Madagaskar-Blog

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Kategorie: Gesundheit - Ernährung

Durststrecke für das Bier SKOL beendet – Biermarke der neuen Brauerei in Ambatolampy als Alternative zu THB

Leergut

Die Brauerei ‘Nouvelle Brasserie de Madagascar’ (NBM) mußte lange warten, bis man mit dem Vertrieb der sehnsüchtig erwarteten Flaschen beginnen durfte. Irgendein Stempel hatte wohl noch gefehlt, um alle Genehmigungen komplett zu haben.

Schon im Juli war offenbar, daß man die Erlösung von der Verurteilung zur Untätigkeit feiern konnte. Die Tageszeitung ‘L’Express de Madagascar’ berichtete in diesem Zusammenhang, daß es sich bei ‘Skol’ um eine internationale Marke dänischer Herkunft handele, die schon in 6 anderen afrikanischen Ländern präsent sei.

Im Gegensatz zur etablierten Konkurrenz der ‘Brasseries Star’ aus Antsirabe mit dem Three Horses Beer, welches in 0,65-Liter-Flaschen vertrieben wird, wird Skol in 0,5-Liter-Flaschen verkauft, wie man sie in Deutschland gewohnt ist.

Nun ist das Maisbier mit 5,5% Alkoholgehalt, welches in Lizenz von Skol International D.L. in der Brauerei in Ambatolampy gebraut wird, also überall in der Hauptstadt von Madagaskar erhältlich.

Supermarkt Getränkeabteilung

Aber halt – da waren andere schon schneller, wie man an dem leeren Regal im Supermarkt Jumbo in Ankorondrano sehen kann. Keine einzige volle Bierflasche war mehr erhältlich, daher mußte für das Foto oben eine Flasche aus dem Leergut herhalten.

Das Bier wird so stark nachgefragt, daß die Brauerei mit dem Liefern nicht nachkommt, das Management hat die Nachfrage total unterschätzt. In 10 Tagen habe man so viel Bier verkauft, wie man für einen Monat vorgesehen habe, berichtet die Zeitung ‘L’Express de Madagascar’ in einem Artikel. Hat man etwa keine verläßlichen Marktstudien vorgenommen? Ist es nicht vorhersehbar, daß ein so lange erwartetes Produkt von einer großen Menge Kunden ausprobiert werden wird? Selbstredend kann man auch davon ausgehen, daß der Geschmack des neuen Produkts nicht jedermanns Sache ist und es für viele Trinker ein einmaliger Versuch bleiben wird.

Biertransporter

Lieferschwierigkeiten etwas anderer Art sieht man auf den beiden Bildern aus Isotry. Eine Ente mit einer Panne blockiert den gesamten Verkehr, während der Fahrer des Taxis seelenruhig unter dem Auto liegt und am Basteln ist. Die 25 Bierkästen auf dem Lasten-Pousse-Pousse haben es mit Gelassenheit ertragen.

Bei all der Freude über das neue Produkt auf dem Markt sollte man immer im Auge behalten, daß es sich hier um eine Droge handelt, die durch ihre negativen Auswirkungen auf die Gesundheit große volkswirtschaftliche Schäden verursacht. Dazu paßt der Artikel in der ‘The Times of Madagascar’, wo von 412 Toten durch exzessiven Alkoholkonsum berichtet wird.
Prost.

Im zitierten Artikel ist zwar davon die Rede, daß viele der Opfer ‘Toaka gasy’, den billigen madagassischen Rum (der meist illegal gebrannt wird) getrunken hätten.
Aber vielleicht wird ja jetzt mancher doch lieber zur Alternative greifen, dem Skol 1, welches einen stark reduzierten Alkoholgehalt von weniger als 1% haben soll, wie aus einem weiteren Artikel der ‘The Times of Madagascar’ zu erfahren ist.

Bierkästen Skol

Außen Toppits, innen Mirabellen – Einfrieren Tipps Gefrierbeutel – Ein Produkt-Test in der Erntezeit

[Trigami-Review]

Mirabellen am Baum mit Toppits Gefrierbeutel-Packung

Toppits kennt man noch aus der Fernsehwerbung – und bei dem Wort Toppits kommt mir sofort die Melodie mit dem Slogan in den Sinn, mit denen man damals geworben hatte: “Außen Toppits, innen Geschmack”.

Vermutlich eine ganze Generation verdankt diesem Produkt das Wissen darum, daß es Gefrierbrand gibt. Und jetzt sollte ich Produkte der Firma Cofresco Frischhalteprodukte GmbH & Co. KG testen: Toppits Gefrierbrand-Schutz-Gefrier-Beutel.

Im Garten steht der Mirabellenbaum und biegt seine Äste unter dem Gewicht der zahlreichen Früchte. Die kann man kaum alle auf einmal essen. Was ist die beste Möglichkeit der Konservierung? Einkochen? Da gehen doch viel zu viele Vitamine und Nährstoffe kaputt. Trocknen? Trockenobst schmeckt zwar lecker, aber das ist ein größerer Aufwand, denn man muß alle Früchte erst mal säubern und entsteinen und man bräuchte ein Dörrgerät.

Das Sinnvollste scheint unter diesen Umständen das Einfrieren zu sein – und dazu kann man dann die Toppits Gefrierbeutel nehmen. Das Obst ist leicht in der Plastiktüte mit der weiten Öffnung zu verstauen. Die Beutel sind sehr reißfest und für ihren Zweck gut geeignet.

Die Toppits Frischalte-Folie kann man benutzen, wenn man etwas frisch halten will, zum Beispiel die ganzen Kuchenstücke, die vom Geburtstag übriggeblieben sind. Wenn man allerdings ein Stück Kuchen unter der Folie vom Teller im Kühlschrank herauszieht und den so geschaffenen Tunneleingang nicht wieder verschließt, dann wird der restliche Kuchen schnell austrocknen. Kein Gefrierbrand, aber so ähnlich. Eigene Erfahrung.

