Madagaskar-Blog

Themen rund um Madagaskar und alles was interessant ist…

Archiv: Mai 2010

Flughafentransfer mit Airport Shuttle Bus zum Flughafen Ivato Antananarivo, sichere Fahrt ins Innenstadt-Hotel

Flughafentransfer mit Kleinbussen

Wer eine Individualreise nach Madagaskar geplant hat und in Ivato auf dem Flughafen ankommt, für den stellt sich meist die Frage, wie man den nächsten Schritt organisiert.

Raus aus dem Flugzeug, rein in den Bus.

Seit einiger Zeit gibt es nämlich schon den Bus-Pendeldienst des Flughafenbetreibers ADEMA (Aeroports de Madagascar) mit Bussen und Kleinbussen vom und zum Hotel im Stadtzentrum. Auch bei verschiedenen Hotels an der Strecke wird von dem Zubringerdienst Halt gemacht. Kleinbus und Minibus haben abweichende Routen, die sie bedienen, aber als Stadtbus fungieren alle.

Dieser Service einer Busverbindung von und zur Herberge wird zu einem für Touristen attraktiven Preis angeboten. Mit den größeren Nissan-Bussen des Modells Civilian hat der Passagier ein geräumigeres Platzangebot und muß dafür weniger tief in die Tasche greifen, der Preis für die Fahrt beträgt 6.000 Ariary. In den Minibussen, in denen es etwas enger zugeht, muß man 12.000 Ariary für den Transfer bezahlen.

Die kleineren Fahrzeuge pendeln auf folgender Route:

  • Flughafen Ivato (Busparkplatz)
  • Stadtteil Talatamaty (Hotel le Carrefour)
  • Andohatapenaka (Hotel Etoile Rouge)
  • Andavamamba (Kunsthandwerkerdorf CENAM/Hotel Nalugaro)
  • Anosy (Hotel Carlton)
  • Antaninarenina (Hotel Du Louvre und Hotel Colbert)
  • Analakely (Hotel Le Glacier)
  • Anosy (Hotel Carlton)
  • Andavamamba (Madahotel)
  • Andohatapenaka (Hotel Etoile Rouge)
  • Flughafen Ivato

Die großen Busse pendeln auf folgender Route:

  • Flughafen Ivato (Busparkplatz)
  • Stadtteil Ambodivonkely (Hotel Des Orchidees)
  • Antanimena (Hotel Astauria)
  • Analakely (Hotel Tana Plaza)
  • Tsaralalana (Hotels White Palace/Anjary und Cactus Vert)
  • Antanimena (Hotel Zina, Immeuble Deco Center)
  • Ankorondrano (Hotel Ibis)
  • Antanety Ambohimanarina (Chambre d’Hotes Au Zenith)
  • Talatamaty (Hotel Ile du Paradis)
  • Flughafen Ivato

iPhone ausspioniert, Nacktbilder im Internet mit Facebook-Identität – Auch Firefox hat Sicherheitslücken

Smartphone von Apple: Das iPhone

Die Mehrzahl der Nutzer von mobilen Geräten und deren Anwendungen, die der Kommunikation dienen, hat nur durchschnittliche Kenntnisse, was deren Verwendung betrifft – und über die Sicherheitsrisiken ihrer ständigen Begleiteter wissen die meisten Mobilfunknutzer kaum Bescheid. Es gibt aber Experten, die sich auskennen: Für diese Hacker ist es ein Leichtes, sich privater Daten wildfremder Menschen zu bemächtigen. Bedenken sollte man zudem noch, daß staatliche Stellen bei dem “Spiel” auch kräftig mitmischen, die Hersteller werden gar dazu angehalten, die Entwicklung nach vorgegebenen Standards vorzunehmen und unter anderem geheime Schnittstellen einzubauen.

