Madagaskar-Blog

Themen rund um Madagaskar und alles was interessant ist…

Archiv: März 2010

Flugverbindung nach Madagaskar – Touristen wollen Direktflug ab Deutschland, keinen Flug über Paris

Abflug vom Flughafen der madagassischen Hauptstadt

Die Tageszeitung Midi Madagasikara weist in einem Artikel darauf hin, daß sich bei der Teilnahme von Madagaskar auf Tourismusmessen für die Mehrzahl der Interessenten immer wieder die Frage stellt, wie man denn nach Madagaskar kommt.

Tourismusunternehmer, die sich kürzlich auf der ITB in Berlin beteiligt hätten, seien der Meinung, daß das Problem, welches die Entwicklung von Madagaskar auf dem deutschen Reisemarkt verhindere, im Flugverkehr begründet liege.

Einer dieser Unternehmer habe daran erinnert, daß, als es einen Direktflug nach Deutschland gegeben habe, nicht wenige Reisende zwischen Deutschland und Madagaskar gereist seien. Diese Luftbrücke gebe es nicht mehr und folglich sei es normal, wenn 2008 nicht mehr als 8.000 Deutsche die Große Insel besucht hätten. Air Madagascar bringe vor, daß dieses niedrige Besucherniveau aus Deutschland es nicht erlaube, eine Verbindung zwischen diesem osteuropäischen Land und Madagaskar zu eröffnen. Diese Ansicht teilten die madagassischen Reiseunternehmer nicht mit der Fluggesellschaft.

Es gebe jene, die meinten, daß die Eröffnung einer Flugverbindung zwischen Madagaskar und einem potentiellen Touristenreservoir die Besucher auf die große Insel ziehen würde. Das sei der Fall mit Italien. Ein anderer meinte, es müsse erst einmal die Nachfrage da sein, bevor man ein Produkt einführen könne. Man erinnert auch daran, daß Air Madagascar seinen Flug zwischen Antananarivo und Mailand nach einigen Monaten habe aussetzen müssen.

Deutsche, die mit der Nationalen Fluggesellschaft nach Madagaskar fliegen wollten, müßten zwangsweise über Paris reisen. Andernfalls könnten sie andere Fluggesellschaften mit Verbindungen zu deutschen Städten nutzen. Man halte fest, daß Deutschland nicht das einzige Land in Europa sei, in welchem die Touristen einen Direktflug nach Madagaskar wünschten. Das sei ebenso der Fall für Madrid oder Amsterdam oder noch die Schweiz. Eine Sache, die zu Überdenken sei.

 

Aus dem deutschen Sprachraum gibt es derzeit keine direkte Anbindung. Mit Air Mauritius kann man lediglich ab Frankfurt oder München mit dem Umweg über Mauritius nach Madagaskar gelangen, wobei in Mauritius mindestens eine Übernachtung angesagt ist. Der Standard ist aber die Flugverbindung ab Paris, wo auch das größte Platzkontingent verfügbar ist. Dorthin fliegen nämlich Air France und Air Madagasacr, beide zum Flughafen Charles de Gaulle (CDG) und Corsairfly bedient den kleineren Flughafen Orly (ORY).

Exotischere Möglichkeiten sind jene mit South African Airways über Johannesburg in Südafrika oder mit Air Austral über Réunion, die aber normalerweise auch etwas teurer sind. Wenn man die 2 Reiseziele miteinander kombinieren will würde sich das anbieten.

Wenn man es nicht so weit hat nach Mailand, oder wenn es einen billigen Zubringerflug dorthin gibt, dann kann man auch einen Flug mit Neos oder Air Italy auf die Urlaubsinsel Nosy Be in Betracht ziehen. Bei der Fluggesellschaft Neos ist es von Vorteil, Italiensch zu beherrschen, da die Homepage nur in dieser Sprache verfügbar ist. Und bei Air Italy findet man nur noch bis Anfang Mai buchbare Abflüge. Es könnte also sein, daß Neos die Flugroute von Air Italy übernommen hat, mit einigen Wochen Überschneidung.

Foto unten: Neos Boeing 737-86N-WL I-NEOS © Mario Ferioli

Foto

Jeden Virus erkennen mit Avira Antivir Personal Free Antivirus? – Wurm-Erkennungsmuster falsch eingepflegt?