Eingetütetes Obst

Die Aluminiumfolie von Toppits “Alu-Folie mit Kraft-Waben” habe ich erst gar nicht ausgepackt, da ja auf der Verpackung der Folie mit besonders reißfester Speziallegierung aufgedruckt ist:

Wichtiger Hinweis:

  • Aluminiumfolien sind nicht zum Abdecken von Lebensmitteln in Metallgefäßen geeignet.
  • Aluminiumfolien dürfen nicht mit säure- oder salzhaltigen Lebensmitteln in Berührung kommen.
  • Die Folien können sich in diesen Fällen auflösen, an Lebensmittel abgegebene Bestandteile sind aber gesundheitlich unbedenklich.

Bei Recherchen bin ich dann darauf gestoßen, daß Aluminium im dringenden Verdacht steht, eine der Hauptursachen der Alzheimer-Krankheit zu sein. Wenn auf der Packung schon eine Warnung steht, die aber kaum jemand lesen wird, dann kann die Empfehlung nur sein, Aluminiumfolie generell von Lebensmitteln fernzuhalten und durch andere Produkte zu ersetzen. Eine akute Vergiftung ist zwar kaum zu befürchten, die Gefahr besteht eher in der langfristigen Anreicherung von Aluminium im Körper. Und das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Vielleicht kann man ja aus Hanffasern was stricken? Das beste Papier soll jedenfalls Hanfpapier sein.

Jetzt zum Angebot

Toppits im Kühlschrank

Sahelzone Afrika: Erfreulicher Klimawandel – Akazien-Bäume wachsen, Waldausbreitung stoppt Wüstenbildung

Silhouette von Akazien in Tansania

Dürre, Hungersnot, von derlei Katastrophen hat man über Jahrzehnte aus aus dem Sahel vernommen, doch daß ein Wandel stattfindet, das hat die große Öffentlichkeit noch nicht festgestellt: Der Wald gewinnt Terrain, gebietet der Wüste Einhalt.

Die Wüste lebt! Chris Reij, Geograf von der Freien Universität Amsterdam, kann das belegen mit Satellitenbildern, Fotos, Zahlen, Daten und Fakten, wie der Artikel in der Online-Ausgabe des Spiegel von Hilmar Schmundt zeigt. Reij kommt seit 30 Jahren mehrmals im Jahr in den Sahel und hat dabei natürlich die Entwicklung hautnah miterleben können.

Alleine im Staat Niger kommen seit 20 Jahren jährlich 250.000 Hektar neuer Baumbestand hinzu! Das entspricht zusammengenommen einer Fläche, die etwa so groß ist, wie die Niederlande. Und darüber sollte man sich freuen, wenn es mal eine positive Nachricht ist und keine Katastrophenmeldung, die einen da aus Afrika erreicht.

Als im Niger viele junge Männer in der Hoffnungslosigkeit zu versinken drohten, machten sie sich auf, im ölgesegneten Nigeria Arbeit oder zumindest ein Auskommen zu suchen. Auch im Dorf Dan Saga war das der Fall. Fremdarbeiter auf den Feldern hatten dann nach der nächsten Regenzeit eine deutlich bessere Hirseernte, da sie keine Zeit gehabt hatten, die Gaos, wie die Akazien dort genannt werden, abzuhacken. So lernte man also, daß die Akazien den Hirsepflanzen Windschutz bieten und ein besseres Gedeihen ermöglichen. Die Bauern aus Nachbardörfern wurden darauf aufmerksam und setzten die neuen Erkenntnisse in den Folgejahren auf ihren eigenen Anbauflächen beim Hirseanbau um, sie pflanzten Akazien in die Getreidefelder.

Die Akazien haben die Fähigkeit, Stickstoffknöllchen an den Wurzelspitzen zu bilden, wovon auch andere Pflanzen profitieren können. Sie haben natürlich noch andere positive Effekte, denn man kann Äste ernten, um sie als Feuerholz zu verbrennen und die Blätter können dem Vieh in der Trockenzeit als Futter dienen. Dem Vieh dienen die Bäume in der Mittagshitze auch als Schattenspender und so bekommen sie eine ordentliche Portion Dung durch den Kot der Tiere.

Jan Oliver Löfken hat schon 2002 einen Artikel mit dem Titel “Satellitenbilder belegen: Sahelzone wird wieder grün” zu dem Thema bei “Bild der Wissenschaft” veröffentlicht. In dem Artikel wird von Luftbildern und Satellitenaufnahmen über Burkina Faso berichtet, die belegen, daß die Vegetation in extrem trockenen Regionen entlang der Sahelzone signifikant zugenommen hat.

Chris Reij hat auf die “ziemlich spektakuläre Regeneration der Vegetation” hingewiesen und er hat auch zusammen mit deutschen und amerikanischen Forschern die ansässigen Bauern nach ihren Ernteerträgen befragt. “Bis zu 70 Prozent mehr Hirse hätten sie in einer ehemals extrem dürren Provinz eingebracht.” Laut Andrew Warren vom University College London, sei auch in Niger, im Tschad, Sudan und in Eritrea eine Zunahme der Vegetation zu beobachten.

Hinzu kommt, daß die lokalen Bauern dank internationaler Hilfe bessere Methoden zum Wasserspeichern und Schutz des fruchtbaren Bodens angewandt haben. Als Schlüsseltechnik wird dabei die Errichtung von Steinwällen angesehen, die entlang von Böschungen aufgebaut wurden, damit das Wasser von Regenfällen nicht einfach wegfließt und fruchtbaren Boden wegschwemmt, sondern aufgehalten wird und im Boden versickert. “Auf Tausenden Hektar, die mit diesen Steinwällen geschützt wurden, wachsen heute Bäume. Vor 15 Jahren wuchs dort gar nichts”, sagt Reij.

Sven Titz bestätigt in seinem Artikel beim Rheinischen Merkur diese Sicht der Dinge, es wird gar von Überflutungen in Westafrika im ehemaligen Trockengürtel berichtet. Der Geograph Stefan Kröpelin von der Uni Köln, der seit 30 Jahren auf Forschungsmission durch die Sahara und die angrenzende Sahelzone reise, habe von deutlichen Anzeichen berichtet, daß sich die Sahelzone nach Norden ausdehne, vor allem in den Staaten Westsahara (annektiert von Marokko), Mauretanien, Tschad, Sudan und Ägypten. “Am besten erkennt man das abseits der stark wachsenden Siedlungen, dort, wo der Boden wenig durch Menschen genutzt wird.”

