zugeschrieben werden.

Eine gute Kundin für Schmerzmittel in der Apotheke konnte, nach einigen Monaten des Trinkens von Grünen Smoothies zum Frühstück, den Schmerzmittelkonsum auf 0 reduzieren. Lediglich bestimmte Vitamine kaufte sie noch in der Apotheke. Der Apotheker sprach sie daraufhin an, ob sie die Apotheke gewechselt habe.
Die Kunde vom Grünen Smoothie ließ den Apotheker dann in der eigenen Familie den Versuch mit dem Grünen Smoothie starten.

Moderne Kirche mit Kamera und Flachbildschirmen im Einsatz

Kirchliche Trauung in Ambohitrarahaba

Beim Anblick der vielen Kirchen in Madagaskar kann man durchaus die Vermutung anstellen, daß das Land die höchste Kirchendichte weltweit hat.

Daß man da durchaus auch bereit ist, mit der Zeit zu gehen, kann man in der protestantischen Kirche in Ambohitrarahaba feststellen. Durch die Montage einer Videokamera hat man es ermöglicht, den Pfarrer mittels Übertragung auf die installierten Monitore auch für die weiter hinten Sitzenden besser sichtbar zu machen.

Der Vorteil der Bildschirme besteht auch darin, daß ein Gesangbuch überflüssig wird, da die Texte der Lieder auf den Bildschirmen angezeigt werden.

Bei einer Hochzeit kann man Fotos des Brautpaares oder auch ein Video einblenden. Wie auf dem Foto oben zu sehen ist, können zudem auch Stimmungsbilder zu solchen Anlässen eingesetzt werden, um die Atmosphäre optisch zu untermalen.

Manchem Passagier im Seitenschiff bringen die Bildschirme allerdings kaum etwas, da sich durch zu spitzen Winkel kaum noch etwas erkennen läßt.

Tour Orange – Baustopp am höchsten Gebäude Madagaskars – Neigt sich der Turm, steht er schief?

Hochhausneubau in Ankorondrano

Seit geraumer Zeit sind am Rohbau des Tour Orange in Ankorondrano alle Arbeiten eingestellt worden.

Ich habe zwar bei meiner Recherche keinen Artikel dazu im Internet gefunden, doch eigentlich hätten die geplanten Büros in dem Gebäude schon 2012 an die Mieter übergeben werden sollen.

Mir wurde erzählt, der Turm neige sich und sei nun eher ein Fall für die Abrißbirne. Aber der schiefe Turm von Pisa steht ja auch nach vielen Jahrhunderten noch.

Auf Sand ist das Bauwerk zwar nicht gestellt worden, aber vor der Aufschüttung des Geländes gab es dort in der Regenzeit regelmäßig Überschwemmung. Es ist also wahrscheinlich ein ehemaliges Sumpfgebiet. Auch beim schiefen Turm von Pisa diente Morast als Untergrund.

Da ist guter Rat sicher teuer. Um das Gewicht, das auf den Untergrund drückt, zu reduzieren, könnte man auf die Idee kommen, den Großteil der Stockwerke wieder abzureißen und zu hoffen, daß die Statik dann wieder stimmt? Auch beim Schiefen Turm von Pisa mußte man schon Verzicht üben, denn geplant waren ursprünglich 100 Meter, die heutige Höhe beträgt aber nur 55 Meter.

Stockwerke des höchsten Gebäudes Madagaskars

Bio-Lebensmittel in Antananarivo? Wer kann beim Umweltschutz von wem lernen?

In einem Blog, der von einem in Hamburg lebenden Madagassen betrieben wird, habe ich den Artikel mit dem Titel “Hamburger Abendblatt: Umweltschutz von Madagaskar lernen” entdeckt, in dem der Autor schreibt, daß die Madagassen wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen und daß diese nach Bio-Art produziert werden.

Gerne würde ich die Aussage mit den Bio-Lebensmitteln bestätigen können, aber da spricht manches dagegen!