 

Das iPhone hat einen Riesen-Hype ausgelöst und von allen Seiten werden neue Apps entwickelt, die den Nutzern die drolligsten Dienste eröffnen – so standen einige junge weibliche iPhone-Nutzerinnen nackt in der Öffentlichkeit des Internets. Natürlich wußten die gar nichts davon und sind sicherlich hinterher aus allen Wolken gefallen, aber das sind leider die Gefahren, die sich auftun, wenn man gewisse technische Lösungen zu vertrauensselig nutzt, wie uns die Bild-Zeitung aufzeigt und zur Vorsicht vor Spionage-Apps rät.

In diesem Fall handelte es sich um das Programm Quip des Anbieters Addy Mobile, mit dem man MMS kostenlos übers Internet verschicken konnte. Der Internetserver des Dienstproviders hatte aber eine Schwachstelle, und so gelang es Hackern, durch die Sicherheitslücke private und intime Bilder zu erbeuten und diese dann zu veröffentlichen – und zwar verknüpft mit den echten Identitäten im sozialen Netzwerk Facebook, darunter auch Selbstporträts nackter Mädchen – ungewollter, aber öffentlicher Striptease, sozusagen.

Auch der bekannte Börsenhändler Dirk Müller vom Frankfurter Börsenparkett ist ein eifriger Nutzer eines iPhones, macht sich aber schon Sorgen, was die Nutzung seines Kult-Handys betrifft und dessen Datensicherheit.

Nackte Frau - Rückenansicht

Bei dem Hacker-Wettbewerb Pwn2Own in Vancouver, Kanada, werden hohe Geldpreise für das Überwinden von Sicherheitsfeatures verschiedener Produkte vergeben, um den Herstellern die Möglichkeit zu geben, Sicherheitslücken zu schließen. Da hackt man nicht nur das iPhone in 20 Sekunden und holt selbst die schon gelöschten SMS runter, sondern der Safari Webbrowser von Apple wurde ebenso gehackt, wie der Internet Explorer von Microsoft und auch der Firefox von Mozilla. Lediglich der Google-Browser Chrome wurde bisher angeblich noch nicht überwunden.

Ausgerechnet Google. Da ist doch diese Krake dafür bekannt, alle möglichen Daten ihrer Nutzer gnadenlos zu sammeln. Haben die etwa den Browser so hackersicher gemacht, weil sie den Alleinverwertungsanspruch auf die zu gewinnenden Daten haben?

Auch die Universität Augsburg beschäftigt sich mit dem Thema Datensicherheit: “Mobile Security oder: Wie leicht Laptop, iPhone, Blackberry & Co. ausspioniert und abgehört werden können“. Berichtet wird, daß ein 11-Jähriger Junge einen Trojaner für das iPhone gebastelt haben soll.

 

Angesichts der geschilderten Gegebenheiten ergibt sich nun ein ganz neues Gefahrenpotential, das noch niemand auf der Rechnung hat. Fortan muß man wegen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise immer damit rechnen, daß ein abgebrannter Hacker hochsensible Daten abgreift und an die Bundesrepublik Deutschland GmbH, vertreten durch die deutsche Regierung mit Angela Merkel und dem Bundes-Trojaner Wolfgang Schäuble, verhökert.

Willkommen im Kasperle-Theater!

Und egal, ob es dabei um Steuererpressung mittels einer CD oder um die Rettung des Euros vor ruinösen Spekulanten geht:

Der Dumme bist immer DU!

In “gods own country”, den USA, weist man den Weg: Eine offene Drohung der Steuerbehörden im Fernsehen von Pennsylvania (siehe YouTube-Video unten) oder auf dem Flughafen bei der Einreise mit Notebook in die USA das Kopieren von Daten.

 


Fotos: pixelio.de

Foto oben: iPhone in Action © Kigoo-Images

Foto mitte: Fotoshooting auf Mallorca © Alexander Hauk www.alexander-hauk.de

Wie im Bürgerkrieg: Militär-Gefechte mit Granatwerfern und Automatikwaffen in Antanimora, Antananarivo

Treppe in den blauen Himmel - Centre de Conférence Internationale CCI Ivato

Dieser 20. 5. 2010 dürfte ein Novum sein für Madagaskar. Militärische Einheiten bekämpften sich gegenseitig in der Hauptstadt. Die Deutsche Botschaft informierte ihre Gemeinde schon am Morgen über heftige Schußwechsel um das Mausoleum und FIGN, sowie Rova.