Grüne Blätter am Tamarindus indica

Im Norden des Sudan sei Kröpelin das frische Grün besonders aufgefallen. In der Gegend hätten früher Wüstenbedingungen geherrscht, heute aber habe er eine üppige Fauna und Flora mit Akazienbäumen und zwitschernden Vögeln vorgefunden. Immer mehr Gazellen grasten dort. Die Nomaden mit ihren Herden seien dort seit Menschengedenken noch nie so weit nach Norden gezogen, wie sie ihm erzählt hätten.

Der Autor Alexander Göbel hat für die Deutsche Welle einen Artikel mit dem Titel “Kampf gegen die Wüste” abgeliefert, der nicht erahnen läßt, daß die Natur vielleicht selbst dazu beiträgt, daß die Wüste zurückgedrängt wird. Berichtet wird von dem Dorf Kokorou im Département Tera, wo die Bewohner mit vollen Kräften dafür arbeiten, die Schäden ducrh Winderosion und Degradation wieder in Grün zu verwandeln. “Die Menschen wollen die Wüstenbildung aufhalten, mit Pflanzen, Steinwällen, kleinen Dämmen.” Der Chef der Nationalen Umweltbehörde, Attaou Laminou, habe gesagt, daß es dort noch viel weniger regne als früher, und jedes Jahr gingen im Niger 55.000 Hektar Ackerland für immer verloren.

Der Geo-Artikel von Michael Stührenberg läßt mit dem Titel “Sahara: Wüste auf dem Vormarsch” die Sache in einem ähnlichen Licht erscheinen, auch, wenn Chris Reij, der Professor für Humangeographie aus Amsterdam, Erwähnung findet. Das aber quasi nur in einem Nebensatz, der imaginär mit einem mitleidigen Lächeln dargestellt wird.

Sollten da jetzt doch wieder Zweifel an dem eingangs geschilderten erfreulichen Szenario aufkommen? Wer soll das schon wirklich wissen? Jedenfalls ist unbestritten, daß es Erfolge mit der Aufforstung von Akazien und anderen Baumarten gibt. Die werden bei Stührenberg aber eher Italienern und besonders Deutschen von der der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) zugesprochen. So wird geschrieben, daß der neue Reichtum der Bauern von Bagaye dem jüngsten GTZ-Projekt im angrenzenden Tal zu verdanken sei. Drei Jahre zuvor habe dort noch Trockenheit mit Stein und Staub geherrscht, jetzt aber gedeihe dort eine Landschaft aus Weiden und Feldern.

Im Dorf Yerimana-3 sind die meisten Häuser in etwa 3 Monaten annähernd vom Sand begraben worden. Allerdings gehört die Region dieses Dorfes zu dem Gebiet um den Tschadsee, wo man den Fluß Komadougou Yobé massiv angezapft hat, um Felder zu bewässern.

Schwarzmalerei in Schwarzafrika ist dann verständlich, wenn man berücksichtigt, daß die meisten Staaten zum Großteil ihre Staatshaushalte vom Ausland finanzieren lassen. Je schwärzer die Lage erscheint, um so spendabler werden die ausländischen Geldgeber sich zeigen. Auch Investitionen in Entwicklungshilfeprojekte wird dann eher stattgegeben.

Es erstaunt, daß es in keinem der 5 Artikel eine Erwähnung von Solaröfen gibt. Sollte das heißen, den Leuten wird nicht die Möglichkeit geboten, die fatale Brennholznutzung gegen eine umweltgerechtere Kochmethode mit Parabolspiegeln zu ersetzen? Wenn man auf das Problem des nächtlichen Holzdiebstahls trotz verbotener Abholzung eingeht, dann gehört das solare Kochen in einer solchen Region aber mindestens auch erwähnt, da hier doch eine entscheidende Schnittstelle für den Kampf gegen die Verwüstung zu sehen ist.

Es gibt sie aber, eine kleine Initiative, die dafür sorgt, daß auch der entscheidende Faktor im Niger propagiert wird: Die Verbreitung von Solarkochern! Leider hat sich der Verein FreundeInnen von Aouderas e.V. aus Braunau in Österreich nicht auf das Propagieren der Solarkocher spezialisiert: “Wir können nicht allen helfen. Darum haben wir beschlossen, es für Aouderas zu tun, einem Dorf am südlichen Rand der Sahara.”

Warum muß es eigentlich ein Parabolspiegelkocher sein? Eine Kockiste oder genauer gesagt eine Solarkochkiste ist billiger und kann im jeweiligen Land mit schon vorhandenen Mitteln hergestellt werden. Das würde einen wichtigen Teil der Wertschöpfung im Land erhalten, zumal solche Länder im Subsahara-Afrika immer Probleme mit der Devisenbeschaffung haben. Alles auf Spenden aufzubauen kann nicht der richtige Ansatz sein, wie man aus vielen Fällen in der Entwicklungshilfe inzwischen weiß. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Motto: Die Leute sollen sehen, daß, wenn man etwas tut, Leistung sich lohnt.

 

Sehr interessanter Artikel, passend zum Thema: Kann man in der Wüste Wald pflanzen? Sahara-Aufforstung in Algerien – dank Wilhelm Reich und Cloudbuster

Foto oben: stock.xchng / Serengeti Sunset 1 © Barbara Schneider

Foto unten: aouderas.com © FreundeInnen von Aouderas e.V.

Parabolspiegelkocher bei Vorführung mit Kochtopf

Echte Feige (Ficus carica) – Die einzige Feige am Feigenbaum ist reif: Weich, wässrig und honigsüß – ein Genuß

Feigenviertel vor dem Verzehr

Die Gattung der Feigen zählt mehrere hundert verschiedene Arten, eine davon ist die Echte Feige, die die Früchte liefert, die man aus dem Supermarkt oder vielleicht von einem Türkeiurlaub oder einem Urlaub in einem anderen Land um’s Mittelmeer kennt.

