Madagaskar-Blog

Themen rund um Madagaskar und alles was interessant ist…

Archiv: November 2009

Suche bei ebay: Neroli – Gefunden: Gesperrter ebay-Zugang und interessante Fakten zu Citruspflanzen

Teilweise noch grüne aber reife Orange

Bei der Durchsicht der Angebote nach Ätherischen Ölen bei ebay.de entdeckte ich ein Produkt, das sehr viel teurer war, als die anderen Produkte in der Auflistung. Wegen des hohen Preises, der einem Literpreis von 14.300 Euro entspricht, habe ich natürlich nachsehen wollen, welche Pflanze ein Produkt hervorbringt, das zu einem so hohen Preis gehandelt wird. Es handelte sich dabei um “Neroli 100% reines ätherisches Öl 1ml”, das mir unter dem Namen noch nicht untergekommen ist. Unter Orangenblüten-Duftöl hätte ich mir etwas vorstellen können.

Aber beim Aufruf der Produktseite zeigte ebay mir lediglich diesen Text an:

“aufgrund der Entscheidung eines französischen Handelsgerichts, durch das der Handel mit bestimmten originalen Parfums und Kosmetikprodukten auf eBay als nicht zulässig erklärt wurde, sahen wir uns leider gezwungen, den Zugang zu diesem Angebot zu sperren. Der Grund dafür liegt in den französischen Gesetzen und Bestimmungen zum Warenvertrieb. eBay hat gegen diesen Gerichtsentscheid Widerspruch eingelegt; ist aber nichtsdestotrotz gezwungen sich an das Gerichtsurteil zu halten. Wir sperren daher Ihren Zugang zu diesem Artikel, um zu gewährleisten, dass wir nicht gegen das ergangene Gerichtsurteil verstoßen. Leider kann es vorkommen, dass in manchen Fällen der Zugang zu Artikeln gesperrt wird, die eigentlich nicht von diesem Urteil betroffen sind. Dies geschieht leider aufgrund technisch bedingter Einschränkungen unseres Systems.”

Daraufhin rief ich die Seite über einen anonymisierenden Proxy-Server auf und der Inhalt wurde mir angezeigt. Mein erster Gedanke war also, daß der Zugriff vielleicht wegen meiner madagassischen IP gesperrt wurde. Aber nein, im Opera konnte ich die Seite aufrufen.

Dann recherchierte ich nach dem Text bei Google und fand die Seite der ebay-Community, auf der andere Leute auch solche Probleme mit ebay diskutierten. Dort wurde festgestellt, daß es an der Spracheinstellung vom Brauser liegt. Allerdings ist mein Firefox, den ich nutze, eine englischsprachige Version. Bei den Sprachpräferenzen hatte ich deutsch, englisch und französisch in dieser Reihenfolge eingestellt. Ich entfernte die Einstellung von französisch an der dritten Stelle und konnte danach auf die Seite zugreifen!

Ich bin Deutscher, kein Franzose, lebe nicht in Frankreich. Ich benutze einen Browser in englischer Sprachversion mit einer Präferenz der deutschen Sprache. Nur, weil ich nachrangig auch französische Seiten optimal dargestellt betrachten möchte, sperrt ebay Deutschland mich aus! Und das unabhängig davon, ob ich eingeloggt bin oder nicht.

Das ist doch sehr seltsam. – Aber so ist das Leben.

Doch jetzt noch mal zu dem eigentlich Gesuchten, dem Aromaöl von Citrus aurantium. Die Gewinnung geschieht mittels Wasserdampfdestillation nur aus den Blüten. Die nötige Pflanzenmenge für 1 kg Essenz sind 1000 kg frische Blüten, wie bei dem Produkt angegeben wurde. Da muß man also ganz schön unter den Bäumen kriechen und sammeln, bis man die Blütenblätter alle zusammen hat.

Anzumerken ist, daß Citrus aurantium Zitruspflanzen bezeichnet, die aus einer Kreuzung zwischen Mandarine (C. reticulata) und Pampelmuse (C. maxima) hervorgegangen sind. Dazu gehören Bitterorangen, Clementinen, Grapefruits, Orangen, Pomelos, Satsumas.

Das Bild oben zeigt eine Orange, besser sollte man vielleicht die Bezeichnung Apfelsine verwenden, denn diese Sorte hat eben keine orange Farbe, sondern sie ist gelb, wenn sie reif ist. Selbst wenn sie noch etwas grün ist ist sie schon reif.