Auch in Deutschland war man Dank Twitter schon informiert.

Am Abend wurden dann die Szenen von den Unruhen im Fernsehen gezeigt: Die angreifenden Truppen näherten sich an der steilen Straße, die zum Mausolee hochführt, einem Gebäudekomplex und feuerten Gewehrsalven und Granaten ab.

Der anscheinend Verantwortliche bei der Miltäraktion war ein Herr mit dem Namen Ravalomanana, Vorname nicht Marc, der mehrfach Interviews gab.

Etwa 600 treue Krieger sollen bei dem Angriff beteiligt gewesen sein und 20 Abtrünnigen gegenübergestanden haben, die dann unerkannt entkommen sein sollen!?

 

Viele Psychopathen waren wieder unterwegs. Werden die Menschen jemals kapieren, warum es immer wieder zu Kriegen kommt, obwohl die große Mehrheit eigentlich nur in Frieden leben möchte?

Es ist zu hoffen, daß man es bei den kriegerischen Handlungen dieses einen Tages bewenden läßt!

Bank mit Bankkonto im Handy: MVola von Telma – Geldtransfer und Zahlungssystem, Überweisung per Handy

Instandhaltung für das Telefonnetz auf dem Leitungsmast

Nachdem sich mobile Bezahlsysteme per Handy schon in einigen anderen Ländern etabliert haben, bietet nun auch Telma (Telecom Malagasy), der einstige Staatskonzern und Monopolist für Telekommunikation, eine solche Lösung auf dem Markt an: MVola. Damit wird es jetzt in den entlegensten Winkeln Madagaskars möglich, Bankgeschäfte zu tätigen – voruasgesetzt, es gibt dort eine Netzabdeckung durch Telma.

Um den Dienst so attraktiv wie möglich zu gestalten, ist die Kontoführung kostenlos und man braucht kein Mindestguthaben. Das Maximalguthaben ist allerdings auf 5.000.000 Ariary beschränkt, was bei einem Umtauschkurs von 2.650 Ariary pro Euro 1.886,79 Euro entspricht. Wer eine größere Summe vor externem Zugriff, zum Beispiel durch Diebe, auf einem Konto sichern will, der kann sich eine weitere SIM-Karte mit einer anderen Nummer zulegen.

Die Gebühren betragen 750% des zu überweisenden Geldbetrags – wenn man den kleinstmöglichen Betrag zur Überweisung von 100 Ariary wählt, an einen Empfänger, der kein Telefon hat. Hat der Empfänger ein Telma-Konto MVola, dann sinken diese Kosten auf 250%. Je höher man den Überweisungsbetrag wählt, um so geringer fällt die prozentuale Gebühr aus. Beim Höchstbetrag von 5.000.000 Ariary sind 3.000 Ariary Gebühr fällig, was dann 0,06% entspricht. Als Vergütungssystem hat man eine Tabelle mit festen Beträgen in einem Stufensystem festgelegt. Was das Bild der spiegelverkehrten Geldscheine auf der Tarif-Seite wohl für eine Bedeutung haben soll?

Mit dieser Finanzdienstleistung für den ‘Kleinen Mann’, bei dem man die Bankfiliale zur Hälfte schon in der Tasche hat, kann man Geldüberweisungen vornehmen, Rechnungen bezahlen und Geld sicher aufbewahren.

In Kenia ist der Mobilfunkprovider Safaricom mit seinem M-Pesa-Dienst schnell zur größten “Bank” des Landes aufgestiegen, in Madagaskar hat Telma vorsorglich vom Start ab die Partnerschaft mit einer Bank gesucht, nämlich der BFV – Société Générale. Ein weiterer Partner ist die Firma Jovenna, die ein Tankstellennetz mit 66 Tankstellen in Madagaskar betreibt.

