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ZTE S312: Solar-Handy-Angebot des Mobilfunkproviders Orange für ländliche Gebiete ohne Stromversorgung

Stück vom Handy-Cover als Müll

Auch in anderen Ländern in Afrika, zum Beispiel in Uganda, wird das mit Solarzellen ausgestattete Handy des chinesischen Herstellers ZTE vermarktet.

Dort sind die Bewohner ländlicher Gegenden ohne Anschluß an das öffentliche Stromnetz dazu gezwungen, sich ihre Handy-Akkus von Dienstleistern laden zu lassen, die speziell dazu Notstromaggregate laufen lassen. Da diese Stromgeneratoren relativ teuer im Betrieb sind und die Betreiber auch noch ihren Gewinn brauchen, sind die Kosten für die Ladekunden entsprechend hoch. Im oben verlinkten Artikel wird erwähnt, daß ein solcher Unternehmer bis zu 60.000 Shs an einem Tag an Verdienst haben kann, was heute etwa 21,60 Euro entspricht.

Für einen solchen Kleinunternehmer stellt das ZTE Solarhandy natürlich eine Bedrohung des Geschäftsmodells dar. Allerdings stellt sich die Frage, warum dort niemand auf die Idee kommt, ein externes Solar-Ladegerät anzubieten. Solche Geräte gibt es in China doch auch auf dem Markt.

Bei Orange Madagaskar wird das ZTE S312 (solaire) Solarhandy zu 39.000 Ariary angeboten, was derzeit etwa 13,55 Euro entspicht. Der Verkaufspreis für Uganda, wie er im verlinkten Artikel genannt wird, lag im September 2009 mit aktualisiertem Umtauschkurs (das Gesprächsguthaben herausgerechnet) bei etwa 27,36 Euro.

Für ein Unternehmen wie Orange kann so ein autarkes Handy natürlich ein wichtiger Baustein in der Marktdurchdringung sein. Wollen die Konkurrenten Telma und Zain gleichziehen, so müssen sie das innovative Handy auch in ihr Angebotsspektrum aufnehmen. Es ist aber auch wahrscheinlich, daß andere Handy-Hersteller, wie Huawei oder Haier künftig auch eine solche kleine Solarfabrik herstellen werden.

Grundsätzlich ist ein solches Handy mit Solarlader zu begrüßen, da es nicht nur im ländlichen Bereich Vorteile hat. Auch in den elektrifizierten Gebieten kann man den Strom der Jirama sparen. Bei großer Nutzerzahl kann das schon einiges ausmachen. Zur Einsparung eines Kraftwerks wird es vermutlich nicht reichen, aber es dürfte sich bemerkbar machen.

Auch das Solarhandy wird irgendwann den Geist aufgeben und vielleicht achtlos weggeworfen, wie es der Rest von einem Handy-Cover oben auf dem Bild verdeutlicht. Recycling von Elektronikschrott oder auch von Altbatterien ist in Madagaskar einfach (noch) nicht vorgesehen.

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1 Kommentar

  1. Limacher Hanspeter:

    Ich habe Freunde in der Nähe von Antsirabe
    Die haben eine Ladestation für Handy
    an guten Tagen werden etwa 50 Handy geladen
    Ps: Kein Geld aber ein Handy
    wie bei uns !
    leider ist die Batterie zum Solar Panel defekt
    jetzt laden sie mit einem Generator
    Ich habe verschiedene Ladestationen gesehen bei meiner letzten Reise
    Gibt es eine vernünftige Variante
    Gruss aus der Schweiz
    Hanspeter Limacher
    PS:
    war schon 5 mal in Madagaskar

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