Warum wird DDT in Madagaskar eingesetzt? Zur Bekämpfung der Pest oder zur Eindämmung der Malaria oder?

DDT, handgefertigte Bürsten und anderer Krimskrams im Angebot

Das erste Mal, daß ich vom Einsatz von DDT in Madagaskar hörte, war 1990, als wir eine deutsche Entwicklungshelferin auf dem Flugplatz von Nosy Be kennenlernten. Die Frau erzählte uns, daß beim letzten Ausbruch der Pest in Antananarivo überall auf den Straßen DDT ausgebracht worden sei.

Zu Beginn der 90er Jahre gab es einen Bericht über das Straßenkinderprojekt Zaza Faly in den dritten Programmen des deutschen Fernsehens. Einer der Projektgründer wurde interviewt und sagte, er reibe den Kindern DDT gegen Ungeziefer in die Haare, da es billig sei.

Dort hatte ich schon 2002 das Thema DDT ansatzweise dokumentiert. Ein Bild der Plastiktütchen mit dem DDT-Pulver, per Hand abgefüllt, die seinerzeit auf der Straße in Isotry verkauft wurden, ist gleich mit dabei. Das war meine erste reale Begegnung mit DDT. Das komplette Foto ist jetzt hier oben zu sehen.

Später dann habe ich mit Freunden, die ein Haus zum Mieten suchten, bei der Besichtigung eines Hauses auf dem Holz-Fußboden ein weißes Pulver feststellen müssen. Die Vermieterin sagte auf meine Nachfrage, das sei DDT gegen Flöhe. Wir haben das Haus auf der Stelle verlassen und ich habe der Vermieterin gesagt, daß dieses Gift in Europa schon lange verboten ist.

Jedes Taxi, Taxi-Be und Taxi-Brousse in Tana muß regelmäßig zu einer Sonderuntersuchung in einem Zentrum in Analamahitsy vorgeführt werden. Dort wird unter anderem eine Behandlung mit DDT vorgenommen. Ich meine, das stand seinerzeit in der Zeitung, als dieses Zentrum zur Überwachung der Fahrzeuge im öffentlichen Personentransport dort eingerichtet wurde. Vermutlich wird die Prozedur auch heute noch angewendet.

Fahrzeuge, die in Madagaskar eingeführt werden, müssen im Hafen der obligatorischen DDT-Behandlung unterzogen werden. Ich habe zwar keinen weißen Staub feststellen können, aber die Rechnung habe ich gesehen. Da ist es vielleicht besser, die Leute zahlen, auch wenn kein DDT verwendet wurde?

Die Bretterbuden auf den Kunsthandwerkermärkten werden auch jedes Jahr mindestens ein Mal mit DDT behandelt. Zumindest in Andravoahangy ist das der Fall, denn dort arbeitet jemand aus der Familie.

Die Frage des Warum sollte schon aus der ersten Schilderung hervorgehen: Dichlordiphenyltrichlorethan soll insbesondere Ratten und die Rattenflöhe, die als Überträger der Pest beschuldigt werden, töten. Da DDT billig ist wird es sicherlich auch zu anderen Zwecken eingesetzt, siehe Zaza Faly. Und Madagassen haben Improvisationstalent.

Vielleicht hat der unbedarfte DDT-Einsatz auch etwas damit zu tun, daß es nicht selten vorkommt, daß relativ junge Menschen, die vielleicht zwischen 30 und 40 Jahren alt sind, von heute auf morgen sterben? Letzte Woche hat man die Person noch gesehen, heute ist sie tot!

 

Und jetzt noch mal schnell gegugelt – und siehe da: Wikipedia klärt zum DDT sehr ausführlich auf.

DDT soll das wirksamste Mittel gegen Malaria sein, wie die “Welt Online” in ihrem Artikel “Forscher warnen vor einem Verbot von DDT” schreibt!

Bei “Politically Incorrect” gibt es dazu einen extremen Artikel: “Zigmillionen Malariatote wegen DDT-Bann”
Die Leserkommentare lassen diesen Artikel vielleicht in einem anderen Licht erscheinen.

Dem Autor des vorgenannten Beitrags diente ein Artikel der “Welt Oline” als Ideengeber:
“Pestizid – Verteufeltes DDT könnte Malaria-Tote verhindern”.