Nehmen wir einfach mal die Tomaten oder die Karotten, die hier in Tana auf dem Markt verkauft werden. Die schmecken selten wirklich gut, manchmal sogar fast eklig. Wenn man dagegen die aus dem eigenen Garten ißt, dann sind das Welten, die den geschmacklichen Unterschied ausmachen!

Betrachtet man die Größe der Karotten auf dem Markt und vergleicht diese mit denen, die bei uns im Garten gewachsen sind, dann kommt man auch wieder zum Nachdenken, ob die bei ihren Riesen-Karotten einfach nur besseres Saatgut hatten, bessere Erde vielleicht, oder doch mit einer ordentlichen Portion Kunstdünger nachgeholfen wurde.

Es ist stark zu vermuten, daß dieses Gemüse mit Chemie hochgepäppelt wurde. Die Leute machen sich ja auch keinen Kopf darum, ob das weniger gesund sein könnte oder weniger gut für die Umwelt ist.
Daß chemische Produkte verwendet werden, ist als sicher anzunehmen, da sonst die Läden, die die Gifte verkaufen, nicht über Jahre bestehen könnten.

Einmal habe ich einen alten Mann gesehen, der barfuß auf dem Feld kleine helle Kügelchen ausgestreut hat. Nach Saat sah das nicht aus, eher nach Kunstdünger.

Ein großes Problem ist die fehlende Bildung der Leute. So kann man sich leicht vorstellen, daß nach dem Motto gehandelt wird ‘Viel hilft viel’. Dazu erinnere ich an die großzügige Verwendung von DDT auf dem Fußboden in einem Wohnhaus. Da könnte man, nach Verkettung vieler unglücklicher Umstände, auch mal einen richtigen Giftcocktail auf dem Teller finden?

Wenn ich mir ansehe, welch stinkende Dreckbrühe in Tana durch die Felder fließt, dann vergeht mir irgendwie der Appetit, besonders auf Anandrano, ein Blattgemüse, das im Wasser wächst und auf deutsch als Brunnenkresse (Nasturtium officinale) bekannt ist. Vor vielen Jahren habe ich in Ankadikely sogar gesehen, wie farbiges Wasser aus der nebenan liegenden Textilfabrik direkt ins Reisfeld gelaufen ist! Vielleicht haben sie heute eine Kläranlage, aber was ist mit dem Motoröl, welches manche Leute einfach in der Landschaft entsorgen. Da habe ich einmal eine solche Öllache an einem Hang gesehen, der direkt am Wasserreservoir von Tana liegt, dem Lac de Mandroseza. Da wundert es auch nicht, daß das Wasser, das in Tana aus der Leitung kommt, richtig ekelhaft ist.

Warum ist der Fischfang im Lac Anosy oder im Lac Masay (Marais Masay) offiziell verboten?

Ausgediente Autobatterien werden an vielen Stellen in Tana demontiert, um die Bleiplatten als Rohstoff wieder zu verkaufen. Das Erdreich dort muß extrem verseucht sein, denn es werden absolut keine Maßnahmen zum Umweltschutz ergriffen. In der Regenzeit wird von diesem Material ein Teil weggeschwemmt, womit weitere Gebiete mit Blei verseucht werden. Davon lassen sich wahrscheinlich auch Rückstände in den im Stadtgebiet angebauten Lebensmitteln nachweisen. DDT und sonstige Gifte, die man jetzt gar nicht auf dem Radar hat, können noch hinzukommen. Sicherlich ist auch der Umgang mit dem schlimmsten natürlichen Gift, dem Quecksilber, ohne größere Schutzmaßnahmen. Die meisten Zahnärzte benutzen dieses hochgiftige Schwermetall und es gelangt wahrscheinlich in die Kanalisation oder in die private Sickergrube.

Diese Aufzählung von Argumenten muß noch nicht vollständig sein, sondern sie ist nur das, was mir jetzt gerade eingefallen ist.

