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Archiv: Dezember 2009

Grundstoff vieler Parfüms: Ylang Ylang (Cananga odorata) – Auch als Aromaöl oder Ätherisches Öl beliebt

Blätter und Blüten von Ylang Ylang (Cananga odorata)

“Blume der Blumen” wird die Blüte genannt, obwohl sie von der Optik her eher unscheinbar daherkommt, man kann sie sogar leicht übersehen. Es muß der unvergleichliche Duft sein, der für diesen Namen verantwortlich ist.

Der Baum soll seine Heimat auf den Philippinen und in Indonesien haben, aber Madagaskar wurde zum wichtigsten Anbauland für die Erzeugung des betörenden Dufts, den man in Indien als Aphrodisiakum schätzt. Die Komoren, die Nachbarinseln von Madagaskar, sind ein weiterer Hauptproduzent, aber auch auf Mauritius wird das Duftöl hergestellt.

Wie bekommt man das wohlriechende Öl aus den Blüten heraus? Das geschieht mittels stundenlanger Dampfdestillation. Daher gibt es auch verschiedene Qualitäten von Ylang-Ylang-Öl. Aus der ersten Destillation erhält man die höchste Qualitätsstufe, Extra Superior. Danach gibt es noch 3 weitere Stufen, bei denen sich die Bestandteile dieser Destillationen verändern. Beim Extra Superior ist der Großteil der leichter flüchtigen Substanzen enthalten.

In manchen Ländern wird das Ylangöl als Heilöl betrachtet. Die Aromatherapie ist ein Heilverfahren, welches den Düften der Aromaöle heilende Eigenschaften zuschreibt. Dem Ylangöl wird dabei ein möglicher Nutzen nachgesagt, wenn man wegen Streß oder Arbeitsüberlastung das Interesse an Sex verloren hat. Ebenso soll das Ylangöl hilfreich sein können, wenn man seinen zu hohen Blutdruck reduzieren will.

Bei Depressionen soll das Öl auch einen aufhellenden Effekt haben: Traurigkeit und Ängstlichkeit werden weggeblasen und eine Entspannung von Körper und Geist stellt sich ein, eine negative Stimmung steigt wieder. In der dem Yoga entstammenden Chakra-Lehre wird das Ylangöl dem Sakral-Chakra (auch Nabelchakra oder Sexualchakra) zugeordnet.

Von allen Seiten wird empfohlen, das Öl nur sparsam einzusetzen, da eine Überdosierung zu Kopfschmerzen führen kann. Ein Hauch des Dufts ist angenehm und reicht aus. Viel hilft viel gilt hier, wie so oft, nicht.

Das Bild oben mit dem blühenden Ast eines Ylang-Ylang-Baumes entstand in Tamatave, mitten in der Stadt, in der Straße des Sharon Hotels.

Foto unten: shutterstock.com © Jorge Pedro Barradas de Casais

Sonnenuntergang am Strand am Meer - Steine im Mündungsbereich

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