In krassem Kontrast dazu erscheint Franz Konz, der in seinem Buch “Der große Gesundheits-Konz” zu Malaria geschrieben hat:

“Malaria kuriert man in kürzester Zeit mit Erdfasten aus.
Was sagst Du nun?!
Da staunst Du, nicht wahr…”

Grundsätzlich sollte man in Betracht ziehen, daß der Mensch in seinem Körper nicht darauf eingestellt ist, chemische Verbindungen, wie sie in der Natur nicht vorkommen, abzubauen. Man muß damit rechnen, daß er sie im Körper einlagert, da er sie nicht oder nicht vollständig ausscheiden kann, so wie es auch beim DDT ist. Daher sind Gifte aus der Chemiefabrik eher zu vermeiden!

Todesfall durch Tamiflu in Madagaskar? Erster Toter durch Schweinegrippe – Panikmache in den Medien

Klinikbett steht auf verstaubtem Boden

Die Grippe A/H1N1 erweise sich als bedrohlich, und eine mobile Gesundheits-Einsatzgruppe sei damit betraut, unverzüglich einzugreifen, wenn sich bei einer Person die klinischen Zeichen der Grippe A zeigten, schrieb am 16. 10. 2009 die Tageszeitung L’Express, und berichtet im gleichen Artikel von 68 neuen Fällen der Schweinegrippe in einer Woche. 33 der neuen Fälle habe man in der Eliteschule Lycée Français rgistriert.

Auch die Chinesen beteiligen sich an der Panikmache, denn am 17. 10. brachte man in der Onlineausgabe der Xinhua einen englischsprachigen Artikel und schrieb von der “tödlichen” A/H1N1-Grippe in Madagaskar, der Vorrat an Tamiflu reiche nicht mehr aus. Man habe eine Hotline eingerichtet, um A/H1N1-Fälle melden zu können.

Da fragt man sich unweigerlich, wie das funktionieren soll. Soll man die Hotline anrufen, wenn der Nachbar hustet? Und dann kommt ein Sondereinsatzkommando und verhaftet das Opfer einer saisonalen Grippeerkrankung? Und dann?

Am 19. 10. berichtet die Zeitung L’Express von der Desinfizierung der “befallenen” Schule. Allerdings wird nicht geschrieben, wie das vonstatten gehen sollte. Wird das vielleicht mit DDT gemacht? So, wie importierte Fahrzeuge im Hafen ihrer Ankunft kostenpflichtig mit DDT behandelt werden oder wie jedes Taxi, Taxi-Brousse und Taxi-Be regelmäßig damit behandelt werden muß?

“Panik in Isotry, gestern”, schrieb die Express dann am 23. Oktober. Es gebe 9 Fälle der Schweinegrippe in einer katholischen Privatschule in Isotry, in der auf Madagassisch unterrichtet werde. Insgesamt gebe es in Madagaskar damit 207 berichtete Fälle.

So wird also Panik gemacht. Man schreibt “Panik” und erzeugt echte Panik. Auch im Fernsehen gibt es einen Werbespot, der für die Panik wirbt.

Medikament in Hand gehalten

Dieses Programm zieht man konsequent durch, auch am 4. November, als man in der Express titelt: “Grippe A – Psychose im HJRA”. Diesmal wird von einer siebzigjährigen Frau berichtet, die im Hospital Joseph Ravoahangy Andrianavalona (HJRA) reanimiert werden mußte und am Folgetag gestorben war. Die Frau habe Symptome der Schweinegrippe gezeigt, wie chronischen Husten und Atemprobleme. Nach dem Ableben der Kundin habe man ihre Handtasche durchsucht und eine Schachtel Tamiflu und Tabletten, die man zur Behandlung der Grippe AH1N1 verwende, gefunden.

Geht dieser Todesfall jetzt auf das Konto von Tamiflu? Ist die Frau vielleicht der Panikmache erlegen und war zur Einnahme der schlimmen Gifte geschritten, obwohl sie schon schwer krank war? Schon ein gesunder Körper hat ja Probleme, mit Giften fertig zu werden.

Übrigens ist noch zu erwähnen, daß die gezeigten Symptome sehr gut auch auf AIDS passen würden. Da könnte man dann sarkastisch fragen, ob die Frau vielleicht AIDS gehabt hat? Es könnte durchaus vielleicht ganz lehrreich sein, wenn man sich einmal mit dem Thema AIDS und HIV auseindersetzt. Da sei hier nur kurz AZT (Retrovir) erwähnt, das kein Gesunder langfristig überleben kann!