Der Lieferant, der für Telma die Plattform mit der Technologie stellt, ist die seit 2001 in Singapur ansässige Utiba Pte.Ltd., die sich mit über 200 Millionen Nutzern laut ihrer Homepage selbst als Marktführer im Bereich der mobilen Finanztransaktionen sieht. Daher wird es in absehbarer Zeit vermutlich auch möglich sein, internationale Finanztransaktionen vorzunehmen. Dazu ist interessant, daß Western Union auch mit Utiba eine Vereinbarung getroffen hat, künftig auf deren Know-how und Services zurückzugreifen.

Jetzt müssen die Marktteilnehmer erst einmal die Nutzungsmöglichkeiten vom mobilen Zahlungssystem MVola ausloten, um die Vorteile zu erkennen, damit sich ganz neue Strukturen des Wirtschaftens bilden können. Ein Geschäftsfeld, dem die Türen jetzt geöffnet sind, sind Verkaufsplattformen im Internet.

Geldscheine aufgefächert

FIM 2010 in Ivato – Messe-Aussteller ziehen viele Besucher zum Sheraton-Hotel und Konferenzzentrum

Farbband am Messestand

Die größte Messe Madagaskars hatte ihre Pforten wieder geöffnet, diesmal wurde die FIM (Foire Internationale de Madagascar) aber nicht mehr in Andranomena, sondern in und vor dem Centre de Conférence de Madagascar in Ivato abgehalten. Im Vergleich zum letzten Jahr dürften diesmal wieder mehr Besucher da gewesen sein, allerdings läßt sich anhand der Parkplatzbelegung kein Vergleich ziehen, da die Parkplätze beim neuen Messegelände nicht so übersichtlich sind. Im Gegenteil, dort scheinen nicht wirklich Parkplätze vorgesehen zu sein. Auf dem folgenden Bild kann man das ansatzweise nachvollziehen.

Parkende Autos vor Hochhaus-Kulisse

Die Deutsche Botschaft war wieder mit einem Stand auf der Messe vertreten, aber eine deutsche Firma ist mir nicht mit einem eigenen Stand aufgefallen. Wer jetzt meint, da steht doch ein Schild von Sixt, dem sei gesagt, daß lediglich Prospekte des madagassischen Kooperationspartners dieser deutschen Autoverleih-Firma verteilt wurden. Und wen das interessiert: Ja, man kann dort Autos ohne Fahrer mieten.

Gäste am Stand der Deutschen Botschaft in Madagaskar

Bei der Messe wurde deutlich, wie stark Frankreich die Wirtschaft Madagaskars beeinflußt: Im Hauptzelt “Pavillon France” waren ausschließlich französische Firmen oder von Franzosen geführte Firmen vertreten. Auf dem Foto ist rechts der Stand der Bank BFV-SG, eine Tochtergesellschaft der Société Générale.

Messestand BFV-SG und Messebesucher gehen vorbei

Mehrere Firmen boten ihre Dienste für jene an, die jetzt wegen der vermehrten Überfälle und Einbrüche Angst um ihr Hab und Gut haben. Sicherheitstechnik ist eine Branche mit Zukunft, wenn die Kluft zwischen Arm und Reich zunimmt.

Andere Produkte für Wohlhabende, wie verschiedene Automarken aus China, wurden auf der Messe ausgestellt, aber auch solche Dinge, die man dem Segment Luxus zuordnen kann. Zum Beispiel mehrere Jet-Skis, wie man auf dem nächsten Foto mit einem Modell von einem Sea-Doo Jetboot sieht, welches mit einem Rotax 4-TEC Motor aus Österreich ausgestattet ist.

Jetboot auf der Messe

Bezüglich der Telekommunikationsunternehmen erstaunte, daß der Mobilfunk-Provider Zain fehlte, ebenso, wie Telma (Telecom Malagasy) und die auf den Internetzugang spezialisierte Tochtergesellschaft Moov. Dabei hat doch Telma kürzlich ein neues Produkt vorgestellt, welches die madagassische Wirtschaft revolutionieren könnte: MVola, ein mobiles Bezahlsystem.

