Ursprünglich stammt die Dickstielige Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes) aus dem tropischen Südamerika, von wo sie, als Zierpflanze gedacht, ihren Eroberungsfeldzug in die Tropen der ganzen Erde angetreten hat.
Auch in Madagaskar findet sich diese Pflanze, wie das Bild mit schönen Blüten zeigt.
All das hat natürlich nur einer ermöglicht: Der Mensch. Heute klagt man nun in vielen Ländern über eine Plage, denn die Pflanze kann sich so schnell vermehren, daß sich die bedeckte Wasserfläche in nur 2 Wochen verdoppelt.
Die Wasserhyazinthe kann im Schlamm und Schlick wurzeln oder frei treibend auf dem Wasser schwimmen. Die enorme Vermehrung der Pflanzen führt dann zu verschiedenen Problemen. Die Schifffahrt wird zum Beispiel behindert oder Reisfelder werden besiedelt und müssen gejätet werden.
Gelegentlich kommt es vor, daß die Pflanzen in der Trockenzeit in Madagaskar geschnitten werden, um als Viehfutter zu dienen, da Gras nur noch schwer zu finden ist.
Eine positive Eigenschaft der Pflanzen scheint ihr Wasserreinigungsvermögen zu sein. Arsen wurde von ihnen jedenfalls bei Experimenten aus dem Wasser entfernt. Weiterhin gab es Experimente, eine Aufbereitung cyanid- und kupferhaltiger Abwässer aus dem Goldbergbau mit einer alternativen Methode, nämlich dem Einsatz von Eichhornia crassipes, zu erreichen.
Dann gibt es noch eine direkte Auswirkung auf die menschliche Gesundheit. Die oberirdischen Teile der Pflanze kann man essen, und sie werden in manchen Weltgegenden als Beigabe zum Essen verwendet, da sie blähungshemmend sind. Wegen dieser hemmenden Wirkungen für Blähungen und wegen anderer Einflußnahmen im menschlichen Körper werden Eichhornia Präparate in der Homöopathie verwendet. Auf der Seite Homöopathiker steht dazu zu lesen: “Eichhornia hat im Tierversuch bewiesen, daß es eine direkte Wirkung auf den exkretorischen Teil des Pankreas besitzt. Durch die Einnahme der D2 konnten wiederholt chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse sehr günstig beeinflusst werden.” Gemeint ist “Eichhornia D2″.