Test der Taschenlampe Zweibrüder LED Lenser M7 – Lichtzauber im Wald am Winterstein im Taunus

Die LED Lenser M7 von Zweibrüder ist die neue, multifunktionale Taschenlampe auf dem Markt, die hier im Taschenlampentest beschrieben wird, zusammen mit der kleinen LED Lenser
Das Konzept der intelligenten Taschenlampe wurde auch hier wieder umgesetzt. Beim Betrachten des äußeren Erscheinungsbildes sieht man die Verwandtschaft mit der M1 und M5 zwar, aber mit der LED Lenser P7 und der äußerlichch gleichen LED Lenser B7, die als Fahrradlampe konzipiert worden ist, besteht eine klare Verwechslungsgefahr. Auch die LED Lenser T7 hat die gleiche Basis. Einen direkten Vergleich zwischen M7 und P7 findet man übrigens auch in einem unabhängigen Test.

Die M7 ist also eine Weiterentwicklung der fokussierbaren Taschenlampe, bei der man am weltbesten Fokussiersystem ‘Advanced Focus System‘, wie es bei der P7 zum Einsatz kommt, auch noch etwas gefeilt hat. Der Reflektor nimmt jetzt mehr Raum ein und die Fassung ist dünner geworden.

Hinzukommen zu dieser Familie komfortabler Lampen wird noch die LED Lenser M7R, die mit Akkus und dem Floating Charge Ladesystem geliefert wird und die LED Lenser MT7 als sogenannt taktische Lampe, die zum Glasbrechen geeignet ist.
Intelligentes Licht sucht sich seinen Weg: Zweibrüder gibt die Leuchtweite mit

Die zusammen mit der M7 gelieferte P2 ist, wenn man sie an der neuen und viel größeren LED-Leuchte mißt, natürlich ein Underdog. Aber für die Größe kommt da eine ganze Menge Licht raus. Was bei meinem Testmuster auffällt ist, daß in der Mitte ein dunklerer Fleck ist, der unangenehm stört. Sieht man durch die Linse, dann kann man viele kleine Tröpfchen sehen. Ob das Ölspritzer von Produktionsanlagen sind?
Die M7 ist die hellste Taschenlampe, die ich bisher in den Händen hatte. Schon die M1 lieferte eine unglaubliche Lichtleistung für ihre kleinen Abmessungen – und das macht Lust auf immer mehr. In den kommenden Jahren wird man sich also genau darauf freuen können, da der technische Fortschritt kaum aufzuhalten sein dürfte.
Mit dem Intelligent Clip aus Kunststoff kann man die M7 schnell am Gürtel befestigen und in die gewünschte Leuchtrichtung drehen. Der Kunststoff-Clip erscheint durchaus praktisch, aber beim Anknipsen rutscht die Lampe leicht mal ein Stück weiter und vom Material des Clips hat man beim Schieben über den geriffelten Lampenkörper schnell kleine Kunststoffspäne abgeschabt.

Beim Bild vom Sonnenuntergang will ich ehrlich sein: Das dunkle Bild zeigt die wirkliche Helligkeit der M7, der helle Spot ist im Bildbearbeitungsprogramm entstanden, um übertseigert das zu zeigen, was man subjektiv wirklich sehen konnte.
Der Größenunterschied von M7 zu M5 (die M1 benutze ich wegen ihrer teuren Batterien nicht) ist deutlich, denn in der Röhre sind vier Stromlieferanten der Dimension AAA untergebracht, entweder Batterien, oder Akkus, mit denen man ökonomischer unterwegs ist. Subjektiv ist mir beim Wechsel der mitgelieferten Alkaline-Batterien zu Akkus kein Unterschied der Helligkeit aufgefallen. Der Taster für die Steuerung ist wieder am Ende der High-End Taschenlampe, was um so unpraktischer wird, je größer die Lampe ist.

Die eingebaute Smart Light Technology sorgt dafür, daß die M7 einen relativ konstanten Strom aus der Stromquelle ziehen kann, damit über lange Zeit die gleiche Helligkeit geliefert werden kann – und das ist auch das Highlight dieser Outdoor-Taschenlampe, denn man ist nicht mehr dazu verurteilt, zusehen zu müssen, wie die Helligkeit immer mehr zu einer Funzel verkommt. Alternativ kann man die Einstellung so wählen, daß Stromentnahme und Helligkeit kontinuierlich abfallen, so wie es Standard bei allen bisherigen Taschenlampen war.

Das jedenfalls ist LED-Technik vom Feinsten, denn obwohl die Leistung der Stromquelle eigentlich permanent abnimmt, wird den Elektronen microcontrollergesteuert auf die Sprünge geholfen. So hat man bis zum Schluß eine gleichbleibende Helligkeit. Das ist für mich das entscheidende Argument für die neue Lampe – das hätte ich mir auch für die M5 schon gewünscht. Vom nahenden Ende des Energievorrats wird man durch ein kurzes, regelmäßiges Blinken informiert.

Um zwischen den beiden Hauptmodi, die den Stromverbrauch regeln, zu wechseln muß man den Schalter 8 Mal antippen und beim 9ten Mal dann einschalten. Beim Constant Current Modus ist die Bestätigung, wenn die Lampe 3 Sekunden leuchtet und dann ausgeht. Im Energy Saving Modus dimmt die Lampe das Licht in den 3 Sekunden herunter, bevor sie ausgeht. Zwischen diesen beiden Modi sollte man besser mit einem Mikroschalter, der sich innen am Ende der Batteriehalterung befindet, wechseln können, denn ich würde da nur selten schalten. Leider gibt es auch keine Anzeige dafür, in welchem Modus man sich befindet.

In 3 verschiedenen Programmen kann man dann noch die folgenden Funktionen
Wer sich das alles nicht merken kann, der steckt das beiliegende ‘Smart Card’ bezeichnete Stück Papier in die Röhre der programmierbaren Taschenlampe. Dort hat man die Kurz-Bedienungsanleitung dann immer dabei. Und wenn man wieder mal vergessen hat, wie die Programme geschaltet werden, dann braucht man nur die Lampe aufzuschrauben und nachsehen. Wer gelegentlich Paßwörter im Internet vergißt, der sollte das auf jeden Fall so machen.

Wer die Taschenlampe für Profis und „Normalos“ mit dem Body aus Flugzeugaluminium am Fahrrad montieren will, kann noch eine Fahrradhalterung brauchen: Da kann man zum Zweibrüder Universal-Halter 7799-PT greifen, den man auf der Zweibrüder-Homepage zwar nicht findet, aber man kann ja gugeln.
Zum Abschluß der Testarbeiten im Taunuswald lief ein willkommenes Testobjekt in Form einer Erdkröte (Bufo bufo bufo) über den Weg. Geduldig harrte sie im gleißend hellen Licht der M7 aus, bis ein paar Makro-Bilder im Kasten waren. Bei Iso 100 und Blende 5,6 war eine Belichtungszeit von 1/10 Sekunde erforderlich. Fotografiert aus der Hand, ohne Bildstabilisator.
Auch andere Blogger haben die M7 getestet und ansprechende Bilder in die Galerie der Homepage von Zweibrüder hochgeladen. Ein Forum, um sich über die Produkte der Firma auszutauschen, gibt es natürlich auch. Sogar an Facebook-Anhänger wurde
Lieferbar ist die M7 ab dem 9. 8. 2010: Jetzt zum Produkt.