Orange hatte neue Angebote zu präsentieren, nämlich den mobilen Internetzugang. Man hat lange warten müssen, nachdem das Lion-Kabel in Tamatave angeschlossen wurde, aber jetzt wird der mobile Internetzugang mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Mbit/s angeboten. Und nun stellt man vielleicht enttäuscht fest: Es gibt keine Flatrate, sondern nur volumenbegrenzte Tarife. 1 GB zu 100.000 Ariary, was bei einem Wechselkurs von 2.700 Ariary pro Euro 37,04 Euro entspricht! Ist das Limit überschritten, dann läuft der Zähler weiter und es wird richtig teuer. Für große Downloads ist diese Lösung also nicht empfehlenswert.

Respektable 0,99Mb/s erreichte die Anzeige der Geschwindigkeit bei der Vorführung am Stand von Orange bei speedtest.net. Zumindest da bewegt sich was. Nur ist dabei zu bedenken, daß derzeit noch nicht viele Kunden diese Lösung nutzen und es wahrscheinlich ist, daß sich diese Geschwindigkeit reduzieren wird, wenn viele Kunden das vorhandene Kontingent der Bandbreite gleichzeitig nutzen.

Letzte Diskussion vor der Heimfahrt

Blueline steigt in den Mobilfunk ein. Bisher war man für Privatkunden der Spezialist für den Internetzugang, jetzt erweitert man die Produktpalette durch das Angebot eines Mobilfunk-Dienstes. Laut Angaben einer Hostess am Blueline-Stand greift man auf die Netz-Infrastruktur von Telma zurück, man ist also nur Reseller.

Beim Internetzugang hat man das alte Flatrate-Produkt FreeDSL umbenannt zu ‘BOX 4G 512kbps illimité’ und die maximale Zugangsgeschwindigkeit, bei gleichbleibendem Preis von monatlich 109.000 Ariary, verdoppelt. Was man nicht geschafft hat: Die neuen Angebote und Tarife am Tag nach dem Messeende auf der Homepage erscheinen zu lassen.

Die weiteren Angebote sind ‘BOX 4G 1Mbps illimité’ zu 229.000 Ariary, ‘BOX 4G 2Mbps illimité’ zu 390.000 Ariary monatlich und ‘BOX 4G 4Mbps illimité’ zu 690.000 Ariary pro Monat.

Auf die billigen Angebote muß man also, wie schon von mir erwartet, weiter warten.

Messe-Beraterin am Messestand

Ein Unternehmer aus Indien hatte für seine Firma Sanitec einen Stand, auf dem er die geplante Herstellung von Kloschüsseln mit kleinen Modellen zur Schau stellte, die mit Lackfarbe gestricken waren. Die richtigen sollen allerdings emailliert werden. Es handelt sich bei den Produkten um die Version mit einem Loch im Boden, nicht um ein Modell auf dem man wie auf einem Thron sitzen kann, also ‘französische’ Toiletten. Wenn die Brennstraße fertig ist, dann kann man vielleicht sogar daran denken, Eß-Geschirr herzustellen?

An mehreren Ständen bot man Ätherische Öle an und informierte über die verschiedenen Produkte, die man anbaut und verarbeitet. Auch der Purgiernuß (Jatropha curcas) konnte man auf der Messe begegnen, der Pflanze, in die so viele Hoffnungen gesetzt werden, da man daraus Bio-Diesel herstellen will. Samen wurden ausgestellt und daraus gepreßtes trübes Öl.

Das moderne Hochhaus auf den Bildern ist das wegen der für 2009 geplanten Versammlung der Staatschefs der Afrikanischen Union gebaute Sheraton Hotel. Das Gebäude machte den Eindruck, derzeit nicht genutzt zu werden – oder warum gibt es innen keine Beleuchtung? Oder hat man einfach nur vergessen, an die Beleuchtung zu denken, wie beim Stand von Blueline?

Nach dem Sonnenuntergang

Abschaffung der Kommentar-Funktion beim Webauftritt der Tageszeitung Midi Madagasikara wegen Pöbeleien

Tageszeitungen mit Steinen beschwert

Von Pöbeleien oder unflätigen Ausdrucksweisen, die jeden Respekt vermissen lassen, hat man bei der Midi zwar nichts ausdrücklich erwähnt, aber man hat geschrieben, die Qualität der Debatten sei nach einigen Monaten des Versuchs nicht überzeugend gewesen.

