Marktüberblick: Geldtransfer per Handy – Überweisung ohne Bankkonto – Zukunftstrend in Afrika, Asien…?

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Wozu braucht man eigentlich noch eine Bank? Zumindest eine Bank im herkömmlichen Sinne mit Filialen und langen Schlangen an der Kasse. Jetzt beginnt man damit, auch jenen die Möglichkeit günstiger Geldtransfers zu geben, für die das bisher verwehrt war. Vor allem auf dem afrikanischen Kontinent dürfte nur eine verschwindende Minderheit überhaupt ein Bankkonto haben. Vor 2, 3 Jahren war es noch undenkbar, daß ein Wächter oder eine Hausangestellte in Madagaskar ein eigenes Handy haben würden. Heute wird das immer normaler, da die Preise für die Geräte chinesischer Marken wie Haier, Huawei oder ZTE bei weit unter 10 Euro liegen. Die Mobilfunkbetreiber bestehen auch nicht mehr auf einem Mindestumsatz in einem definierten Zeitraum, wie es bisher war. SIM-Karten werden jetzt schon mit Mini-Guthaben zum Preis des Guthabens verkauft. Ein Handy wird bald auch im letzten Dorf am Ende der Welt etwas ganz selbstverständliches sein, also auch mögliches Zahlungsmittel. Eine Bankfiliale wird es dort vermutlich nie geben. Da die Mobilfunkanbieter weltweit riesige Kundenzahlen vorweisen können ist man auf die Idee gekommen, diese Kundenbasis zu weiteren Diensten zu nutzen, die sich in klingende Münze umsetzen sollen. Geldüberweisung mit dem Handy, Bezahlen von Waren im Laden oder von Dienstleistungen. Einem jeden Smartphone wird damit ein neues Betätigungsfeld erschlossen. “SMS-Geld: Vodafone bringt Handy-Überweisung nach Afghanistan” “Safaricom: Mobile Finance wird größer als SMS” Der Artikel bei heise online berichtet über Aussagen vom CEO Michael Joseph beim kenianischen Mobilfunk-Netzbetreiber Safaricom. Der Dienst M-Pesa sei für den Konzern nicht nur eine Einnahmequelle, sondern auch ein Mittel zur Kundenbindung, da kein Mitbewerber derzeit ein vergleichbares System anbieten könne. Das Geld der Kunden liege auf einem Treuhandkonto und es gebe keine Zinsen, da das Geld nicht verliehen werde. “Manche Menschen haben ihr gesamtes Vermögen in M-PESA.” “Western Union stellt digitales Programm für mobile Geld- und Banking-Plattformen vor” Ein Artikel mit dem Titel “Überweisungen per Handy werden 2010 zum Standard” “Überweisungen vom Handy zum Konto: DoCoMo Keitai Soukin – Mobile Payment System” Laut diesem Beitrag bietet der große Mobilfunkprovider in Japan DoCoMo gemeinsam mit der Mizuho Bank den Dienst “DoCoMo Keitai Soukin” (DoCoMo Handy Überweisung), bei dem man den maximalen Betrag von 20.000 Yen (aktuell 151,42 Euro) mit dem Mobiltelefon überweisen kann. Dennoch werden Skeptiker in Deutschland und anderen entwickelten Ländern mit einem gut ausgebauten Bankwesen nach der Sicherheit der verschiedenen Zahlungssysteme fragen und diese vorerst überwiegend ablehnen. Die Kosten für mobile Geldtransfers spielen dabei sicher auch eine Rolle. Vorreiter bei der Akzeptanz der neuen, innovativen Technologie dürfte die junge Generation sein. “Mobile-Payment boomt in Entwicklungsländern – Kaum breiter Durchbruch in hochindustrialisierten Nationen”
Ein Nachteil dieser mobilen Zahlungssysteme ist, daß sie die Bestrebungen jener nähren, die das Bargeld abschaffen wollen, wie beispielsweise in den Niederlanden. Auch in Kenia beim Stamm der Massai wird es dann in den einfachen Holzhütten nichts ungewöhnliches mehr sein, wenn mit dem Handy eine Überweisung vorgenommen wird. Auch, wenn die junge Massai-Frau auf dem Bild unten noch Skepsis oder Erstaunen gegenüber den modernen technischen Errungenschaften, wie der digitalen Canon EOS 20D Spiegelreflexkamera des Fotografen, zeigt. Foto oben Slider-Handy Walkman Sony Ericsson W580i:
stock.xchng / your number © Sanja Gjenero Foto unten: pixelio.de / Gesichter Afrikas 9 © Kunstzirkus |

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