Das Eigentümliche bei den Feigen ist, daß alle Feigenarten von kleinen Wespen befruchtet werden. Viele Feigenarten sind dabei auf eine bestimmte Wespenart angewiesen, das heißt, daß das Verschwinden des einen Partners unweigerlich das Verschwinden des anderen Partners zur Folge haben wird.

Bei der Echten Feige ist die Sache mit der Bestäubung recht kompliziert, beim Artikel von Wikipedia weiß man aber in etwa, wie das ablaufen könnte. In der englischen Version erfährt man, daß die Blüte die Frucht ist, die Frucht ist also eine Scheinfrucht.

In Antananarivo habe ich auf den Märkten bisher noch keine Feige im Angebot gesehen. Da stellt sich die Frage, warum eigentlich nicht? Werden Feigen denn nicht angebaut in Madagaskar? Oder bin ich immer zum unpassenden Moment auf den Markt gegangen?

Aber es gibt sie doch, die Pflanzen, die man aus Stecklingen vermehrt und in Anosy auf dem Blumenmarkt und Pflanzenmarkt zum Kauf anbietet. Da kommt unser Baum jedenfalls her, der jetzt so 3 m hoch sein dürfte. Die Frucht hat es bis zur Reife gebracht und man könnte vermuten, daß dafür eine Parthenokarpie oder auch Jungfernfrüchtigkeit verantwortlich ist.

Jedoch ist zu beachten, was im oben verlinkten Wikipedia-Artikel steht: “Die Blütenökologie ist bei der Echten Feige noch komplizierter als bei der Gattung Feigen generell, da hier nicht nur Feige und Feigenwespen interagieren, sondern zusätzlich zwei Feigenvarietäten zusammenspielen müssen.”

Die Frucht an unserem Bäumchen sah von außen irgendwie krank oder gar faul aus und bei leichter Druckprüfung fühlte sie sich untypisch weich an für eine Feige – zumindest dann, wenn man nur die festen rot-violetten Feigen aus dem Supermarkt kennt, die innen auch recht trocken sind. Aber der Geruchstest und der gleich anschließende Geschmackstest nach dem Aufschneiden wurde voll bestanden, zuckersüß waren die extrem weichen und saftigen Frucht-Eingeweide, wobei das Aroma noch etwas intensiver hätte sein dürfen. Von der Optik allerdings erinnert das Fruchtfleisch irgendwie an Maden.

Da Feigen sehr gesund sind und auch gut schmecken, sollte es doch auch in Madagaskar möglich sein, daß sie irgendwann in der Zukunft das Angebot des lokalen Obsthandels erweitern.

Unreife Feigen-Scheinfrucht

Feige in verzehrbereitem Zustand

Grundstoff vieler Parfüms: Ylang Ylang (Cananga odorata) – Auch als Aromaöl oder Ätherisches Öl beliebt

Blätter und Blüten von Ylang Ylang (Cananga odorata)

“Blume der Blumen” wird die Blüte genannt, obwohl sie von der Optik her eher unscheinbar daherkommt, man kann sie sogar leicht übersehen. Es muß der unvergleichliche Duft sein, der für diesen Namen verantwortlich ist.

Der Baum soll seine Heimat auf den Philippinen und in Indonesien haben, aber Madagaskar wurde zum wichtigsten Anbauland für die Erzeugung des betörenden Dufts, den man in Indien als Aphrodisiakum schätzt. Die Komoren, die Nachbarinseln von Madagaskar, sind ein weiterer Hauptproduzent, aber auch auf Mauritius wird das Duftöl hergestellt.

Wie bekommt man das wohlriechende Öl aus den Blüten heraus? Das geschieht mittels stundenlanger Dampfdestillation. Daher gibt es auch verschiedene Qualitäten von Ylang-Ylang-Öl. Aus der ersten Destillation erhält man die höchste Qualitätsstufe, Extra Superior. Danach gibt es noch 3 weitere Stufen, bei denen sich die Bestandteile dieser Destillationen verändern. Beim Extra Superior ist der Großteil der leichter flüchtigen Substanzen enthalten.

In manchen Ländern wird das Ylangöl als Heilöl betrachtet. Die Aromatherapie ist ein Heilverfahren, welches den Düften der Aromaöle heilende Eigenschaften zuschreibt. Dem Ylangöl wird dabei ein möglicher Nutzen nachgesagt, wenn man wegen Streß oder Arbeitsüberlastung das Interesse an Sex verloren hat. Ebenso soll das Ylangöl hilfreich sein können, wenn man seinen zu hohen Blutdruck reduzieren will.

Bei Depressionen soll das Öl auch einen aufhellenden Effekt haben: Traurigkeit und Ängstlichkeit werden weggeblasen und eine Entspannung von Körper und Geist stellt sich ein, eine negative Stimmung steigt wieder. In der dem Yoga entstammenden Chakra-Lehre wird das Ylangöl dem Sakral-Chakra (auch Nabelchakra oder Sexualchakra) zugeordnet.

Von allen Seiten wird empfohlen, das Öl nur sparsam einzusetzen, da eine Überdosierung zu Kopfschmerzen führen kann. Ein Hauch des Dufts ist angenehm und reicht aus. Viel hilft viel gilt hier, wie so oft, nicht.

Das Bild oben mit dem blühenden Ast eines Ylang-Ylang-Baumes entstand in Tamatave, mitten in der Stadt, in der Straße des Sharon Hotels.

Foto unten: shutterstock.com © Jorge Pedro Barradas de Casais

Sonnenuntergang am Strand am Meer - Steine im Mündungsbereich

Warum wird DDT in Madagaskar eingesetzt? Zur Bekämpfung der Pest oder zur Eindämmung der Malaria oder?

DDT, handgefertigte Bürsten und anderer Krimskrams im Angebot

Das erste Mal, daß ich vom Einsatz von DDT in Madagaskar hörte, war 1990, als wir eine deutsche Entwicklungshelferin auf dem Flugplatz von Nosy Be kennenlernten. Die Frau erzählte uns, daß beim letzten Ausbruch der Pest in Antananarivo überall auf den Straßen DDT ausgebracht worden sei.