Flash Disk im Notebook eingesteckt

Mit dem USB-Stick hatte ich mir letztes Jahr, als ich einen Monat ohne eigene Internetverbindung war, aus dem Internetcafé, in dem man Avira Free Antivirus installiert hat, einen Virus mit nach Hause gebracht. Glücklicherweise hattte das Schadprogramm die Eigenart, daß im Explorer kein Dateisymbol angezeigt wurde und als Dateiendung .exe angehängt war, was natürlich sofort alle Alarmglocken schrillen ließ. Eine solche Datei sollte man niemals versuchen zu starten, um zu sehen, was das denn ist! Erst mal sollte man die Datei mit einem Antivirenprogramm scannen.

Das habe ich mit dem kostenlosen Programm Antivir Personal Free Antivirus von Avira gemacht, die Software erkannte aber in der hochverdächtigen Datei kein Übel. Das ebenso kostenlose ClamWin Portable erkannte in der Datei den Wurm Worm.Delf-230.

Der Wurm hatte sich mehrfach in verschiedenen Ordnern mit jeweils anderem Dateinamen kopiert. Bis auf eine dieser identisch großen Dateien habe ich alle gelöscht und beim nächsten Surfgang im Internetcafé hatte ich die auf den Namen Worm.Delf-230.exe umbenannte Datei an Avira übermittelt.

Von Avira kam dann ein Email, daß mit einem der nächsten Updates der Virendefinitionsdatei (VDF) ein Erkennungsmuster hinzugefügt werde. Da ich vor längerer Zeit schon mal so einen Fall hatte, wo der übersendete Wurm noch am gleichen Tag in die VDF aufgenommen wurde, löschte ich die Datei und kümmerte mich nicht mehr darum.

Virusmeldung auf dem Monitor

Dieses Jahr kam der USB-Stick dann wieder mal in das Internetcafé, weil ein Ausdruck von einem Dokument gemacht werden sollte. Danach gab es wieder eine solche Datei ohne Symbol in der Explorer-Anzeige. Die Datei schickte ich am 16. 2. an Avira und ich erhielt wieder ein Email, daß mit einem der nächsten Updates…

Ich ließ den Wurm auf dem USB-Stick, um ihn dann mit Free Antivirus zu löschen, wenn die Erkennung erfolgt. Bis zum 27. 2. erkannte das Avira Antivirenprogramm den Wurm nicht und ich übermittelte die Virendatei ein zweites Mal an Avira. Wieder erhielt ich ein Mail, daß mit einem der nächsten Updates…

Dann benutzte ich den Service von Virustotal, um zu sehen, was die dortige Version von Avira für ein Resultat bringt. Dort gab es noch eine veraltete Version 8 der Avira-Software, die nichts fand. Aber ich sah, daß ClamWin den Wurm Worm.Delf-230 gefunden hatte. Jetzt erst fiel mir auf, daß das ja der gleiche Schädling war, wie im letzten Jahr.

VirusTotal ist ein kostenloser Dienst, der das Prüfen von verdächtigen Dateien ermöglicht und ist sehr zu empfehlen, wenn man eine verdächtige Datei hat, die vom eigenen Virenprogramm nicht als Malware erkannt wird. Man lädt die Datei übers Internet hoch und sieht dann gleich das Ergebnis von 42 verschiedenen Antivirenprogrammen.

Am 25. 3. schrieb ich dann ein Email an den Support von Avira und schilderte den Sachverhalt. Daraufhin schrieb mir ein Sachbearbeiter, er werde sich persönlich um den Fall kümmern und bat mich, die betreffende Datei nochmals zu schicken. Danach teilte er mir mit, daß man die Datei der Malware Worm/Mabezat.B.138 zuordnen konnte. Da es dann mehrere Anläufe brauchte, schrieb der Sachbearbeiter mir in einem Mail: Wir geben nicht auf!!! Und beim nächsten Mal wurde der Virus dann auf meinem Rechner auch erkannt und zwar unter dem Namen WORM/Delf.DW.290. Vielen Dank an Avira! Immer dran bleiben.

Wenn man mal in Kontakt zu einem noch unbekannten Virus kommt, der von der Antivirensoftware, die man selbst verwendet, noch nicht erkannt wird, dann sollte man diesen gleich an die Firma des genutzten Programms übermitteln, damit eine weitere Verbreitung möglichst schnell eingedämmt werden kann.

Leider scheint es bei den Firmen der Antiviren-Software-Branche keine so große Zusammenarbeit zu geben, wenn man nur bei dem obigen Link zu VirusTotal sieht, wieviele verschiedene Namen ein und derselbe Virus verpaßt bekommt.