Das Unvermeidliche: Der erste Todesfall in Madagaskar, den man der Scheinegrippe (es geht dabei um sehr viel Geld beim Verkauf von Tamiflu, Pandemrix und so weiter) anlastet, wie die Express am 20. 11. 2009 berichtete. Was nicht überrascht: Der Verstorbene war ein chronisch Kranker.

Jetzt, 10 Tage nach dem Überschreiten der Epidemie-Stufe, hätten die zuständigen Stellen im Gesundheitsministerium ihre Strategie beim Kampf mit der Scheinegrippe wieder geändert, die Austeilung von Desinfektionsmitteln an Schulen, Firmen und so weiter sei wieder eingestellt worden. Das Institut Pasteur folge dieser Tendenz, da es unmöglich sei, jeden Fall der Grippe in der Hauptstadt zu diagnostizieren. Nur schwere Fälle würden noch analysiert, wie im Krankenhaus Behandelte oder Risikogruppen, wie schwangere Frauen. Es obliege dem behandelnden Arzt, zu entscheiden, ob eine biologische Anlayse sich als unausweichlich erweise. Diese Maßnahme werde angewendet, um einen Reagens-Mangel zu vermeiden, da die gelagerten Reserven derzeit begännen, rar zu werden.

Aufgrund der Wichtigkeit der Informationen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe-Impfung hier noch ein Link zu den grundsätzlich RIESIGEN GEFAHREN des Impfens! Die Lektüre kann viel Leid ersparen.

Foto oben: stock.xchng / hand holding pills © kadri poldma
Foto unten: stock.xchng / Beelitz Heilstätten © Jascha Hoste

Die Partei der Grünen in Madagaskar heißt Hasin’i Madagasikara – Eine noch junge, unbekannte Partei

Faserige Blattoberfläche gegen Verdunstung

Auch in Madagaskar scheint es jetzt eine so starke Überzeugung zu geben, daß die Natur, die Umwelt einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen, um in Harmonie darin und damit zu leben. Das hat vor wenigen Monaten zur Gründung der ersten Partei geführt, die ihr Augenmerk diesen Themen widmet. Parteivorsitzende ist eine Frau, Saraha Georget Rabeharisoa.

Die Partei Hasin’i Madagasikara ist bereits mit einer Webpräsenz im Internet vertreten, auch in französischer Sprache.

Die Prinzipien und Werte der Partei stellt man etwa so dar:

Das Hauptziel der Partei Hasin’i Madagasikara ist die Entwicklung der Madagassen in ihrem Geburtsland.

Um dies zu erreichen, wird angstrebt:

  • Den Madagassen an die Seite jeder politischen Debatte zu stellen, ihn zum Teilnehmer, Förderer und Endbegünstigten einer jeden Entwicklungsanstrengung in seinem Land zu machen;
  • Förderung einer Wirtschaft, die sich um das Wohl des Madagassen sorgt und umweltbewußt ist;
  • Priorisierung der madagassischen Kultur und madagassischer Werte;
  • Eine nachhaltige Entwicklung zu befürworten;
  • Die Verteidigung der Minderheiten und der Vielfalt;
  • Die Gleichheit vor dem Gesetz zu verteidigen;
  • Priorisierung der staatsbürgerlichen Erziehung;
  • Förderung der partizipativen Demokratie;
  • Für Pazifismus und Gewaltfreiheit zu kämpfen;
  • Die kategorische Ablehnung der Nutzung von Atomenergie für militärische Zwecke und jeder Ausbringung von nuklearen und giftigen Abfällen auf dem Boden und in den Hoheitsgewässern von Madagaskar.
  • Eine voluntaristische und ökologische Politik zum Dienst des Madagassen, die unter Berücksichtigung der Erde, des Wassers und der Umwelt Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung sein soll.

 

Beim ersten Lesen mag das zwar durchaus brauchbar erscheinen, aber wenn man weiter überlegt, dann kann man schnell zu dem Schluß kommen, daß die gemachten Aussagen viel zu allgemein sind. Hochwichtige Themen werden gar nicht angeführt, zum Beispiel das Geldsystem. Wohl deswegen, weil in dem Bereich noch überhaupt kein Problembewußtsein besteht. Die Weltwirtschaftskrise wird wohl weniger als eine Finanzkrise betrachtet?