Die Beiträge hätten nur die Meinung ihrer jeweiligen Autoren wiedergegeben, ohne, daß die Verantwortlichen der Webseite ihre Billigung oder Mißbilligung dazu ausgedrückt hätten.

Damit man sie nicht zur Verantwortung des Inhalts der Beiträge ziehen könne, von denen sie nicht die Autoren sind, habe man die Entscheidung gefällt, das Forum ab dem 14. April 2010 dauerhaft zu entfernen, da sich die gewünschten Ergebnisse nicht eingestellt hätten.

Mit der Bezeichnung Forum dürfte die Kommentar-Funktion bei den eingestellten Artikeln gemeint sein.

Man kann feststellen, daß es bei politischen Diskussionen in verschiedenen Internet-Foren unter Madagassen nicht selten ist, daß die Sachlichkeit schnell auf der Strecke bleibt. Ein Vazaha, der sich als solcher zu erkennen gibt, oder sogar ein Schreiber, hinter dem ein Vazaha vermutet wird, kann leicht zum Opfer von üblen Schimpftiraden werden.

Das ist aber kein Phänomen, das auf die Madagassen beschränkt ist, sondern es könnte wohl fast überall im Internet zu einem Erbe werden, das besonders die heutige Jugend den folgenden Generationen vermacht.

Diese Streitkultur zeigt, daß die Madagassen, die von ihrer Kultur mit asiatischer Prägung her eher zur Zurückhaltung neigen, durch die gewonnene Anonymität auch mal gerne:
Voll die Sau rauslassen.

Sainte Marie und Ile aux Nattes: Probleme für die Bewohner, statt Fortschritt und Entwicklung durch Tourismus

Segelboot vor Anker in der Lagune

Die Touristen sind laut einem Lebensmittelhändler auf Sainte Marie notwendig, denn er sagt: “Ohne Tourismus läuft hier überhaupt nichts”. Der Tourismus bringt zwar Geld, aber eben auch Probleme. Meist fühlten sich die Ausländer überlegen und ließen das die Einheimischen auch spüren. Mehr dazu lesen kann man bei der Lighthouse Foundation, der ‘Stiftung für die Ozeane und die Meere’.

Die Ausländer, die ihr Domizil auf den beiden Inseln bezogen haben, verursachen eigene Probleme. So kommt es immer wieder zu Streitigkeiten mit den Vazahas wegen anderer Auffassungen. Wegerechte spielen dabei beispielsweise eine Rolle. Unter Madagassen ist es üblich, daß ein schmaler Weg für die Allgemeinheit freigelassen wird, allerdings fällt es den Madagassen schwer, diese auch von den Neusiedlern zu fordern, da diese ja auf so einem hohen Sockel stehen.

Einigen Familien bringt der Tourismus, der auf Sainte Marie haupsächlich von individualreisenden Rucksacktouristen geprägt wurde, einen erhöhten Wohlstand. Das führt dazu, daß ein Konkurrenzdenken, mit all seinen negativen Folgen, einsetzt. Man will sich vielleicht, ebenso wie der Nachbar, einen großen Fernseher leisten, man will zeigen, daß man mithalten kann.

Palmen säumen die Dorfstraße in Sainte Marie

Das kann dann auch dazu führen, daß man der Verlockung des Geldes erliegt und sein Grundstück verkauft. Nach relativ kurzer Zeit ist der Reichtum dann wieder verflogen, da man nie lernte, vorausschauend mit viel Geld zu wirtschaften – das angestammte Stück Land hat aber jemand anderes.

Die Jugend orientiert sich an neuen Werten, will nicht mehr in der traditionellen Lebensweise leben, denn die Glotzkiste zeigt ja das ‘Wahre Leben’. Finanzielle Verlockungen der Prostitution sind es, denen junge Frauen und auch schon minderjährige Mädchen anheim fallen, die die wohlhabenden Touristen sogartig nähren. Das wird von den älteren Generationen zwar mit Mißfallen betrachtet, aber man sieht sich der Lage mit Ohnmacht gegenüber.