Die Situation in Fort Dauphin muß nicht identisch sein, aber ähnlich wird sie wohl sein.

Auf den ländlichen Regionen ist die UmWelt wahrscheinlich noch nicht so giftverseucht, weil die Leute dort noch überwiegend Subsistenzwirtschaft betreiben.

Abschließend stellt sich die Frage, wer von wem beim Umweltschutz eher etwas lernen kann, wenn wir uns an den Titel des fraglichen Artikels erinnern.

Gewitter sind gefährlich – in Madagaskar werden jedes Jahr einige Menschen vom Blitz erschlagen

In den Tropen und Subtropen kommt es viel häufiger zu Gewittern, als im gemäßigten Klima von Deutschland beispielsweise. Madagaskar liegt in diesem Bereich, wobei das Hochland zu den Subtropen zählt. In Antananarivo, das im Hochland liegt, zieht sich der Himmel, meist gegen Abend, nicht selten von allen Seiten zu und dann geht’s auch bald rund. Es Blitzt und donnert und ausgiebige Regenfälle begleiten das Spektakel.

Es kann aber auch eine Gewitterfront aus einer Richtung heranziehen, wie auf dem Bild zu sehen ist. Im Februar saßen wir am Spätnachmittag draußen am Tisch und unterhielten uns, während mit der Zeit eine dunkle Gewitterwand heranzog. Das Gewitter war eigentlich noch gar keines, denn es war noch nicht ein Mal Donner zu hören oder ein Blitz zu sehen.

Wie aus heiterem Himmel blitzte es plötzlich und der Knall kam fast ohne Verzögerung. Das jagte uns einen gehörigen Schrecken ein und die gesellige Runde suchte eilends im Haus Schutz.

Am nächsten Tag stand in der Zeitung, daß 3 Freunde von der Arbeit kommend zu Fuß auf dem Heimweg waren. Der Erste wurde von genau diesem Blitz getroffen und war sofort tot, der Zweite wurde so schwer verletzt, daß er ins Krankenhaus eingeliefert wurde und der Dritte hatte keine Blessuren.

In der warmen Jahreszeit, also im Südsommer, der auch die Regenzeit ist, entstehen die vielen Gewitter. Da das Wetter in Madagaskar so viele Gewitter erzeugt, werden immer wieder Menschen vom Blitz erschlagen, oft bei der Arbeit im Reisfeld.

Weihnachtswetter im Hochland von Madagaskar: Regen

Das Wetter in Antananarivo scheint besonders regelmäßig an Weihnachten daran zu denken, die Bedürftigen zu bescheren.

Die Bedürftigen sind erst einmal die Pflanzen, die immer Wasser brauchen, um gedeihen zu können. Die Tiere sind von den Pflanzen abhängig und profitieren somit ebenso. Auch der Mensch profitiert letztlich von dem Segen, den der Regen bringt, wenngleich man immer wieder Unmutsäußerungen gegen das ach so schlechte Wetter hören kann.

Am Mittag schien noch die Sonne, um 15 Uhr kam der erste Regen, der auf dem Bild festgehalten ist. Schon am 24. 12. war das so.

Zur Traumfigur: TOP MASSAGE mit Frau Lala – 20 Jahre Erfahrung – Produktverkauf – Wirksamkeit garantiert

Werbeaushang für eine Masseuse in Antananarivo

Sensationell, was Frau Lala beim Massieren zu leisten imstande ist, der vorher/nachher-Vergleich beweist es eindeutig. Wenn Sie eine Frau sind und mit der Optik Ihres Körpers nicht mehr zufrieden sind, dann kann Frau Lala Ihnen helfen.

Für die Herren der Schöpfung wird Frau Lala dem Anschein nach mit ihrer Massage nicht tätig. Das, was Sie da jetzt vielleicht gerade denken, ist eine Vorstellung, die eindeutig Ihrer Phantasie entsprungen ist – obwohl nicht mal etwas von Thailand da stand.

