Schlange stehen am Visa-Geldautomaten der Bank of Africa in Analakely für den Einkauf zum Muttertag

Auch in Madagaskar gibt es schon einige Leute, die mit Plastikgeld in der Gegend herumlaufen. Überwiegend wird es sich dabei um einfache Kundenkarten der großen Banken handeln, aber auch Visa-Karten bieten die Banken ihren Kunden an..
Letztlich war an einem Samstag das Schlangestehen auf dem Foto zu beobachten. Die Bank of Africa (BOA) hatte in ihrer Filiale in Analakely gegenüber vom Bahnhof gerade an diesem wichtigen Wochentag, an dem viele ihre Einkäufe machen, nur einen der 3 vorhandenen Geldautomaten in Betrieb. Mindestens 30 Personen standen in der Schlange und warteten darauf, ihre Karte in den Geldautomaten stecken zu können, um sich anschließend mit Bargeld in das Verkaufsgetümmel in Analakely zu stürzen.
Da jeder Nutzer für die Benutzung des Gerätes eine gewisse Zeit braucht, kann man durchaus vermuten, daß mancher Bankkunde eine Stunde oder gar länger gewartet hat. Man fragt sich, warum gerade an einem Samstag nur einer der 3 Geldautomaten zur Nutzung offen steht.
Ein Madagasse meinte, daß es sein könne, daß den Beamten ihr Salär ausgezahlt worden ist. Es komme regelmäßig bei der BOA vor, daß sich dort dann lange Schlangen bildeten. Bei der BNI-Filiale bei der Feuerwehr in Tsaralalana um die Ecke, standen am gleichen Tag keine Leute mit Bargeldmangel in einer Schlange, lediglich ein Mann zog sich Geld aus dem Automaten. Bei der BFV-Filiale beim Autohaus Sicam standen etwa 5 Leute am Geldautomaten.
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Donnerstag, 17. Juni 2010 um 01:43
Kaum hat Madagaskar eine neue Bank-Technik, sind die Bankdaten-Phisher schon auf rumänischem Technik-Niveau, während die Nutzer der Bankkarten die Risiken und Nebenwirkungen noch nicht durchschaut haben. Das betrifft auch die von Touristen gerne benutzten Visa-Kreditkarten. Soweit die Zusammenfassung schon berichteter Zwischenfälle. Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, wie die zentrale 24h Hotline-Nummer zur Sperrung von Konten in Madagaskar lautet? Mein Tipp: Tsy misy.
Donnerstag, 17. Juni 2010 um 22:24
Wenn Du das wirklich hättest wissen wollen, dann hättest Du selbst recherchiert.
Ich habe jetzt mal bei der BNI und bei der BOA nachgesehen. Die BMOI leistet sich den Luxus, Wartungsarbeiten dann vorzunehmen, wenn die Kunden gerade von der Arbeit heim gekommen sind.
Die Bank of Africa hat angeblich eine permanente Telefonnummer, um die Proxima (Electron) und Libra Visa-Karten sperren zu können:
http://www.boa.mg/index.php/contenu/carte_visaclassique
Die BNI scheint telefonisch nur während der gewöhnlichen Öffnungszeiten zwischen 8 und 16 Uhr erreichbar zu sein:
http://www.bni.mg/index.php?page=carte_bancaire
Bleibt also vorerst noch offen, wie es bei der BFV-SG und bei der BMOI aussieht.
Interessanter wäre für die Leser vielleicht ein Hinweis auf die Quellen im Zusammenhang mit den zitierten Berichten von Zwischenfällen, da die Mehrzahl wahrscheinlich – wenn überhaupt – nur vorübergehend in Madagaskar weilt.
Freitag, 18. Juni 2010 um 21:28
Quellen? Wenn es um Geld geht, nennt man keine Namen im Netz, oder?
Samstag, 19. Juni 2010 um 01:21
Mit den Quellen waren eher Links gemeint – sollte es die geben.
Da es aber keine Links zu geben scheint wäre es dennoch interessant, die Fakten näher zu erfahren. Die Namen spielen dabei keine Rolle, nenn’ sie einfach Rakoto, Michel, oder wie Du willst.
Du kannst ja auch einen Artikel in deinem Blog dazu schreiben und den Link hier posten.
Jedenfalls könnten Kenntnisse von kriminellen Vorkommnissen in Madagaskar im Zusammenhang mit Geldautomaten, oder Kreditkarten allgemein, zur Verhinderung weiterer solcher Vorkommnisse dienen, da man eher weiß, worauf man achten muß.
Sonntag, 20. Juni 2010 um 00:32
Kurz und knapp:
Fall 1
Eine Visa-Prepaid-Card aus Deutschland, benutzt an einem Geldautomaten einer Bank in Tana: Kunde wurde nervös, weil der Geldspeicher nicht ausreichend gefüllt war und verlor den Überblick. Ein Security-Mann der Bank hat “geholfen”.
Fall 2
Madagassische Bankkarte bei der Benutzung an einem Geldautomaten in Toliara “abgephisht” – Konto vollkommen geleert, niemand weiss wie das geschehen konnte. In Frage kommen temporäre Aufsätze, Folien, Kameras etc. Für Uneingeweihte sind diese Techniken meist kaum zu erkennen.