Die kulturelle Entwurzelung und die ganzen anderen Probleme bieten dem Alkoholismus dann ein Einfallstor – und dieser Teufelskreis ist überall auf unserem Globus mehr oder weniger gut bekannt.

Ansichten und Argumente der fremden Investoren findet man in der Doktorarbeit von Lutz Redecker mit dem Titel “MORA-MORA – WARUM ANDERS? TOURISMUS UND SOZIOKULTURELLER WANDEL AUF SAINTE MARIE, MADAGASKAR” ab dem Kapitel 3.3.-2.

Ein Zitat daraus:

“Es ist sehr schwierig mit den Einheimischen auszukommen. Sie verstehen nichts von Geld, sind unzuverlässig und man muß ständig hinter ihnen her sein. Vieles muß man ihnen zehnmal sagen, bis sie es begriffen haben.”

Hier wird die Kluft der Wertvorstellungen überdeutlich, es muß zwangsweise zu Konflikten kommen, denn mit moramora hat der ‘normale’ Vazaha wenig oder gar nichts am Hut. Als einer der Faktoren dieser Inkompatibilität der Wertesysteme ist natürlich ein eklatanter Unterschied im Bildungsniveau anzusehen. Das schon seit langem in den entwickelten Ländern installierte Geld- und Wirtschaftssystem mit seinem Wachstumszwang wegen des Schuldgeldes mit seinen Zinsen ist den beschaulich lebenden Menschen auf einer paradiesischen Insel schwer vermittelbar.

Das hängt auch damit zusammen, daß eine größere Vorratshaltung durch den fehlenden Winter nie zwingend notwendig war und folglich das Denken seit Generationen ganz anders, auf jeden Fall aber viel kurzfristiger ausgerichtet war und immer noch ist.

In ihrer Semesterarbeit Ethik “Tourismus in Entwicklungsländern – Am Beispiel von Burkina Faso und Madagaskar” treffen Christine Wisler und This Born folgende Aussagen:

Ich selbst habe die Insel besucht und war betroffen, wie wenig von einem “intelligenten Tourismus” hier anzutreffen war. Zwar ist die Auswahl an kleineren, einfachen, Wohn- und Essmöglichkeiten relativ gross, doch werden diese Unterkünfte fast aussschliesslich von Europäern angeboten.


Der Flugplatz liegt an der Südspitze der Insel und während die meisten Europäer einen Geländewagen besitzen und die Gäste damit am Flughafen erwarten und zur Unterkunft transferieren, müssen viele Einheimische auf ihre Gäste warten oder diese mit dem öffentlichen Bus abholen. So werden viele Besucher der Insel direkt nach ihrer Ankunft in Unterkünfte gelotst, von welchen leider zu oft nicht die Einheimischen profitieren.

Ein deutliches Konfliktpotenzial ist zu erkennen, wenn die Voraussetzungen so kraß differieren.

Als Fazit übernehme ich ein Zwischenfazit aus der Semesterarbeit Ethik:

Zu hoffen ist, dass die staatlichen und zum Teil auch privaten Tourismusprojekte zu Gunsten eines sinnvollen Tourismus Erfolg haben, und die Madagaskarbesucher einsehen, dass nicht der gebotene Komfort die “guten” Ferien ausmacht, sondern viel mehr die Verträglichkeit der Auswirkungen ihres Aufenthaltes.

Bananenstaude, Palmen und andere Pflanzen

Gerald Celente: Obamageddon naht mit Wirtschaftskollaps und Zusammenbruch des Amerikanischen Imperiums

Foto vom Abendhimmel in Madagaskar mit Baumsilhouette

Dunkle Wolken ziehen auf, Gerald Celente, der in den Vereinigten Staaten sehr bekannte Trendforscher, hat in einem Interview gewohnt düstere Aussichten hören lassen. Da er in der Vergangenheit meist Recht hatte mit seinen Vorhersagen, kann man nun annehmen, stehen der Menschheit richtig gravierende Umwälzungen bevor. Die Welt geht zwar nicht unter, aber für viele könnte die Welt dennoch untergehen, denn der vorausgesagte Zerfall des amerikanischen Imperiums dürfte für viele sehr schwer wiegen, wenn er denn so kommen sollte.