Ein Problem, das von vornherein angesprochen gehört, ist die auf allen Ebenen allgegenwärtige Korruption, die eine echte Entwicklung untergräbt. Das hängt dann gleich wieder mit dem Geldsystem zusammen. Bei auskömmlicher Bezahlung der Beamten und sonstiger Staatsdiener wird der Korruption von vornherein der größte Antriebsgrund entzogen, nämlich die chronische Unterbezahlung.

Gesundheit und Ernährung sind Themen, die für eine “grüne” Partei ganz oben auf die Prioritätenliste gehören.

Das zum Download angebotene pdf-Dokument mit der Charta der weltweiten Grünen in französischer Sprache geht da schon weiter. Die Charta gibt es woanders auch auf deutsch. Das hört sich alles gut an, aber man denke einfach nur an die deutschen Grünen, die als Regierungspartei maßgeblich einen Angriffskrieg haben führen lassen. Einen Angriffskrieg, dessen Planung im Grundgesetz schon mit 10 Jahren Gefängnisstrafe ausgestattet ist. Wer wurde zur Verantwortung gezogen? Wen interessiert schon das Grundgesetz – das ist doch auch nur Papier.

Fraglich bleibt sowieso, ob man den Menschen in einem so armen Land verständlich machen kann, daß die Umwelt der Ast ist, auf dem man sitzt, den man also keinesfalls absägen sollte. Umweltschutz und leeren Magen, wie bekommt man das unter einen Hut?

Fazit: Derzeit ist diese Partei nicht wirklich ein Lichtblick, man kann nur darauf hoffen, daß die Macher redliche Absichten haben, entwicklungsfähig sind und nicht käuflich.

Die orange Sonne spiegelt sich im Bach und färbt die Reisfelder

Die Micheline fährt zur Litschi-Ernte nach Tamatave – Leckerbissen auf Gummireifen für Eisenbahnfreunde

Renoviertes Schienenfahrzeug

Ganz neue Bilder gibt es hier von dem überarbeiteten und frisch lackierten Eisenbahntriebwagen im Bahnhof von Soarano in Antananarivo. Passend dazu erschien gestern in der Tageszeitung L’Express ein Artikel zu diesem historischen Schienengefährt.

Eine Micheline ist eine Legende, ein Oldtimer auf Schienen und vielen wahren Eisenbahnern läßt sie das Herz höher schlagen. Eine Stufe höher ist dann noch, wenn man sich eine Fahrt von Tana nach Tamatave gönnt.

Nähere Informationen zu den mit Gummireifen bestückten Eisenbahntriebwagen, die eine Erfindung von André Michelin sind und auch aus Frankreich stammen, gibt es beim französischen Wikipedia.

Bahnhof am Ende der Rue de l'Indépendence

Hinweisschild im Bahnhof

Micheline von vorne

Im Artikel der Zeitung L’Express steht, daß es zum Festival “Avy letchi e!” (Die Litschi kommt) in Tamatave eine Sonderfahrt mit nostalgischen Zügen geben werde. Nicht nur die aus der Kolonialzeit stammende Micheline, sondern auch ein normaler Zug namens Trans-Lemuren-Express soll dabei eingesetzt werden. Die Züge sollen den Bahnhof in Soarano Antananarivo am 3. Dezember um 6 Uhr verlassen und die Fahrzeit werde 8 Stunden betragen. An der Strecke werde es auf 10 Bahnhöfen Pausen von 5 bis 15 Minuten geben.

Die Fotos der Micheline sind in der Lackierhalle am Bahnhof in Soarano entstanden. Der Lack verströmte noch einen frischen Geruch. Auf dem Bild des Passagierraums der Micheline sieht man, daß die Stühle noch in Plastikfolie gehüllt sind und nur darauf warten, in Besitz genommen zu werden.

Eingang zum Passagierraum

Korbstühle in Plastikhüllen

Peu à peu sollen jetzt wieder Zugfahrten mit dem gummibereiften Unikum angeboten werden. Die Strecken zwischen Antananarivo und Tamatave oder auch Antsirabe sollen laut Informationen der Betreibergesellschaft Madarail wieder für zahlende Touristen in Betrieb genommen werden.