Wenn Sie also eine Frau sind und hängende Brüste haben, einen Schmerbauch oder gar einen fetten Bauch mit deutlichen Speckrollen, dann ist das ein Fall für Frau Lala. All diese unschönen Körperpartien wird Frau Lala Ihnen unter Zuhilfenahme diverser Produkte, die sie Ihnen auch zum Kauf anbietet, wieder richten.

Auch, wenn Sie nicht mehr die Jüngste sind, können Sie sich auf die zwanzigjährige Erfahrung von Frau Lala verlassen. Mit ihren Händen wird sie zuverlässig den Hüftspeck Ihrer zu breit gewordenen Hüften und zu dicken Oberschenkel durchkneten und überflüssiges Fett zum Schmelzen bringen. Sie können davon ausgehen, daß Ihre Cellulite gestrafft wird und daß Sie damit eine vorbildlich glatte Haut und eine jugendliche Top-Figur inklusive fester Brüste und einem knackigen Po verpaßt bekommen. Daran sollte kein Zweifel bestehen, die Wirksamkeit wird garantiert.

Oder kommen Ihnen jetzt etwa doch leise Zweifel?

Vertrauen Sie einfach der Werbung von Frau Lala’s gemaltem Plakat. In Ländern wie Madagaskar sind Dinge möglich, die man sonst nicht für möglich hält. Rational kann man da nichts erfassen. Schon in der Bibel weist Jesus darauf hin, daß jeder mit seinen Händen Wunder vollbringen kann. Dank der Werbung von Toyota wissen Sie zudem: Nichts ist unmöglich!

Das Plakat findet sich übrigens in Ampefiloha, einem zentrumsnahen Stadtteil von Antananarivo, gleich um die Ecke vom Top-Hotel Carlton, dem ehemaligen Hilton Hotel.

Was hier noch angemerkt sei – das Kleingedruckte sozusagen: Ich habe lediglich das Schild von der Straße aus gesehen. Frau Lala kenne ich folglich nicht. Ich bekomme also auch keine Vermittlungsprovision für neue Kundinnen.
Übrigens besteht durchaus die Möglichkeit, daß Lala gar keine Frau ist, sondern ein Mann, da der Name nicht auf ein Geschlecht beschränkt ist. Anstatt einer Masseuse würde dann also ein Masseur, nämlich Herr Lala, die geschilderten Wunder an Ihnen vollbringen.

Der Madagaskarkuckuck (Cuculus rochii) sieht dem europäischen Kuckuck zum Verwechseln ähnlich

Da hatte ich letzten Februar einen Kuckuck im lichten Eukalyptuswald rufen gehört und den Vogel gleich danach sogar auch zu Gesicht bekommen.

Natürlich wollte ich dann auch wissen, welches gefiederte Wesen denn nun dreisilbig seinen Namen nennt und habe mit der vollen Rohrlänge von 200mm auf ihn gezielt und mehrere Fotos geschossen.

Daheim auf dem Bildschirm stellte sich nach Recherchen im Internet heraus, daß die Ähnlichkeit des fotografierten Kuckucks mit dem in Europa wohlbekannten Kuckuck (Cuculus canorus) frappierend ist.

Erst dachte ich, daß das doch unser europäischer Kuckuck sein müßte, zumal dieser ja sowieso im Winter bis nach Afrika fliegt. Na klar, das ist eine ornithologische Sensation und der Vogel hat eben einen Sprachfehler – man muß ja alle Möglichkeiten in Betracht ziehen. Die bei Wikipedia gezeigte Karte weist Madagaskar aber nicht als Wanderziel aus und der Ruf des Vogels unterscheidet sich mit seinem ‘Kukukuck’ doch erheblich.

Letztlich siegte die Vernunft und ein Experte wurrde kontaktiert. Der Ornithologe hat dann darauf hingewiesen, daß es sich um den Madagaskarkuckuck handelt, der ein
Zugvogel aus Westafrika ist, der ab Oktober oder November in Madagaskar ankommt, um sich während der gesamten Regenzeit fortzupflanzen.