Zu Beginn der 90er Jahre gab es einen Bericht über das Straßenkinderprojekt Zaza Faly in den dritten Programmen des deutschen Fernsehens. Einer der Projektgründer wurde interviewt und sagte, er reibe den Kindern DDT gegen Ungeziefer in die Haare, da es billig sei.

Dort hatte ich schon 2002 das Thema DDT ansatzweise dokumentiert. Ein Bild der Plastiktütchen mit dem DDT-Pulver, per Hand abgefüllt, die seinerzeit auf der Straße in Isotry verkauft wurden, ist gleich mit dabei. Das war meine erste reale Begegnung mit DDT. Das komplette Foto ist jetzt hier oben zu sehen.

Später dann habe ich mit Freunden, die ein Haus zum Mieten suchten, bei der Besichtigung eines Hauses auf dem Holz-Fußboden ein weißes Pulver feststellen müssen. Die Vermieterin sagte auf meine Nachfrage, das sei DDT gegen Flöhe. Wir haben das Haus auf der Stelle verlassen und ich habe der Vermieterin gesagt, daß dieses Gift in Europa schon lange verboten ist.

Jedes Taxi, Taxi-Be und Taxi-Brousse in Tana muß regelmäßig zu einer Sonderuntersuchung in einem Zentrum in Analamahitsy vorgeführt werden. Dort wird unter anderem eine Behandlung mit DDT vorgenommen. Ich meine, das stand seinerzeit in der Zeitung, als dieses Zentrum zur Überwachung der Fahrzeuge im öffentlichen Personentransport dort eingerichtet wurde. Vermutlich wird die Prozedur auch heute noch angewendet.

Fahrzeuge, die in Madagaskar eingeführt werden, müssen im Hafen der obligatorischen DDT-Behandlung unterzogen werden. Ich habe zwar keinen weißen Staub feststellen können, aber die Rechnung habe ich gesehen. Da ist es vielleicht besser, die Leute zahlen, auch wenn kein DDT verwendet wurde?

Die Bretterbuden auf den Kunsthandwerkermärkten werden auch jedes Jahr mindestens ein Mal mit DDT behandelt. Zumindest in Andravoahangy ist das der Fall, denn dort arbeitet jemand aus der Familie.

Die Frage des Warum sollte schon aus der ersten Schilderung hervorgehen: Dichlordiphenyltrichlorethan soll insbesondere Ratten und die Rattenflöhe, die als Überträger der Pest beschuldigt werden, töten. Da DDT billig ist wird es sicherlich auch zu anderen Zwecken eingesetzt, siehe Zaza Faly. Und Madagassen haben Improvisationstalent.

Vielleicht hat der unbedarfte DDT-Einsatz auch etwas damit zu tun, daß es nicht selten vorkommt, daß relativ junge Menschen, die vielleicht zwischen 30 und 40 Jahren alt sind, von heute auf morgen sterben? Letzte Woche hat man die Person noch gesehen, heute ist sie tot!

 

Und jetzt noch mal schnell gegugelt – und siehe da: Wikipedia klärt zum DDT sehr ausführlich auf.

DDT soll das wirksamste Mittel gegen Malaria sein, wie die “Welt Online” in ihrem Artikel “Forscher warnen vor einem Verbot von DDT” schreibt!

Bei “Politically Incorrect” gibt es dazu einen extremen Artikel: “Zigmillionen Malariatote wegen DDT-Bann”
Die Leserkommentare lassen diesen Artikel vielleicht in einem anderen Licht erscheinen.

Dem Autor des vorgenannten Beitrags diente ein Artikel der “Welt Oline” als Ideengeber:
“Pestizid – Verteufeltes DDT könnte Malaria-Tote verhindern”.

In krassem Kontrast dazu erscheint Franz Konz, der in seinem Buch “Der große Gesundheits-Konz” zu Malaria geschrieben hat:

“Malaria kuriert man in kürzester Zeit mit Erdfasten aus.
Was sagst Du nun?!
Da staunst Du, nicht wahr…”

Grundsätzlich sollte man in Betracht ziehen, daß der Mensch in seinem Körper nicht darauf eingestellt ist, chemische Verbindungen, wie sie in der Natur nicht vorkommen, abzubauen. Man muß damit rechnen, daß er sie im Körper einlagert, da er sie nicht oder nicht vollständig ausscheiden kann, so wie es auch beim DDT ist. Daher sind Gifte aus der Chemiefabrik eher zu vermeiden!

Todesfall durch Tamiflu in Madagaskar? Erster Toter durch Schweinegrippe – Panikmache in den Medien

Klinikbett steht auf verstaubtem Boden

Die Grippe A/H1N1 erweise sich als bedrohlich, und eine mobile Gesundheits-Einsatzgruppe sei damit betraut, unverzüglich einzugreifen, wenn sich bei einer Person die klinischen Zeichen der Grippe A zeigten, schrieb am 16. 10. 2009 die Tageszeitung L’Express, und berichtet im gleichen Artikel von 68 neuen Fällen der Schweinegrippe in einer Woche. 33 der neuen Fälle habe man in der Eliteschule Lycée Français rgistriert.

Auch die Chinesen beteiligen sich an der Panikmache, denn am 17. 10. brachte man in der Onlineausgabe der Xinhua einen englischsprachigen Artikel und schrieb von der “tödlichen” A/H1N1-Grippe in Madagaskar, der Vorrat an Tamiflu reiche nicht mehr aus. Man habe eine Hotline eingerichtet, um A/H1N1-Fälle melden zu können.

Da fragt man sich unweigerlich, wie das funktionieren soll. Soll man die Hotline anrufen, wenn der Nachbar hustet? Und dann kommt ein Sondereinsatzkommando und verhaftet das Opfer einer saisonalen Grippeerkrankung? Und dann?

Am 19. 10. berichtet die Zeitung L’Express von der Desinfizierung der “befallenen” Schule. Allerdings wird nicht geschrieben, wie das vonstatten gehen sollte. Wird das vielleicht mit DDT gemacht? So, wie importierte Fahrzeuge im Hafen ihrer Ankunft kostenpflichtig mit DDT behandelt werden oder wie jedes Taxi, Taxi-Brousse und Taxi-Be regelmäßig damit behandelt werden muß?

