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Bank mit Bankkonto im Handy: MVola von Telma – Geldtransfer und Zahlungssystem, Überweisung per Handy

Instandhaltung für das Telefonnetz auf dem Leitungsmast

Nachdem sich mobile Bezahlsysteme per Handy schon in einigen anderen Ländern etabliert haben, bietet nun auch Telma (Telecom Malagasy), der einstige Staatskonzern und Monopolist für Telekommunikation, eine solche Lösung auf dem Markt an: MVola. Damit wird es jetzt in den entlegensten Winkeln Madagaskars möglich, Bankgeschäfte zu tätigen – voruasgesetzt, es gibt dort eine Netzabdeckung durch Telma.

Um den Dienst so attraktiv wie möglich zu gestalten, ist die Kontoführung kostenlos und man braucht kein Mindestguthaben. Das Maximalguthaben ist allerdings auf 5.000.000 Ariary beschränkt, was bei einem Umtauschkurs von 2.650 Ariary pro Euro 1.886,79 Euro entspricht. Wer eine größere Summe vor externem Zugriff, zum Beispiel durch Diebe, auf einem Konto sichern will, der kann sich eine weitere SIM-Karte mit einer anderen Nummer zulegen.

Die Gebühren betragen 750% des zu überweisenden Geldbetrags – wenn man den kleinstmöglichen Betrag zur Überweisung von 100 Ariary wählt, an einen Empfänger, der kein Telefon hat. Hat der Empfänger ein Telma-Konto MVola, dann sinken diese Kosten auf 250%. Je höher man den Überweisungsbetrag wählt, um so geringer fällt die prozentuale Gebühr aus. Beim Höchstbetrag von 5.000.000 Ariary sind 3.000 Ariary Gebühr fällig, was dann 0,06% entspricht. Als Vergütungssystem hat man eine Tabelle mit festen Beträgen in einem Stufensystem festgelegt. Was das Bild der spiegelverkehrten Geldscheine auf der Tarif-Seite wohl für eine Bedeutung haben soll?

Mit dieser Finanzdienstleistung für den ‘Kleinen Mann’, bei dem man die Bankfiliale zur Hälfte schon in der Tasche hat, kann man Geldüberweisungen vornehmen, Rechnungen bezahlen und Geld sicher aufbewahren.

In Kenia ist der Mobilfunkprovider Safaricom mit seinem M-Pesa-Dienst schnell zur größten “Bank” des Landes aufgestiegen, in Madagaskar hat Telma vorsorglich vom Start ab die Partnerschaft mit einer Bank gesucht, nämlich der BFV – Société Générale. Ein weiterer Partner ist die Firma Jovenna, die ein Tankstellennetz mit 66 Tankstellen in Madagaskar betreibt.

Der Lieferant, der für Telma die Plattform mit der Technologie stellt, ist die seit 2001 in Singapur ansässige Utiba Pte.Ltd., die sich mit über 200 Millionen Nutzern laut ihrer Homepage selbst als Marktführer im Bereich der mobilen Finanztransaktionen sieht. Daher wird es in absehbarer Zeit vermutlich auch möglich sein, internationale Finanztransaktionen vorzunehmen. Dazu ist interessant, daß Western Union auch mit Utiba eine Vereinbarung getroffen hat, künftig auf deren Know-how und Services zurückzugreifen.

Jetzt müssen die Marktteilnehmer erst einmal die Nutzungsmöglichkeiten vom mobilen Zahlungssystem MVola ausloten, um die Vorteile zu erkennen, damit sich ganz neue Strukturen des Wirtschaftens bilden können. Ein Geschäftsfeld, dem die Türen jetzt geöffnet sind, sind Verkaufsplattformen im Internet.

Geldscheine aufgefächert

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1 Kommentar

  1. MVola: das mobile Geld für Madagaskar | Planet VaoVaoWeb:

    [...] Bankgeschäfte zu tätigen – vorausgesetzt, es gibt dort eine Netzabdeckung durch Telma, wie das Madagaskar-Blog detailliert [...]

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