Unteres Foto: pixelio.de / Virus on board © Martina Taylor

Deutscher Wald in Madagaskar – Feier zum Jubiläum der Aufforstung im Bergwald bei Anosivola mit Musik

Hügelkette im Hochland bei Mahitsy

Madagassinnen bei der Baumpflanzaktion

Anreise mit dem Flugzeug aus Deutschland zur Baumpflanzaktion
Vor 10 Jahren, am 16. Februar 2000, wurde die erste Hilfsaktion mit der Pflanzung von Bäumen auf der Hügelkuppe in der Nähe von Mahitsy an der RN 4 von Tana nach Majunga vorgenommen und bis heute ist daraus schon ein richtiger kleiner Wald geworden. Die Initiative der Aktion zum Anpflanzen eines Waldes ging von Professor Dr. Andry Mahefa, der Präsident des Vereins Deutsch-Madagassische Gesellschaft mit Sitz in Düsseldorf ist, aus. Auch dieses Jahr war er am 19. und 20. Februar als führender Kopf bei der Baumpflanzung dabei.

Pflanzaktion mit den lokalen Dorfbewohnern

Bei diesem Projekt gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Verein Freunde Madagaskars aus München, der sich hauptsächlich um die Schulbildung und die Gesundheit von Kindern in der Stadt Belo sur Tsiribihina kümmert. Der Verein war auch mit einer Abordnung vertreten, um beim Pflanzen der Baumsetzlinge zu helfen.

Mit dem Angady die Löcher graben für die Setzlinge

Die Hauptarbeit beim Bäumepflanzen wurde aber von den Dorfbewohnern geleistet, schließlich sind sie ja auch die Nutznießer der ganzen Aktion. Sie werden selbst feststellen oder vielleicht haben sie es schon festgestellt, daß das Ökosystem Wald ein optimaler Schutz vor Erosion ist. Und die Erosionsrinnen, die Lavaka genannt werden, werden in Madagaskar durch die tropischen Regenfälle richtig groß. Auf dem Bild ganz unten quert die Gruppe eine solche wieder ergrünte Erosionsrinne.

Arbeit am Steilhang für die Aufforstung

In der Vergangenheit wurden viele Kiefern und Eukalyptusbäume gepflanzt. Auf den Bildern sieht man, wie dick die Stämme der Bäume in diesem Forst schon sind. Dieses Jahr standen verschiedene Baumarten zur Pflanzung bereit, hauptsächlich Setzlinge von Ravintsara (Kampferbaum – Cinnamomum camphora), aber auch einige Obstbaumsorten, wie Apfel und Pflaume.

Männer mit Angady beim Setzling im Pflanzloch

Ich selbst habe zu der Aktion einige Avokado-Bäumchen und Pibasy (Japanische Wollmispel) beigesteuert. Die Früchte der Bäume werden einen essentiellen Nutzen bieten, den die Dörfler, wenn es so weit ist, gerne schlucken werden.

Musiker beim musizieren im Bergwald

Zur Feier des 1o-jährigen Jubiläums der Aufforstung auf dem Hügel bei Anosivola wurde auch eine große Gruppe professioneller Musiker engagiert, die zur Freude aller ein bißchen Stimmung machte. Auf dem Bild sind die Trompeter zu sehen.

Rückmarsch ins Dorf Anosivola

Neue Tageszeitung in Antananarivo! Passend zur fortschreitenden Verarmung der Leser ist die Zeitung kostenlos

Foto

Beim Supermarkt Jumbo in Ankorondrano wurde die Gratis-Zeitung am Eingang zur Mitnahme ausgelegt. Die aktuelle Ausgabe vom 20. März ist die Nummer 9. Das Informations- und Werbemedium ist also noch jung.

Der Leitartikel thematisiert den von Telma am Vortag ausgeführten Anschluß von Tulear an das Breitbandkabel von EASSY. Auf Seite 7 gibt es zu diesem epochalen Ereignis für die Internet-Kultur Madagaskars auf der halben Seite 6 weitere Artikel.

In einem Artikel greift man das ominöse Jahr 2012, welches das letzte Jahr des Maya-Kalenders ist, auf und schreibt von wissenschaftlichen Beweisen, die Forscher eines Forschungszentrums in Boulder, Colorado, in einer neuen Studie gefunden hätten. So werde die maximale Sonnenaktivität für das genannte Jahr um 30 bis 50 % über der des vorhergehenden Zyklus liegen.