“Panik in Isotry, gestern”, schrieb die Express dann am 23. Oktober. Es gebe 9 Fälle der Schweinegrippe in einer katholischen Privatschule in Isotry, in der auf Madagassisch unterrichtet werde. Insgesamt gebe es in Madagaskar damit 207 berichtete Fälle.

So wird also Panik gemacht. Man schreibt “Panik” und erzeugt echte Panik. Auch im Fernsehen gibt es einen Werbespot, der für die Panik wirbt.

Medikament in Hand gehalten

Dieses Programm zieht man konsequent durch, auch am 4. November, als man in der Express titelt: “Grippe A – Psychose im HJRA”. Diesmal wird von einer siebzigjährigen Frau berichtet, die im Hospital Joseph Ravoahangy Andrianavalona (HJRA) reanimiert werden mußte und am Folgetag gestorben war. Die Frau habe Symptome der Schweinegrippe gezeigt, wie chronischen Husten und Atemprobleme. Nach dem Ableben der Kundin habe man ihre Handtasche durchsucht und eine Schachtel Tamiflu und Tabletten, die man zur Behandlung der Grippe AH1N1 verwende, gefunden.

Geht dieser Todesfall jetzt auf das Konto von Tamiflu? Ist die Frau vielleicht der Panikmache erlegen und war zur Einnahme der schlimmen Gifte geschritten, obwohl sie schon schwer krank war? Schon ein gesunder Körper hat ja Probleme, mit Giften fertig zu werden.

Übrigens ist noch zu erwähnen, daß die gezeigten Symptome sehr gut auch auf AIDS passen würden. Da könnte man dann sarkastisch fragen, ob die Frau vielleicht AIDS gehabt hat? Es könnte durchaus vielleicht ganz lehrreich sein, wenn man sich einmal mit dem Thema AIDS und HIV auseindersetzt. Da sei hier nur kurz AZT (Retrovir) erwähnt, das kein Gesunder langfristig überleben kann!

Das Unvermeidliche: Der erste Todesfall in Madagaskar, den man der Scheinegrippe (es geht dabei um sehr viel Geld beim Verkauf von Tamiflu, Pandemrix und so weiter) anlastet, wie die Express am 20. 11. 2009 berichtete. Was nicht überrascht: Der Verstorbene war ein chronisch Kranker.

Jetzt, 10 Tage nach dem Überschreiten der Epidemie-Stufe, hätten die zuständigen Stellen im Gesundheitsministerium ihre Strategie beim Kampf mit der Scheinegrippe wieder geändert, die Austeilung von Desinfektionsmitteln an Schulen, Firmen und so weiter sei wieder eingestellt worden. Das Institut Pasteur folge dieser Tendenz, da es unmöglich sei, jeden Fall der Grippe in der Hauptstadt zu diagnostizieren. Nur schwere Fälle würden noch analysiert, wie im Krankenhaus Behandelte oder Risikogruppen, wie schwangere Frauen. Es obliege dem behandelnden Arzt, zu entscheiden, ob eine biologische Anlayse sich als unausweichlich erweise. Diese Maßnahme werde angewendet, um einen Reagens-Mangel zu vermeiden, da die gelagerten Reserven derzeit begännen, rar zu werden.

Aufgrund der Wichtigkeit der Informationen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe-Impfung hier noch ein Link zu den grundsätzlich RIESIGEN GEFAHREN des Impfens! Die Lektüre kann viel Leid ersparen.

Foto oben: stock.xchng / hand holding pills © kadri poldma
Foto unten: stock.xchng / Beelitz Heilstätten © Jascha Hoste

Von dieser Info zur Schweinegrippe-Impfung könnte Ihr Leben abhängen – Sind Nanopartikel im Impfstoff?

Bedrohliche Szene mit Spritze - soll hier geimpft werden?

Wer vor hat, sich wegen der allgemeinen Panikmache in den Medien an der Pandemie um den Virus H1N1 zu beteiligen und sich bei der vorgesehenen Schweinegrippe-Impfung als Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen (die Impfstoffe sind wohl kaum hinreichend getestet), dem sei dringend angeraten, sich vorher eingehend zu informieren! Es gibt nämlich Hinweise von Impfkritikern, daß in diesem speziellen Fall der schon lange geübten Impfkritik neue gewichtige Fakten hinzugefügt werden müssen.

In den für Deutschland vorgesehenen Impfstoffen sollen laut bisher unbestätigter Berichte Nanopartikel zur Verstärkung der Wirkung enthalten sein. Allerdings werden Nanopartikel bereits sehr skeptisch betrachtet, da sie tödliche Auswirkungen haben können. Und daß in den meisten Impfstoffen das Supergift Quecksilber enthalten ist kann man noch so nebenbei erwähnen.

Wieder mal hat der Mensch mit den hoffnungsvollen Forschungen und den daraus entstandenen Entwicklungen ein Tor in die Finsternis aufgestoßen. Das Licht kommt erst langsam nach und erhellt die Risiken.

Um nicht länger im Trüben fischen zu müssen, empfiehlt es sich, über die Seite “Nano im Impfstoff. Was tun? Was tun!” weitere vielleicht lebenswichtige Infos zum Thema zu suchen.

Hiermit soll keinesfalls eine Panikmache geschürt werden! Das machen ja die Medien mit der Schweinegrippe. Aber besser, man informiert sich einmal mehr, um sich eine fundiertere Meinung bilden zu können.

Hier noch ein Text aus Mexiko, der die Relationen in einem anderen Licht darstellt, als die gekauften Massenmedien: Mexikanische Gedanken zur Schweinegrippe – Pandemie der Profitg(e)ier

Foto: aboutpixel.de / Der nächste! © Jan Gropp

Wenn Ihr in der Krise schon ganz unten am Boden seid – dann könnt Ihr auch in’s Gras beißen!

