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Afrikas Wunderbaum: Ein sehr schöner Naturfilm über die Maulbeerfeige, eine Baumart, die viele Tiere ernährt

Feigenfrüchte auf einem Baum in Thailand

Im ZDF wurde wiederholt ein Dokumentarfilm gezeigt mit dem Titel: “Afrikas Wunderbaum“. In dem Film wird die besondere Beziehung einer Baumart, nämlich der Maulbeer-Feige (Ficus sycomorus), zu einer bestimmten Feigenwespenart gezeigt.

Der Film ist sehr gut gemacht und zeigt auch, welchen Tieren die Früchte des Baums, der im gesamten tropischen Afrika vorkommen soll, als Nahrung dienen oder welche Tiere mit dem Baum leben, in ihm Unterschlupf finden. Kein anderer afrikanischer Baum soll mehr Tierarten als Nahrung dienen. Da gehören die ganz Dicken, nämlich die Elefanten, genau so dazu, wie verschiedene Affenarten und auch die hochgewachsenen Giraffen. Dann kommen noch über 100 Vogelarten hinzu, die sehr effektive Samenverbreiter sind, da sie die Samen in alle Himmelsrichtungen verbreiten. Grüntauben sind auf die Feigen spezialisiert und sind immer auf der Suche nach einem Baum, der gerade Früchte trägt. Auch die Riedweber (Ploceus castanops) zählen zu den Nutznießern der Baumart.

Flughunde, die in der Nacht im Schutz der Dunkelheit zum Fressen der Früchte kommen, sind auch maßgeblich an der Verbreitung der Samen beteiligt.

Paradiesisch mutet es an, daß die Bäume alle paar Monate neue Früchte produzieren. Sie stellen damit eine sehr wichtige Nahrungsquelle dar, denn sie haben auch zu Zeiten Früchte, wenn andere Bäume keine Früchte tragen. Damit die winzigen Wespen, die für die Bestäubung zuständig sind, nicht aussterben, ist es notwendig, daß es immer irgendwo blühende Bäume gibt.

Als Schädlinge erweisen sich Zikaden, die es auf den zuckersüßen Saft des Baums nach der Regenzeit abgesehen haben. Wenn die Zikaden sich vollgesaugt haben, werden sie zu süßen Bonbons für diverse Beutegreifer, die mit dem Fressen dafür sorgen, daß die Zikaden nicht überhand nehmen.

Für jene, die sich für solche Themen in Dokumentationen interessieren, ist dieser Film absolut sehenswert. Der Film wurde von Mark Deeble und Victoria Stone realisiert. Die Kameraführung muß besonders gelobt werden, viele Makrosequenzen sind eingebaut. Selbst Aufnahmen, wie sich die winzigen Wespen, todgeweiht, durch die engen Früchte quetschen, werden gezeigt. Auch bei der Musik des Films hat man sehr harmonische Töne gefunden.

Den gelungenen Doku-Film kann man im Internet in nicht ganz so hoher Qualität ansehen oder man sucht nach einer besseren Downloadquelle.

Den Maulbeer-Feigen-Baum soll es laut Wikipedia vereinzelt auch in Madagaskar geben.

Der Feigenbaum auf dem Bild oben steht zwar in Thailand, der Baum aber sieht mit seinen Früchten dem der Maulbeerfeige zumindest ähnlich. Die Blüten- oder Fruchtäste der Maulbeerfeige scheinen aber ausgeprägter zu sein, als bei der asiatischen Baumart vom Foto. Ein Biologe oder Botaniker mit geübtem Blick vermag hier vielleicht auf Anhieb eine Einordnung oder Bestimmung der Baumart vorzunehmen.

Foto: pixelio.de / Grüne Feigen © Manfred Schütze

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