Säureschutzmantel der Haut – offenbar ein Irrtum

Was ist denn der Säureschutzmantel der Haut eigentlich?
Das weiß wohl keiner so wirklich, denn wenn es ihn gar nicht gibt, wovon auszugehen ist, dann ist es auch kaum möglich, daß da eine Säureschicht vor irgend etwas schützt.
Fakt dürfte sein, daß die meisten Menschen eine saure Hautoberfläche haben. Die Erfinder des Säureschutzmantels haben aus dieser Tatsache dann einfach abgeleitet, daß das der gesunde Normalzustand ist und darauf eine Theorie gebaut.
Im Internet kann man nun vielfach von besorgten Verbrauchern lesen, die sich um eine Zerstörung des Säureschutzmantels durch alkalische Seife sorgen. Alkalische Seife neutralisiert die Säure und der pH-Wert der Haut steigt, ist mithin nicht mehr sauer.
Aber was hat die Säure eigentlich auf der Haut zu suchen? Wo kommt sie her? Sie kommt aus dem Körper. Warum kommt sie da heraus? Weil der Körper übersäuert ist und die Säure raus muß! Zuviel Säure im Körper verätzt lebenswichtige Körperbestandteile. Deshalb muß sie raus. Und das geschieht eben über das größte Ausscheidungsorgan, über welches der Mensch verfügt.
Schon der Fötus einer gesunden Mutter schwimmt in der Fruchtblase im Fruchtwasser, welches früher pH 8,5 gehabt haben soll, heute soll es nur noch bei pH 7 liegen. Wenn der Fötus in einer alkalischen Lösung schwimmt, dann kann eine alkalische Seife nicht schlecht sein, im Gegenteil. Das ist doch die wahre Schutzschicht!
Fatalerweise sind fast alle Shampoos, Duschgels und so weiter, stark sauer, verhindern somit, daß die krankmachende Säure aus dem Körper heraus kann. Also greift man am Besten zur guten alten Kernseife.
Zur weiteren Information gibt es einen Beitrag der Dipl. Drogistin Sandra Horlacher.
Im Internet gibt es den Hinweis, daß nur im deutschen Sprachraum von einem Säureschutzmantel gesprochen wird. Vielleicht war das als cleverer Schachzug einiger Werbestrategen geplant, um bestimmte Produkte zu vermarkten?
Merke: Auch tausendfach wiederholt wird eine Lüge nicht wahr.
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Samstag, 10. Januar 2009 um 09:11
kernseife ist gut wenn du mal ne nagelbettentzündung hast

einfach ne kernseifenlauge herstellen, finger rein und nach ein paar behandlungen is die entzündung weg
also nichts gegen die gute alte kernseife
Mittwoch, 2. Februar 2011 um 01:33
Aber es weiß (und merkt) doch wohl jeder, dass konventionelle, aklalische, Seife die Haut austrocknet?! Wie kann denn das gut sein? Warum baden wir dann nicht gleich in Seifenwasser?
Was ist an Natron denn besser? Wenn es doch angeblich hauptsächlich dieser Osmose-Effekt durch das Alkalische/Basische ist, der so tolle Wirkung haben soll?
Ich verstehe das nicht so recht.
Mittwoch, 2. Februar 2011 um 18:10
Ich persönlich merke nichts von einem Austrocknen der Haut – so allgemeingültig kann die gemachte Aussage also nicht sein.
Es gibt allerdings verschiedene Seifen, und es gibt Seifen, die rückfettend sein sollen. Die rückfettende Wirkung ist jedoch laut Wikipedia zweifelhaft und es “ist eher ein subjektives Gefühl”.
Die Ansicht ist mir tatsächlich schon zu Ohren gekommen, daß man auch in Seifenwasser baden kann, anstatt Natron zu nehmen. Das kann jeder selbst ausprobieren. Meiner Meinung nach müßte das genauso funktionieren.
Da könnte man sich dann pH-Teststreifen aus der Apotheke besorgen, um zu sehen, wieviel Seife man benötigt, um auf einen pH-Wert von etwa 9 zu kommen.
Montag, 28. Februar 2011 um 18:09
[...] Schlacken bei. Zu dem Thema ist es gleich noch empfehlenswert, den Artikel zum sogenannten Säureschutzmantel der Haut zu lesen, da hier ja plötzlich Dinge ganz anders erscheinen, als die Werbung es uns verkaufen [...]