Wenn die Zeitung unentgeltlich abgegeben wird muß sie sich über Werbekunden finanzieren. Die insgesamt 8 Seiten enthalten denn auch 2,75 Seiten Werbung, eine Quote, die durchaus noch steigerungsfähig erscheint.

Der Mobilfunkprovider Orange ist der größte Kunde dieser Ausgabe mit 3 Annoncen über eine ganze Seite, eine viertel Seite und eine achtel Seite. Dann wird noch auf einer halben Seite von der Firma Auto Diffusion für ein Einführungsangebot eines neuen Automodells der Marke Foton geworben, einen Foton MP-X. Auf einer weiteren halben Seite kündigt der Stromversorger Jirama für Sonntag eine Abschaltung der Elektrizität für einige Vororte von Antananarivo und auch Ampefy und Analavory an, die von 9 Uhr bis 17 Uhr vorgesehen ist.

Laut Impressum ist die Firma NPM S.A. Herausgeber der Zeitung. Die Auflage beträgt 20.000 Stück und wird von der Druckerei “Ultima Media” gedruckt, die auch für die Werbung in dem Blatt als zuständig ausgewiesen wird.

Telma hat Tuléar an das EASSy-Kabel angeschlossen – Internetcafé am Reisfeld wartet auf bessere Verbindung

Center für Telekommunikationsdienstleistung am Siedlungsrand

Nachdem letztes Jahr im Juni Orange die Verbindung mit dem Kabel Lion in Tamatave hergestellt hat, hat nun Telma (Telecom Malagasy) die Verbindung mit dem EASSy-Kabel in Tuléar erreicht.

Eigentlich könnte jetzt der Run um die Kunden beginnen. Aber halt, wir sind in Madagaskar, da gehen die Uhren etwas anders. Das Kabel von Orange soll jetzt seit November mit Tana eine Verbindung haben und was hat es den Kunden bisher gebracht? Nix! Alles steckt im Sumpf fest. Woran das liegen mag?

Und da wir in Madagaskar sind, sind berechtigte Zweifel daran angebracht, daß die Tarife auf ein so tiefes Niveau sinken, wie die lokale Presse in ihren kühnen Phantasien zu berichten pflegte. Lieber weniger Kunden, aber dafür teuer. Yield Management at its best?

Jetzt wird also abzuwarten sein, ob demnächst wirklich mal echte DSL-Geschwindigkeiten durch die Leitungen brausen. Oder ob man auf das Hochgeschwindigkeits-Internet noch bis zum ominösen Jahr 2012 warten muß?

Wer mehr zum aktuellen Anschluß an den Backbone wissen will: Ein Bild sagt mehr, als 1000 Worte – was sagen dann erst über 40 Bilder? Hier also gleich der Link zum bunt bebilderten Bericht von madagate.com, das dem Telekommunikationsminister Augustin Andriamananoro von der international nicht anerkannten HAT-Regierung gehört, der bei der Einweihung des Kabels den Startknopf gedrückt hat und der auch auf der Seite zu sehen ist.

Wer noch ein wenig Zerstreuung sucht und auf bunten Fotos einige Damen betrachten möchte, die das Ereignis ausschmückten, der kann wieder bei madagate gucken.

Grauköpfchen-Papageien (Agapornis canus) suchen Reiskörner im Reisstroh – Ein Schwarm Unzertrennliche

Schwarm Grauköpfchen (Agapornis canus) sucht Körner im Reisstroh

Die Grauköpfchen sind eine von 3 Papageienarten in Madagaskar und die einzigen dort heimischen Agaporniden. In Antananarivo habe ich jetzt erstmals einen frei lebenden kleinen Schwarm dieser Vogelart gesehen. Sie haben an einem Platz, wo Reis gedroschen wurde, nach ganzen Reiskörnern oder Bruchreis gepickt. Auf meinen gemachten Bildern sind 6 verschiedene Vögel abgebildet, wobei 5 davon Männchen sind. Die Gesamtanzahl war höchstens 8.

Die Grauköpfchen sind Vögel aus der Ordnung der Papageien und gehören zur Gattung Unzertrennliche. Männchen und Weibchen lassen sich sehr leicht unterscheiden, da nur die Männchen die grauen Federn an Kopf, Kehle und Brust haben, die Weibchen sind grün in verschiedenen Schattierungen.