Grashalme ganz nah

So dunkel, wie die Zukunft derzeit von manchen gemalt wird, könnte sie ja tatsächlich kommen – man weiß ja nie. Eine der größten Sorgen ist dann die Erhaltung der Gesundheit durch die Ernährung. Dafür kann man jetzt vorsorgen und sich den Keller vollstellen mit Nahrungsmitteln, möglichst aber keine Tiefkühlprodukte, die dann, wenn der Strom für längere Zeit ausfällt, rasch verderben würden.

Wer aber das Pech hat, aus irgendeinem Grunde, sei es durch Plünderungen oder andere Umstände, ohne Nahrungsmittel dazustehen, nur mit den Kleidern auf dem Leib, dem sei gesagt: Gras kann man essen, es ist gesund und schmeckt sogar gut, wenn man sich daran gewöhnt hat. Und das ist nicht nur mit dem Gras so, sondern die meisten Pflanzen kann man essen! Sauerklee zum Beispiel schmeckt ausgezeichnet, besser als jeder Salat.

Wildgrün scheint unerläßlich zu sein für eine perfekte Gesundheit, wobei den bitteren Blättern ein besonderer Stellenwert zukommt. Löwenzahn, wie auf dem Bild unten, gehört auch zu diesen bitteren Pflanzen. Lediglich im Winter ist es in Europa dann problematisch, entsprechende Mengen des Grünzeugs zu finden.

Wie bin ich darauf gekommen, daß man das ganze Grünzeug essen kann? Ich habe eine Jackfrucht vom Urlaub mitgebracht und habe mich gefragt, ob man auch die Kerne essen kann. Bei der Recherche bestätigte sich das auf der Seite von Dirk Riske. Beim stöbern bin ich dann dort auf den Artikel über das Grasessen aufmerksam geworden.

Dirk Riske hatte sich mit Gras essen selbst von seinem Krebs geheilt. So bin ich also auf Franz Konz und sein Buch “Der große Gesundheits-Konz” gestoßen, denn der vorgenannte Link ist ein Auszug aus dem Buch.

Nach dem Lesen des Buches bin ich nun der Meinung, daß es eines der wichtigsten ist, die geschrieben wurden. Konz hat ein Lebenswerk abgeliefert mit seiner Darstellung dieser besonderen Form der Rohkost. Das Buch ist aber auf jeden Fall sehr umstritten, da es eine sehr extreme Ansicht vertritt! So warnt der Autor immer wieder davor, zum Arzt zu gehen und belegt diese Aussage mit vielen eindrucksvollen oder auch erschütternden Beispielen. Wenn man zu der Überzeugung kommen sollte, daß die gemachten Behauptungen stimmen, dann könnte bei manchem sogar ein Weltbild zusammenbrechen – um ein neues erstehen zu lassen.

Schon die ersten Kapitel mit der Geschichte der Medizin sind äußerst interessant. Quacksalber boten ihre Heilmittel auf der Straße, auf Märkten an, Kranke wurden mit haarsträubenden Methoden behandelt, bis es der Zunft dann irgendwann gelang, sich reinzuwaschen und mit weißem Kittel sich ein Ansehen zu verschaffen. Das sollte man gelesen haben. Danach steht es jedem frei, sich dazu eine eigene Meinung zu bilden.

Grundsätzlich sollte man sich einmal überlegen, warum alle Tiere ihre Nahrung roh fressen. Nur der Mensch wurde von Gott so geschaffen, daß er seine Nahrung kochen muß? Nein! Das kann wohl nicht sein, denn der Mensch ist so nahe mit den Primaten, also Gorillas, Bonobos, Schimpansen und Orang Utans verwandt, daß er für eine ähnliche Ernährung bestimmt sein dürfte, wie diese. Und diese Primaten fressen überwiegend Blätter, Sprossen, Früchte und fast keine tierische Nahrung! Und natürlich alles roh! Und dabei kennen sie kaum Krankheiten, die der zivilisierte Mensch bei sich zu tausenden zählt!

Löwenzahn in der Wiese mit Klee

Jetzt, nach dem bitteren Grünzeug zu den angenehmen Gaumenfreuden: Tropenfrüchte. Tropenfrüchte sind besonders wertvoll, da sie von den Menschen noch kaum züchterisch bearbeitet wurden, also perfekte Lebensmittel sind. Wenn man nun die Gehalte an Vitaminen und Mineralstoffen der Kulturpflanzen des Menschen betrachtet, dann wird man feststellen, daß diese meist sehr viel niedriger sind, als bei Wildpflanzen. Wenn man diese dann noch kocht, geht auch wieder viel verloren und der Rest, den der Mensch dann noch verwerten kann, ist minimal. Wundert es da, wenn der zivilisierte Mensch schon Babys mit Neurodermitis zur Welt bringt und wenn er im Alter fast zwangsläufig krank wird?

Hinzu kommen die ungezählten Chemikalien, die der fabrikgefertigten Nahrung beigefügt werden. Und da sind dann die ganzen Gifte der Pharmaindustrie noch gar nicht erwähnt, die die Mehrheit der Menschen in den wohlhabenden Nationen in sich stopfen. Der menschliche Organismus ist aber nicht darauf eingestellt, künstliche Chemikalien zu verwerten. Diese Gifte machen krank! Die Alternative heißt: Zurück zur Natur!

Urkost hat Franz Konz diese Ernährung genannt, die er empfiehlt. Damit wird man dann nie mehr ein Gewichtsproblem haben und jegliche Diät wird überflüssig, da das Übergewicht von selbst reguliert wird. Nebenbei bemerkt verspricht er, daß in den meisten Fällen auch schwere Krankheiten bei einer Umstellung auf Urkost verschwinden werden. Krebs ist da natürlich eingeschlossen, denn vor langer Zeit hat Konz sich selbst von seinem Magenkrebs geheilt. Viele Menschen haben es ihm bereits nachgetan.

Ein Erfahrungsbericht einer brustverstümmelten Frau, bei der man Brustkrebs diagnostiziert hatte, und die man nach Operationen und Chemotherapie quasi zum Sterben heimgeschickt hatte, ist im Krebsforum Lazarus zu finden. Die Frau hat ihre Ernährung auf Urkost umgestellt und fühlt sich jetzt gesund.