Somit wäre die Zugfahrt zwischen Fianarantsoa und Manakara nicht mehr die einzige Wahl, die Eisenbahnfans aus aller Welt für eine Nostalgiefahrt offen steht. Allerdings ist das wohl die abenteuerlichste Strecke, denn dort fährt der Zug auch ohne Touristen, da er zur Anbindung mancher Orte an die Außenwelt benötigt wird.

Angesichts der politischen Querelen bleibt abzuwarten, wie schnell zahlungskräftige Reisende sich wieder für eine Reise nach Madagaskar entscheiden werden. Davon hängt dann natürlich auch ab, wie oft die geplanten Fahrten durchgeführt werden können.

Froh könnte man sein, wenn dann zu vermelden wäre: Alles ausgebucht.

Micheline von hinten

Die Micheline auf die Wand gemalt

Oldtimer in zeitloser Eleganz: Der Peugeot 404 Coupé – Gefunden auf den Straßen von Antananarivo

Silberner Peugeot 404 Coupé mit Schiebedach

Irgendwie wird man beim Anblick der Karosserie des Peugeot 404 Coupé nicht gerade an diejenige des Grundmodells Peugeot 404 erinnert. Es scheinen Welten zu sein, die das Design der beiden Modelle trennen. Ähnlichkeiten sind zwar vorhanden, aber die Proportionen betimmen den Gesamteindruck.

Das Coupé wurde von 1962 bis 1968 in bescheidenen Stückzahlen ausgeliefert. Nur 6.834 dieser gefälligen Automodelle, die aus der Feder von Pininfarina stammen, sollen hergestellt worden sein. Daher ist es heute auch entsprechend rar. Von der Modellvarinte Cabrio sollen hingegen über 10.000 Stück produziert worden sein.

Mindestens eines der Coupè-Exemplare sieht man in Tana hin und wieder auf den Straßen fahren oder – besser zum Fotografieren – am Straßenrand geparkt. Eine Sonderausstattung des auf dem Foto gezeigten Coupés ist das Schiebedach. Die gelben Scheinwerfer deuten auf eine mögliche Herkunft des Wagens hin: Frankreich.

Notebook mit Kaffee und Milch überschüttet – Was machen? Alles demontieren und den Waschgang einschalten!

Messestände auf der ebit in Antananarivo

Wer Kaffee trinkt und die Tasse in der Nähe vom Laptop abstellt, der geht ein hohes Risiko ein, daß sich eines Tages der Tasseninhalt über die Tastatur ergießt.

Einer Bloggerin ist genau das passiert. Milch war, wie im Titel schon zu lesen, auch dabei. Die Fettbestandteile haben sicher eine pflegende Auswirkung?

Jedenfalls wollte die Frau ihren Mann nicht ran lassen – selbst ist die Frau!

Nach mehrmaligem Auseinanderschrauben und einer Wäsche mit Wasser, die im Bild dokumentiert ist, blieben dann als Gewinn sogar 2 Schrauben übrig.
Und: Die Kiste läuft.

Das will ich sehen.

Foto: stock.xchng / Work © Manu Mohan

Messebesuch auf der ebit: Wenige Besucher verlieren sich in der Halle im Palais du Sport in Mahamasina

Messestände auf der ebit in Antananarivo

Der Salon für Kommunikationstechnik und Informationstechnik, der vom 9. bis zum 15. November 2009 stattfand, zog am Dienstag nicht gerade viele Besucher an. Auch die Zahl der Aussteller hielt sich in Grenzen, auf der Seite von madagate.com schreibt man von 40 Firmen.

Dahingegen stand in der Zeitung La Vérité in einem Artikel vom 22. Oktober, die Messe verfüge über 82 Stände. Das sollte wohl heißen, man hätte 82 Standplätze verkaufen können. Mehr als 40 Stände waren aber nach subjektiver Einschätzung keinesfalls auf der Ausstellung. 35.000 Besucher würden erwartet, schrieb La Vérité.

Erstaunen gab es, als am Eingang kein Eintritt verlangt wurde, man verlangte lediglich, den Namen und den Firmennamen auf einen Zettel zu schreiben. Für Madagaskar ist das schon sehr ungewöhnlich, auch, wenn es sich um einen Tag für Fachbesucher handelte.