Leider ist die Qualität vom Bild oben nicht ganz optimal, da ich eine Ausschnittvergrößerung machen mußte. Meine Kompaktkamera hat als maximale Brennweite nur 140mm, bezogen auf Kleinbild. Ich mußte mich also dem Papageienschwarm vorsichtig nähern. Nach jedem Schritt der Annäherung habe ich ein neues Bild mit maximaler Brennweite gemacht und bei etwa 5m Entfernung war dann die Fluchtdistanz unterschritten und die Vögel traten die Flucht auf die nächste Mauer an. Und das reichte eben nicht, um die kleinen Vögelchen formatfüllend zu fotografieren.

Nach etwas Recherche stellt man fest, daß es diese Vögel weder im Hochland und schon gar nicht in Tana geben dürfte. “Das Landes- innere wird gemieden, besonders in Höhenlagen von über 1.200 m über NN und in Bereichen der wenigen verbliebenen feuchten Tropenwälder.” weiß man bei lietzow-naturfotografie.de. “Sie gelten als ausgesprochen scheu und suchen bei der geringsten Störung ihr Heil in der Flucht.” sagt tierdoku.de. Dann hätten die Vögel mich aber nicht auf etwa 5m herankommen lassen dürfen.

Vogelkäfige zum Verkauf, Vögel zu verkaufen

Daher ist die Vermutung nicht ganz abwegig, daß es sich um Tiere handelt, die aus der Gefangenschaft beim Menschen, wo sie als Käfigvögel gehalten werden, entkommen sind. Vielleicht kann ja jemand anhand der Abbildung bestimmen, welcher der Unterarten die Vögel zuzuordnen sind, Agapornis canus canus oder Agapornis canus ablectaneus.

Auf den Fotos mit den Käfigen sind die unglücklichen Tiere zu sehen, die in Ankorondrano auf der Straße zum Verkauf angeboten werden. Es handelt sich vermutlich um Wildfänge, da es wenig wahrscheinlich erscheint, daß der barfüßige Verkäufer ein Papageienzüchter ist. Es gibt noch Fodys im Angebot und einen etwas größeren grauen Papagei, der vermutlich ein Kleiner Vasapapagei (Coracopsis nigra) ist.

Vogelkäfige auf dem Bürgersteig zum Verkauf

Auf der Seite der Internet Bird Collection kann man Links zu weiteren Fotos von Grauköpfchen finden, auch 2 kurze Videos sind im Angebot.

Das Google Keyword-Tool deutet darauf hin, daß “Lovebirds: Owners Manual and Reference Guide” vom Autor Dirk van den Abeele ein gesuchtes Buch für Halter und Züchter von Agaporniden zu sein scheint.

3 Grauköpfchen in Gefangenschaft in engem Vogelkäfig

Griechenland: Verbot von Barzahlungen – Folgen totale Geldtransfer-Kontrolle und Abschaffung von Bargeld?

Grieche als Wachmann mit typischer Berufskleidung

Zum Einstieg wurde die Summe für verbotene Bezahlungen mit Bargeld auf mehr als 1500 Euro festgelegt, um Steuerhinterziehung besser verfolgen zu können. Der griechische Finanzminister George Papaconstantinou hat laut einem Reuters-Bericht auf englisch ein ganzes Paket unpopulärer Maßnahmen in Form einer Steuerreform mit vielen Steueranhebungen angekündigt, von denen man sich 800 Millionen Euro Ertrag erwartet.

Für Geld auf Auslandskonten hat man eine Befreiung der Überprüfung der Herkunft versprochen, wenn es innerhalb von 6 Monaten nach dem Inkrafttreten des Gesetzentwurfs nach Griechenland zurückgeführt wird, wobei dann eine Besteuerung von 5% der Anlagesumme fällig wird.

Angestellten im Öffentlichen Dienst und Beamten werden die Gehälter zwischen 1 und 5,5% gekürzt. Pensionäre erhalten dagegen 1,5% mehr Pension, wenn sie nicht mehr als 2000 Euro haben.

Die Summe von 1500 Euro ist so gewählt, daß es die meisten Leute nicht oder nur selten betrifft. Man hofft also, daß der Aufschrei nicht so groß sein wird. Wenn die Summe von der Bevölkerung akzeptiert wird, dann wird sie vermutlich sehr bald immer tiefer gesenkt werden.

Die Frage ist, ob auch jedem Bürger der Zugang zu einem Bankkonto für Überweisungen offen steht. Das Mindeste wäre eine Staatsgarantie dafür, auf jeden Fall ein Konto zu bekommen. Eine solche Garantie läßt sich durch den Zwang aus der vorgesehenen Maßnahme ableiten.