Zum Madagaskarkuckuck gibt es eine ausführliche Abhandlung.

Kein Monteur der Jirama kam am Wochenende – 3 Tage ohne Strom wegen Baumfällung in der Nachbarschaft

Maststeiger mit Steigeisen und Gummihandschuhen

Es ist nichts Ungewöhnliches in Tana, daß die Jirama, der staatliche Stromversorger in Madagaskar, einfach in verschiedenen Stadtvierteln den Strom abschaltet. So war es dann auch am Freitag Mittag nicht verdächtig, als der Strom ausfiel. Maximal sollte das 2 Stunden dauern, aber in der Zwischenzeit fiel mir auf, daß aus der Nachbarschaft dumpfe Bässe einer Stereoanlage zu hören waren. Ein Blick aus dem Fenster zeigte dann, daß an einem Haus in einiger Entfernung die beiden Energiesparlampen, die als Nachtbeleuchtung dienen, brannten.

Warum hatten die Strom und wir nicht? Da war etwas faul, das war gleich klar. Als ich dann an der Straße langlief, wo unser Stromkabel zu den Grundstücken abzweigt, sah ich dann, daß mehrere Männer direkt neben der Straße einen Baum gefällt hatten und das Stromkabel hing unten am Dach des Hauses. Der Strommast hatte eine leichte Neigung.

Ich fragte die Leute, ob sie die Jirama schon angerufen hätten und bekam darauf eine positive Antwort. Als ich fragte, ob sie heute noch kämen, sagte der Mann, das wisse man noch nicht.

Vom Riß des Stromkabels waren etwa 10 Häuser betroffen.

Wir warteten also blauäugig ohne eigenes Zutun auf die Reparatur des Schadens.

Aber es kam, wie es kommen mußte: Kein Technikertrupp war am Wochenende da. Am Montag Mittag gab es immer noch keinen Strom. Meine Frau hat dann die Nachbarin getroffen und die erzählte ihr, es gebe erst in einer Woche wieder Strom, da der Mast kaputt sei und die Betroffenen müßten erst einen Antrag bei der Jirama unterschreiben.

Das kann ja mal überhaupt nicht sein. Also wollte ich zum nächsten Jirama-Büro fahren und bei der Schwiegermutter vorher die Akkus für die Taschenlampen zum Aufladen einstecken, die inzwischen leer waren. Gerade als ich das Hoftor aufmachte kam der Filius der Nachbarn zu mir und sagte, daß die Jirama schon da sei.
Da rief meine Frau schon aus dem Fenster:
ES GIBT WIEDER STROM!

Ich bin dann gleich zu dem Strommast gegangen, damit dieser Bericht auch ein Foto vorzuweisen hat. Außerdem habe ich noch mit dem verantwortlichen Elektriker geredet. Seit wann er von diesem Schadensfall wisse, wollte ich wissen und staunte, als er sagte, seit 20 Minuten. Das würde ja heißen, daß die sehr fix waren. Ich fragte also nach einer Telefonnummer und ob sie auch am Wochenende arbeiteten. Die Telefonnummer sei Tag und Nacht erreichbar, man arbeite auch am Wochenende.

Vielleicht hilft die Nummer ja einem Leser aus Antananarivo in einem ähnlichen Fall weiter: 034 8 330 771

Eine interessante Erfahrung, mal 3 Tage ohne Strom zu sein. Man merkt so richtig, wie abhängig man davon ist. Da bei uns normalerweise auch mit Strom gekocht wird, merkt man das noch mehr, als die ganzen Nachbarn, die mit Gas kochen oder mit Holzkohle auf einem Fatapera. Für Notfälle, wie diesen, haben wir auch einen solchen Kleinofen in der Garage stehen.

Nervig war der Lärm eines Nachbarn, der bis in die Nacht hinein einen Stromgenerator laufen ließ – wenn man keinen Strom hat, geht man nämlich viel früher ins Bett.

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