Celente sagt, daß die Leute alles verlieren! Nicht nur ihre Jobs, sondern auch ihre Pensionen und ihre Zukunft!

Indien, China und Rußland sollen in Gesprächen über eine neue Leitwährung sein. Sie wollen alle raus aus dem Dollar. Man könne nicht Geld drucken, das auf nichts basiert, während man nichts werthaltiges herstellt, ohne die Wirtschaft zu zerstören.

Auch der Ökonom Nouriel Roubini, Ex-Berater des amerikanischen Finanzministeriums, sieht die USA in Gefahr: Das Schuldenproblem habe eine viel größere Dimension: “Das Risiko, dass den USA etwas Ernstes passiert, ist erheblich.” Was aber soll uns die Schwarzmalerei dieses System-eigenen Krisenpropheten wirklich sagen? Roubini wird längst nicht so konkret, wie Celente.

Währenddessen ist eine große Umverteilung von Kapital im Gange, die durch eine alltägliche große kriminelle Verschwörung begünstigt wird. Eine entscheidende Rolle dabei spielen – wieder einmal – die Ratingagenturen, die der Menschheit ja zuvor schon finanztechnischen Müll als erste Sahne bescheinigt haben!

So ziehen also milliardenschwere Spekulanten mit dem fallenden Euro noch ihre Milliardengewinne aus der Tatsache, daß man Griechenland und bald vielleicht noch Portugal, Irland, Italien und Spanien beschleunigt in die Nähe des Staatsbankrotts treibt. Wo ist aber der Unterschied der Finanzlage dieser Länder zu der der USA oder von Großbritannien? Die Verschuldungsquote von Japan erscheint rekordverdächtig – wann ist da Schluß?

Nicht unerwähnt bleiben soll, daß deutsche Banken hohe Milliardenbeträge in griechische Staatsanleihen investiert haben. Damit diese nicht abgeschrieben werden müssen, wird die Marionetten-Regierung in Berlin angewiesen, die Rettung der griechischen Staatsfinanzen zu übernehmen – der Deutsche Michel wird die Folgen tragen!

Sollte es dazu kommen, daß auch der letzte Investor kein Vertrauen mehr in das Schuldensystem hat, dann werden die Kurse der Staatsanleihen fallen und das Zinsniveau würde entsprechend stark steigen. Inflation, viele sehen gar eine Hyperinflation am Himmel aufsteigen, wäre die unvermeidliche Folge – und damit automatisch auch die Entschuldung der Staaten. Aber um welchen Preis für diejenigen, die Geld bei der Bank angelegt haben oder für ihre Altersvorsorge mit einer Lebensversicherung gespart haben?

Im Newsletter des Silberjungen von Thorsten Schulte gibt es folgendes zu lesen:

In diesem Zusammenhang zitieren wir Klaus Kaldenmorgen, dem Chef der DWS (Investmentfondstochter der Deutschen Bank) aus einem Interview mit dem Handelsblatt (Ausgabe vom 26. April 2010, Seite 4): „Nicht ohne Grund hat der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück in einem Interview mit unserem Hause gerade gesagt, er würde keine deutschen Regierungsanleihen mehr kaufen. Man mache sich das einmal klar: Das sagt jemand, der vor kurzer Zeit noch für die Finanzen unseres Landes verantwortlich war.“

Und dann könnte wieder der Moment gekommen sein, in dem man von innenpolitischen Problemen ablenken will, indem man eine Bedrohung von außen konstruiert. Die Konstruktion dieses Szenarios ist schon recht konkret und könnte in einem Angriff auf den Iran gipfeln. Auch bei der Bundeswehr liegt schon ein Persisch-Sprachführer vor, der kriegerische Vokabeln auf Persisch lehrt, zum Beispiel: “Hände hoch!” oder “Mund halten!”

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