Die Micheline fährt zur Litschi-Ernte nach Tamatave – Leckerbissen auf Gummireifen für Eisenbahnfreunde

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Ganz neue Bilder gibt es hier von dem überarbeiteten und frisch lackierten Eisenbahntriebwagen im Bahnhof von Soarano in Antananarivo. Passend dazu erschien gestern in der Tageszeitung L’Express ein Artikel zu diesem historischen Schienengefährt. Eine Micheline ist eine Legende, ein Oldtimer auf Schienen und vielen wahren Eisenbahnern läßt sie das Herz höher schlagen. Eine Stufe höher ist dann noch, wenn man sich eine Fahrt von Tana nach Tamatave gönnt. Nähere Informationen zu den mit Gummireifen bestückten Eisenbahntriebwagen, die eine Erfindung von André Michelin sind und auch aus Frankreich stammen, gibt es beim französischen Wikipedia. |



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Im Artikel der Zeitung L’Express steht, daß es zum Festival “Avy letchi e!” (Die Litschi kommt) in Tamatave eine Sonderfahrt mit nostalgischen Zügen geben werde. Nicht nur die aus der Kolonialzeit stammende Micheline, sondern auch ein normaler Zug namens Trans-Lemuren-Express soll dabei eingesetzt werden. Die Züge sollen den Bahnhof in Soarano Antananarivo am 3. Dezember um 6 Uhr verlassen und die Fahrzeit werde 8 Stunden betragen. An der Strecke werde es auf 10 Bahnhöfen Pausen von 5 bis 15 Minuten geben. Die Fotos der Micheline sind in der Lackierhalle am Bahnhof in Soarano entstanden. Der Lack verströmte noch einen frischen Geruch. Auf dem Bild des Passagierraums der Micheline sieht man, daß die Stühle noch in Plastikfolie gehüllt sind und nur darauf warten, in Besitz genommen zu werden. |


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Peu à peu sollen jetzt wieder Zugfahrten mit dem gummibereiften Unikum angeboten werden. Die Strecken zwischen Antananarivo und Tamatave oder auch Antsirabe sollen laut Informationen der Betreibergesellschaft Madarail wieder für zahlende Touristen in Betrieb genommen werden. Somit wäre die Zugfahrt zwischen Fianarantsoa und Manakara nicht mehr die einzige Wahl, die Eisenbahnfans aus aller Welt für eine Nostalgiefahrt offen steht. Allerdings ist das wohl die abenteuerlichste Strecke, denn dort fährt der Zug auch ohne Touristen, da er zur Anbindung mancher Orte an die Außenwelt benötigt wird. Angesichts der politischen Querelen bleibt abzuwarten, wie schnell zahlungskräftige Reisende sich wieder für eine Reise nach Madagaskar entscheiden werden. Davon hängt dann natürlich auch ab, wie oft die geplanten Fahrten durchgeführt werden können. Froh könnte man sein, wenn dann zu vermelden wäre: Alles ausgebucht. |


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Mittwoch, 18. November 2009 um 23:16
Faszinierendes Thema, tolle Fotos, schneller vor Ort und besser recherchiert als unsere Print-Presse und deren Lieferanten: Punktsieg für den Madagaskar-Blogger!
Donnerstag, 10. Dezember 2009 um 23:39
super, hoffentlich geht dem “Michelin” nicht die Luft aus.