Um aber noch einmal auf die Lagerhaltung mit Lebensmitteln zurückzukommen: Trockenfrüchte sollte man bei der Einlagerung nicht vergessen und Nüsse, Mandeln, Sonnenblumenkerne oder andere fetthaltige Samen, die ihre Lebensenergie auf Abruf gespeichert haben. Getreide und die Produkte daraus sind nicht so empfehlenswert, da sie mitverantwortlich für die Übersäuerung des menschlichen Körpers sind, man sollte sie besser meiden.

Meiden sollte man auf jeden Fall auch den gemeinen Zucker in all seinen Varianten. Gemeint ist Industriezucker, Fabrikzucker oder auch Weißer Zucker, der in Europa in der Chemiefabrik aus Zuckerrüben hergestellt wird und in tropischeren Regionen aus Zuckerrohr. Bekannt ist jedem sicher, daß dieser Schadstoff, denn als solchen muß man ihn bezeichnen, bei den Zähnen für Karies verantwortlich zu machen ist. Das reicht ja schon aus, um darauf zu verzichten! Oder wer verzichtet lieber auf seine Zähne und läßt sich dann dritte Zähne einbauen? Da sollte man bei den Kindern schon anfangen, damit dieser Schadstoff Zucker nicht erst zur Gewohnheit wird, zumal noch hinzu kommt, daß der Fabrikzucker einer der Gründe für aggressive und unruhige Kinder sein kann.

Foto unten: aboutpixel.de / Löwenzahn © Julia

Babys müssen getragen werden und brauchen Körperkontakt Tag und Nacht – Das ist die Basis für das Glück

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Wie werden Babys aber in unserer Kultur heute behandelt? Anstatt das Neugeborene der Mutter auf den Bauch zu legen, wird das kleine, hilflose Wesen sofort abgenabelt, gewaschen, gewogen und dergleichen Blödsinn mehr. Das war so nie vorgesehen im göttlichen Plan für das Baby.

Das setzte sich dann fort in der weiteren Behandlung, denn man legte die Babys in einen Raum zusammen, getrennt von ihrer Mutter. Eigentlich sollte man sich einmal überlegen, ob das nicht seelische Grausamkeit ist, die schon an Folter grenzt.

Leider wird den Menschen in unserer technisierten Welt immer mehr das Zulassen von Gefühlen abtrainiert, man richtet sich nach irgendwelchen technisch und rational orientierten Ratgebern, Intuition oder Gefühl sind kaum noch gefragt. Eher Gefühlskälte, wenn man rät, das Baby schreien zu lassen. Folglich fährt man sein Baby dann auch im Kinderwagen durch die Gegend, anstatt ihm das zu geben, was es erwartet und braucht: Körperkontakt! Viele Mütter machen sich heutzutage gar so sehr Sorgen um die Optik ihrer wohlgeformten Brüste, daß sie ihrem Baby die für es bestimmte und durch nichts zu ersetzende Muttermilch vorenthalten.

Durch diese ganzen Fehlbehandlungen, die der Mehrheit von uns zuteil geworden sind, kann man ganz klar gravierende Defizite erkennen, die sich im Leben bemerkbar machen, beim einen mehr, beim anderen weniger. Der Mangel an körperlicher Nähe, Liebe und Zuwendung setzt sich dann im folgenden Leben immer weiter fort.

Das Konkurrenzdenken dominiert die Erziehung, die Gesellschaft – selbst bei Spielen geht es fast immer um Konkurrenz. So wundert es nicht, wenn das System dieser Gesellschaft eine Negativ-Auslese als das Nonplusultra für das Staatswesen favorisiert.

Von der Amerikanerin Jean Liedloff wurde zwar schon vor langer Zeit bei den Yequana-Indianern im Urwald von Venezuela erkannt, woran unser System krankt, doch leider haben sich ihre Erkenntnisse nicht weit genug herumgesprochen. Ihr Buch “Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit” ist zwar zu Recht ein gut verkauftes Buch, vielleicht gar ein Bestseller, aber wann sieht man in Deutschland oder in Europa mal jemanden ein Baby tragen, zum Beispiel beim Einkaufen?

Jean Liedloff hat den Begriff Kontinuum-Konzept geprägt. Wer schon mal einen Eindruck von den Erkenntnissen aus der Feder von Frau Liedloff bekommen will, der lese den Artikel “Die große Bedeutung des Getragenwerdens” auf den Seiten des deutschsprachigen Liedloff Continuum Netzwerks, wo man auch noch weitere interessante Artikel finden kann.

Es ist zu hoffen, daß jetzt jedem ein Licht aufgeht und daß diese Erkenntnisse immer mehr umgesetzt werden, sie scheinen der Schlüssel zu einer besseren Gesellschaft zu sein.

Auch in Madagaskar ist es bei den ärmeren sozialen Schichten noch ganz normal, daß das Baby immer am Körper getragen wird, immer dabei ist. Wenn man das Buch von Jean Liedloff gelesen hat, dann fällt einem nachträglich etwas dazu auf: Von solchen Säuglingen hört man kaum einmal ein lautes Schreien, wie von den Babys, die nicht immer getragen werden. Langanhaltendes Schreien hört man eigentlich nur von den Reichen – welch’ Armut…

Bei kleinen Kindern kann man übrigens versuchen, noch etwas gutzumachen, indem man sie nachts im elterlichen Bett schlafen läßt – so lange, bis sie nach ihrem eigenen Bett verlangen.

Das Bild oben zeigt, wie es nicht nur in Madagaskar sein sollte: Das Baby wird mitgenommen, auf dem Arm getragen.

Die Zeitschrift Eltern hat auf ihrer Internetpräsenz einen interessanten Artikel zu diesem Thema veröffentlicht, der über Erkenntnisse der Forscherin Dr. Heidi Keller, Professorin für Psychologie (Fachgebiet Entwicklung und Kultur) der Universität Osnabrück, berichtet. Besonders wird vom Umgang mit Kindern und Babys beim Volksstamm der Nso berichtet, der in Kamerun in Afrika lebt.

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