FIM 2010 in Ivato – Messe-Aussteller ziehen viele Besucher zum Sheraton-Hotel und Konferenzzentrum

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Die größte Messe Madagaskars hatte ihre Pforten wieder geöffnet, diesmal wurde die FIM (Foire Internationale de Madagascar) aber nicht mehr in Andranomena, sondern in und vor dem Centre de Conférence de Madagascar in Ivato abgehalten. Im Vergleich zum letzten Jahr dürften diesmal wieder mehr Besucher da gewesen sein, allerdings läßt sich anhand der Parkplatzbelegung kein Vergleich ziehen, da die Parkplätze beim neuen Messegelände nicht so übersichtlich sind. Im Gegenteil, dort scheinen nicht wirklich Parkplätze vorgesehen zu sein. Auf dem folgenden Bild kann man das ansatzweise nachvollziehen. |

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Die Deutsche Botschaft war wieder mit einem Stand auf der Messe vertreten, aber eine deutsche Firma ist mir nicht mit einem eigenen Stand aufgefallen. Wer jetzt meint, da steht doch ein Schild von Sixt, dem sei gesagt, daß lediglich Prospekte des madagassischen Kooperationspartners dieser deutschen Autoverleih-Firma verteilt wurden. Und wen das interessiert: Ja, man kann dort Autos ohne Fahrer mieten. |

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Bei der Messe wurde deutlich, wie stark Frankreich die Wirtschaft Madagaskars beeinflußt: Im Hauptzelt “Pavillon France” waren ausschließlich französische Firmen oder von Franzosen geführte Firmen vertreten. Auf dem Foto ist rechts der Stand der Bank BFV-SG, eine Tochtergesellschaft der Société Générale. |

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Mehrere Firmen boten ihre Dienste für jene an, die jetzt wegen der vermehrten Überfälle und Einbrüche Angst um ihr Hab und Gut haben. Sicherheitstechnik ist eine Branche mit Zukunft, wenn die Kluft zwischen Arm und Reich zunimmt. Andere Produkte für Wohlhabende, wie verschiedene Automarken aus China, wurden auf der Messe ausgestellt, aber auch solche Dinge, die man dem Segment Luxus zuordnen kann. Zum Beispiel mehrere Jet-Skis, wie man auf dem nächsten Foto mit einem Modell von einem Sea-Doo Jetboot sieht, welches mit einem Rotax 4-TEC Motor aus Österreich ausgestattet ist. |

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Bezüglich der Telekommunikationsunternehmen erstaunte, daß der Mobilfunk-Provider Zain fehlte, ebenso, wie Telma (Telecom Malagasy) und die auf den Internetzugang spezialisierte Tochtergesellschaft Moov. Dabei hat doch Telma kürzlich ein neues Produkt vorgestellt, welches die madagassische Wirtschaft revolutionieren könnte: MVola, ein mobiles Bezahlsystem. Orange hatte neue Angebote zu präsentieren, nämlich den mobilen Internetzugang. Man hat lange warten müssen, nachdem das Lion-Kabel in Tamatave angeschlossen wurde, aber jetzt wird der mobile Internetzugang mit einer Geschwindigkeit von bis zu Respektable 0,99Mb/s erreichte die Anzeige der Geschwindigkeit bei der Vorführung am Stand von Orange bei speedtest.net. Zumindest da bewegt sich was. Nur ist dabei zu bedenken, daß derzeit noch nicht viele Kunden diese Lösung nutzen und es wahrscheinlich ist, daß sich diese Geschwindigkeit reduzieren wird, wenn viele Kunden das vorhandene Kontingent der Bandbreite gleichzeitig nutzen. |

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Blueline steigt in den Mobilfunk ein. Bisher war man für Privatkunden der Spezialist für den Internetzugang, jetzt erweitert man die Produktpalette durch das Angebot eines Mobilfunk-Dienstes. Laut Angaben einer Hostess am Blueline-Stand greift man auf die Netz-Infrastruktur von Telma zurück, man ist also nur Reseller. Beim Internetzugang hat man das alte Flatrate-Produkt FreeDSL umbenannt zu ‘BOX 4G 512kbps illimité’ und die maximale Zugangsgeschwindigkeit, bei gleichbleibendem Preis von monatlich 109.000 Ariary, verdoppelt. Was man nicht geschafft hat: Die neuen Angebote und Tarife am Tag nach dem Messeende auf der Homepage erscheinen zu lassen. Die weiteren Angebote sind ‘BOX 4G 1Mbps illimité’ zu 229.000 Ariary, ‘BOX 4G 2Mbps illimité’ zu 390.000 Ariary monatlich und ‘BOX 4G 4Mbps illimité’ zu 690.000 Ariary pro Monat. Auf die billigen Angebote muß man also, wie schon von mir erwartet, weiter warten. |

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Ein Unternehmer aus Indien hatte für seine Firma Sanitec einen Stand, auf dem er die geplante Herstellung von Kloschüsseln mit kleinen Modellen zur Schau stellte, die mit Lackfarbe gestricken waren. Die richtigen sollen allerdings emailliert werden. Es handelt sich bei den Produkten um die Version mit einem Loch im Boden, nicht um ein Modell auf dem man wie auf einem Thron sitzen kann, also ‘französische’ Toiletten. Wenn die Brennstraße fertig ist, dann kann man vielleicht sogar daran denken, Eß-Geschirr herzustellen? An mehreren Ständen bot man Ätherische Öle an und informierte über die verschiedenen Produkte, die man anbaut und verarbeitet. Auch der Purgiernuß (Jatropha curcas) konnte man auf der Messe begegnen, der Pflanze, in die so viele Hoffnungen gesetzt werden, da man daraus Bio-Diesel herstellen will. Samen wurden ausgestellt und daraus gepreßtes trübes Öl. Das moderne Hochhaus auf den Bildern ist das wegen der für 2009 geplanten Versammlung der Staatschefs der Afrikanischen Union gebaute Sheraton Hotel. Das Gebäude machte den Eindruck, derzeit nicht genutzt zu werden – oder warum gibt es innen keine Beleuchtung? Oder hat man einfach nur vergessen, an die Beleuchtung zu denken, wie beim Stand von Blueline? |

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