Mit Befremden mußte ich feststellen, daß Moov nicht mit einem eigenen Stand vertreten war, sondern nur eine kleine Ecke auf dem Stand von Telma belegte. Im Mai noch hatte man auf der FIM einen riesigen Stand. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Der Marktführer in Sachen Internet, der auf Plakatwänden regelmäßig fleißig Werbung macht, hat noch keine eigene Anbindung an ein Seekabel zu vermelden. Telma, als Muttergesellschaft von Moov, wartet noch auf den Anschluß des EASSY-Kabels in Tulear.

Blueline, die Firma, die eine Kooperation mit Orange vereinbart hat, bietet lediglich die schon bekannten Internettarife an. Man will Kunden locken, indem man anbietet, für den Rest des Jahres 2009 nichts zahlen zu müssen. Anschließend ist man aber ein ganzes Jahr gebunden und kann nicht kündigen. Das ist indiskutabel, wenn jederzeit mit dem Erscheinen von neuen und vor allem billigen Tarifen am Markt gerechnet werden muß.

Orange selbst hat wegen der Verbindung mit dem LION genannten Kabel neue Angebote, aber der Kundenberater, der für mich Zeit hatte, war nicht der richtige Ansprechpartner, um die neuen Offerten zu verkünden. Die zuständige Beraterin legte gerade anderen potentiellen Kunden ihre Tarife vor. Bei einem Blick auf den Tisch konnte ich sehen, daß dort ein Preis von 99.540 Ariary stand mit einem Volumen von 750 MB. Sollte das tatsächlich das neue Angebot sein, dann wäre das nicht gerade der Hit. Wenn man schon am Kabel hängt, dann muß man auch eine Internet-Flatrate anbieten. Eine Volumenbeschränkung will niemand.

Man wird demnächst sehen, was sich auf dem Markt des Internetzugangs tun wird.

Eine Computer-Handelsfirma, die Verkaufslokale sowohl im Citic-Center, wie auch im Supreme-Center unterhält, bot auf der Messe ein Netbook zu 670.000 Ariary an. Das No-Name Mini-Notebook hat bei einem Gewicht von 1,3 kg einen Intel 1,6 GHz Intel Atom N270 Prozessor, eine 160 GB SATA Festplatte, 1 GB DDR2 RAM und einen Multi-Kartenleser. Bisher waren portable Computer in Madagaskar immer sehr viel teurer, als in Deutschland. Jetzt scheinen sich die Preise anzunähern. Allerdings hat man bei dem genannten Angebot nur einen Monat Garantie, wie ein Verkäufer versicherte. Dafür kann man aber zwischen verschiedenen Farben wählen, wie das Bild unten zeigt.

Abschließend kann vermeldet werden, daß 52 Teilnehmer und Aussteller 24.143 Messebesucher empfangen haben sollen.

Mini-Notebook in der Ausstellung

Einladung der Deutschen Botschaft ins CGM zur Feier des 20. Jahrestages des Mauerfalls in Berlin

Zertrümmerung der symbolischen Berliner Mauer im CGM

Die Deutschen hatten die Maueröffnung zu feiern und auch zahlreiche Madagassen haben sich im Cercle Germano Malagasy eingefunden, um das epochale Ereignis gebührend zu zelebrieren.

Eingeladen hatte der deutsche Botschafter Dr. Wolfgang Moser. Die Siegermächte waren vertreten durch den amerikanischen Botschafter Niels Marquardt, durch den französischen Botschafter Jean-Marc Châtaigner und durch den russischen Botschafter Vladimir Goncharenko.

Symbolisch wurde die Berliner Mauer aus roten Backsteinen nachgebildet und mit Graffiti versehen, um sie dann am Abend des 9. November 2009 einzureißen. Dabei gab es in den engen Räumen des CGM eine große Staubwolke, wie durch den Nebelschleier auf dem Bild oben ersichtlich ist, hinter dem man schemenhaft Gérard, der in Dresden in der DDR studierte, mit einem Hammer als Mauerspecht in Aktion erkennen kann.

Essen und Trinken waren in ausreichenden Mengen vorhanden, inklusive Kartoffelsalat und dem bekannten Three Horses Beer, und so wurde die Fete von vielen (vielleicht alllen?) Besuchern als voller Erfolg verbucht. Man sollte jetzt aber nicht so vermessen sein und das auf das THB zurückführen.

3 Botschfter bei der Zerstörung der symbolischen Berliner Mauer

Zertrümmerung der symbolischen Berliner Mauer im CGM

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