Die Stoa von Eumenes im Bildvordergrund

In den Niederlanden sind es große Banken und Handelskonzerne, die als Vorreiter das Bargeld abschaffen wollen – in Griechenland ist es aber der Staat direkt, der einen Versuchsballon starten will, was dann irgendwann in der totalen Kontrolle der Bürger enden könnte.

Griechen und Niederländer wehrt Euch! Oder wollt Ihr den totalen Überwachungsstaat, die totale Finanzkontrolle?

Ein Staat ist der Vorreiter und mit Verweis auf diesen wird man in anderen Ländern nachziehen, um auf internationaler Basis die totale Finanzmarktkontrolle zu verwirklichen. Und die Hellenen sind auserkoren, den Anfang zu machen.

Wenn man einen Blick in die Onlineausgabe der FAZ wirft, dann kann man als Titel lesen:
“Papandreou sieht „Kriegssituation“.”
Aus dem Artikel: “Am Vorabend hatte Papandreou die Griechen auf das böse Erwachen vorbereitet: Das Land befinde sich im „Kriegszustand“ und kämpfe „um das nationale Überleben“. Alle Griechen müssten sich auf schmerzhafte Einschnitte gefasst machen, sagte der Regierungschef. Der griechische Rundfunk zitierte ihn zudem mit dem Satz im Ministerrat: „Wir haben unsere Pflicht getan, jetzt schlägt die Stunde der EU“.”

Soll das heißen, daß es die Griechen selbst sind, gegen die der Krieg geführt wird? Gegen den Mann auf der Straße? Ob der jetzt wirklich auf die Straße geht und demonstriert oder ob er daheim bleibt! Ob er für die EU ist oder dagegen – er wird ja sowieso nicht wirklich gefragt. Die Deutschen hat auch keiner gefragt, ob sie dem Ermächtigungsgesetz zustimmen wollen.

Wer noch nicht weiß, wie unser Geldsystem wirklich funktioniert, dem sei ein Beitrag aus dem Newsletter MaxNews zur Lektüre empfohlen.

 

Foto oben: pixelio.de / …auf verlorenem Posten… © Rainer Gräser

Foto mitte: stock.xchng / Acropolis © Konstantinos Dafalias
Foto unten: pixelio.de / Präsidentenpalast in Athen © Bildpixel

Blick durch den Garten auf den Amtssitz des Staatspräsidenten von Griechenland

Die Airline Neos aus Italien bietet, wie die Fluggesellschaft Air Italy, Flüge ab Mailand zur Ferieninsel Nosy Be an

Blauer Passagagierjet vor blauem Himmel

In der Online-Ausgabe der Midi Madagasikara wird berichtet, daß die Fluggesellschaft Neo ab 1. April eine Flugroute von Mailand nach Nosy Be bedienen werde. Dazu muß angemerkt werden, daß die Airline Neos heißt.

Ein verfrühter Aprilscherz scheint das Ganze allerdings dennoch nicht zu sein, denn auf der Webseite von Neos, die nur auf italienisch verfügbar ist, kann man die Destination Nosy Be (NOS) schon ausmachen. Nur gibt es momentan noch keine Möglichkeit, einen Flug zu buchen oder weitere Infos dazu zu erhalten.

Die Midi schreibt abschließend, daß Neos als Verstärkung der Air Italy hinzukommen werde. Tana ist weit weg von Nosy Be – aber tatsächlich, auf der Homepage bei Air Italy ist Nosy Be ab den Städten Rom und Mailand im Angebot. Diese Fluggesellschaft denkt schon etwas internationaler und bietet auch Englisch als Sprache an.

Für den einen oder anderen Touristen, besonders wenn man eine Reise als Individualtourist plant, könnte diese Flugstrecke eine Alternative für die Anreise auf die Insel, wo der Pfeffer wächst, sein. Für Reisende aus Österreich, aus der Schweiz oder auch aus Süddeutschland könnte die geographische Nähe zu Mailand ein Vorteil sein.

Ob es bei den beiden Fluglinien Billigtickets für Flüge nach Madagaskar zu ergattern gibt muß dann jeder von Fernweh geplagte selbst herausfinden.

Foto oben: NEOS Boeing 737-86N(WL) über Rom Fiumicino (FCO), Italien © Mario Serranò
Foto unten: Air Italy Boeing 767-304(ER) Abflug von Curaçao Hato (CUR), Niederländische Antillen © Roger Cannegieter

Italienisches Passagierflugzeug über dem Meer am Himmel

Madagaskar-Blog läuft unter Wordpress 2.8.4
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates