Forestle Betrug? Infosuche zur grünen Suchmaschine – Alternativ: ecosia.org benefind.de dofair.org ecocho.com

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In den ersten Tagen des Jahres sind auffällig viele Besucher zu meinem Artikel Die Alternative – Die “grüne” Suchmaschine Forestle läßt Yahoo die Suche machen zur Forestle Suchmaschine gekommen, die mit der Suchwortkombination “forestle betrug” gesucht hatten. Auch weiterhin kommt es jetzt noch fast täglich zu solchen Zugriffen auf meine Seite. Warum plötzlich die Suche mit dieser Wortkombination? Die erste Feststellung war, daß Forestle sich nicht aufrufen ließ. Sollte das der Grund sein, warum die Leute gleich auf den Gedanken von Betrug kommen? Vorher war die Suche nach Forestle oft mit dem Wort Lüge verknüpft. Das läßt darauf schließen, daß die Nutzer wissen wollen, ob die gemachten Versprechen auch gehalten werden, nämlich ob wirklich Regenwald gekauft und geschützt wird. Um klärende Worte zu erhalten, schickte ich eine E-Mail an Christian Kroll, den Initiator der Suchmaschine Forestle, und bat um eine Aufklärung, um denen, die hier Betrug wittern, den Wind aus den Segeln zu nehmen. Leider blieb meine Anfrage ohne Antwort. Der Vorwurf des Betrugs macht in meinen Augen bei einer nicht Aufrufbarkeit einer Suchmaschine keinen Sinn, denn wenn die Seite Offline ist, dann kann auch kein Geld gewonnen werden. Da erscheint es vielleicht eher angebracht, eine der angeblich renommiertesten Hilfsorganisationen zu hinterfragen. Bei meinem oben genannten Artikel hat jemand einen Link als Kommentar hinterlassen, der zu der Aussage führt, daß der Ex-Chef von Goldman Sachs bei Forestle’s Partnerorganisation “The Nature Conservancy” mit dem Programm Adopt an Acre Chef war. Beschäftigt man sich etwas genauer mit der Firma Goldman Sachs und den obskuren Machenschaften mit Verstrickungen im Bereich Geld und Macht im Umfeld, dann können einem durchaus Gedanken in den Sinn kommen, die die Seriosität der Organisation stark in Zweifel ziehen. Zu dem Thema kann sich jeder seinen eigenen Reim machen. In einem Blog bin ich auf ein Suchformular zu einer Suchmaschine mit dem Namen ecosia.org gestoßen, die mit dem Konzept arbeitet, daß für den Großteil der Werbeerlöse Regenwald gerettet werden soll. In diesem Fall soll ein Regenwaldschutzprogramm des WWF unterstützt werden. Auf der “about us”-Seite steht dann unter Address: Ecosia.ORG, Berliner Chaussee 50, 06886 Wittenberg, Germany. Bei der Who-is-Abfrage bestätigt sich die Vermutung, daß der Inhaber der gleiche Christian Kroll ist, der auch Domaininhaber der Domain forestle.org ist. ecosia.org wurde am 4. 10. 2009 registriert. Allerdings ist gerade heute ecosia.org nicht erreichbar – anscheinend hat man jetzt da ein Problem mit dem Server. Der Vollständigkeit halber sei noch znout.org erwähnt, eine weitere Kroll-Suchmaschine, die mit Google sucht und verspricht, CO2-neutral zu sein. Wenn man zum WWF googelt, dann steht dieser Verein auch nicht gerade im besten Licht da. Das Problem ist, wie so oft, daß an der Basis versucht wird, gute Arbeit zu leisten, aber die Köpfe der Organisation nicht immer in diesem Sinne handeln. Wenn man diese Warnung vor Psyochopathen gelesen hat, dann könnte man auf gewisse Gedanken kommen. Das bleibt aber dem Leser nun selbst überlassen. Dazu, daß Forestle als Betrug angelegt sein könnte, gibt es nach meinen Recherchen keine Indizien. Wenn es mal technische Probleme mit einem Serverausfall gibt oder mit einem Bug in der Software oder einer Virusattacke, dann sollte man vielleicht erst mal etwas Geduld haben und einfach warten. Warum gleich das Schlechteste vermuten? So läßt sich denn auch dazu etwas bei Utopia, der Internet-Plattform für strategischen Konsum, finden. Unter dem Pseudonym aspirinia gibt sich dort eine Jana Kroll zu erkennen, die als Schwester von Christian Kroll bei Ecosia/Forestle Pressetante ist. “Es gab ein Serverproblem welches sich leider nicht so schnell beheben ließ…” hat sie dort als Ursache der Störung angegeben. Die Idee mit der Regenwaldrettung über die Werbeeinnahmen einer Suchmaschine ist gut; vielleicht sollten die Partner einer solchen Initiative aber so ausgewählt werden, daß man nicht so leicht zu negativen Assoziationen geführt wird, wenn man denn danach im Internet sucht. Aber man sieht wenigstens, daß man an Forestle arbeitet und so kann man jetzt einstellen, daß man 50 Suchergebnisse angezeigt bekommen möchte. Dazu bietet die Suchmaschine benefind.de, die Bing von Microsoft suchen läßt, eine Alternative, bei der man sich entscheiden kann, welche unter zahlreichen verschiedenen gemeinnützigen Organisationen von den eigenen generierten Umsätzen profitieren soll. Auch die “German Toilet Organization e. V.” zählt zu diesen Profiteuren. Zu diesem Thema gibt es den Artikel “Pinkeln – Ein Menschenrecht“. dofair.org ist eine Suchmaschine, die eine ausführliche Seite über die beteiligten Macher hat. Der Domaininhaber Alex Brommer in Paderborn ist der Kopf des ganzen Teams: Florian H. Dirks, Alexander Herwix, Michael Damm, Onno Horst, Jenny Martin, Alexandra Pierskalla und Katharina Vorbeck, die aber nicht mit Foto vorgestellt wird. In dieser Ausführlichkeit ist das jedenfalls schon mal eine Investition in die Vertrauensbildung. Einkommen wird nicht nur über die Suchmaschine von Google generiert, sondern auch über die Verkaufsplattformen Ebay und Amazon. Alternativ kann man auch Bing, Ask.com, Yahoo und WolframAlpha als Suchdienst wählen. dofair.org hat keinen Regenwald im Angebot, sondern derzeit 5 einegtragene Vereine aus Deutschland, unter denen man wählen kann: Studieren ohne Grenzen e.V. Future Hope People e.V. Deutscher Kinderschutzbund e.V. subvenio e.V. Der Future Hope People e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die etwas in Afrika tut und zur Zeit eine Computerschule in Ghana baut. ecocho.com ist ein Suchgerät, welches seine Wurzeln nicht in Deutschland zu haben scheint, denn die Domain ist auf die Firma Yield Media in Bondi Junction, New South Wales Australien registriert und der Server steht in Houston, Teaxas, USA. Es scheint nur für jene gedacht, die in englischer Sprache suchen wollen. Man kann zwar deutsch als Suchsprache auswählen, bei mir kamen aber nur englische Ergebnisse. Die Erklärung der Tätigkeit erscheint etwas abwegig mit dem Erwerb von Emissionszertifikaten. Wem nutzt es, wenn man angibt, Kohlenstoff-neutral zu sein? Wo ist der Baum, der dafür gepflanzt wurde? Das Bild unten mit der Luftaufnahme zeigt einen kleinen Teil der Ostküste von Madagaskar. Rechts von der kleinen Insel, hinter der Landzunge am Bildrand, befindet sich die Stadt Fenoarivo oder Fénérive Est. An den Buchten nach links, in Realität nach Süden, liegen Mahambo und Foulpointe (Mahavelona). Viel weiter im Norden hat man letztes Jahr aufgrund des politischen Chaos in den letzten größeren Regenwäldern gewütet und wertvolle Bäume gefällt. Hunderte von Containern wurden mit dem Tropenholz, besonders Rosenholz, in Nacht- und Nebel-Aktionen exportiert. Vermutlich sind die meisten der Abnehmer in China zu suchen. Für diese Wälder wäre auch ein echter Schutz nötig, denn man hat auch in Nationalparks wie Masoala massiv gewildert. Foto oben: stock.xchng / look! © Niels Rameckers
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Montag, 1. Februar 2010 um 00:04
so geht es auch.-)
http://nixzen.wordpress.com/2010/01/09/geht-auch-ohne-forestle-2-hamburger-schulerinnen-retten-den-regenwald-mit-warmen-kakao/
Montag, 1. Februar 2010 um 18:26
Es gibt seit einiger Zeit auch die Suchmaschine benefind. Hier kann der Nutzer aus über dreißig großen und kleinen Hilfsorganisationen auswählen, denen der Gewinn zugute kommt. Aktuell auch einen “Spendenpool Haiti”.
Montag, 1. Februar 2010 um 23:50
Ben,
man sollte auch den Artikel lesen, wenn man einen Link unterbringen will!
Die Verlinkung ist oben schon im Beitrag.
Mittwoch, 3. Februar 2010 um 20:03
Hab ich auch … nur leider danach
sorry