Madagaskar-Blog

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Kategorie: Technik

Internetprovider Blueline nimmt neue Sendeanlage in Ambohitrarahaba in Betrieb – Stromabschaltung von Jirama

Baustelle mit Installation für eine Sendeanlage

Schon seit einigen Monaten war der Empfang der Blueline Internetverbindung 4G nicht mehr so optimal gewesen. Ganz einfach deswegen, weil der Nachbar anfing, direkt an der Grundstücksgrenze in seinem Garten ein großes Haus hochzuziehen. Daher mußte ich für mein Modem mit integrierter Antenne einen Standort mit besseren Empfangseigenschaften suchen. Im ersten Stock, in der oberen linken Ecke des Fensters, direkt hinter dem immer geschlossenen Vorhang, war der Empfang gerade noch akzeptabel.

Mit der Höhe des Rohbaus wurde die Qualität des Empfangs zusehends schlechter. Zeitweise hatte anscheinend die Wetterlage den entscheidenden Einfluß darauf. Es konnte dann sein, daß stundenlang nichts mehr ging. Und da erschien dann der Lichtblick, wie oben auf dem Bild zu sehen.

Eigentlich hätte die neue Sendeanlage schon letzten Dezember in Betrieb genommen werden sollen, aber der Eigentümer des Grundstücks, auf dem man schon den Sendemast aufgestellt hatte, soll seine Zustimmung widerrufen haben. Sollte er das wegen gesundheitlicher Bedenken getan haben, so hat er sicherlich Recht, denn eigentlich kann das nicht gut sein, wenn überall diese Antennen stehen. Man kann das mit einem lachenden Auge (endlich optimaler Empfang) und einem weinenden Auge betrachten (der gesundheitliche Aspekt).

Beim ersten Anblick der Baustelle mit dem Antennenmast am 15. September war dann eines gleich klar: Das muß der Ersatz-Standort der neuen Blueline-Antenne sein.

Am 4. Oktober stellte ich dann am späten Abend fest, daß die Empfangsstärke so gut war, wie noch nie zuvor, seit ich letzten November bei Blueline Kunde geworden war. Ich montierte also das Modem ab und stellte es, nachdem ich alles gründlich gesäubert hatte, wieder auf seinen alten Platz.

Als Erstes wollte ich testen, ob man mit dem optimalen Empfang Videostreams ruckelfrei ansehen kann. Dazu setzte ich mein Headset auf – und kaum hatte ich das Ding auf den Ohren, da ging das Licht aus. Der Computer gleich mit, weil die Batterie meiner USV, hier sagt man fälschlicherweise Onduleur, kaputt ist. Also saß ich um 21:20 Uhr im Dunklen.

Normalerweise dauerte eine Stromabschaltung in Ambohitrarahaba maximal eine Stunde. Und das war ein eher selten vorkommender Fall. Vermutlich wegen der Klinik Maternité d’Ilafy gab es in den letzten Jahren eigentlich gar keine Stromabschaltungen, wenn auch aus anderen Quartieren berichtet wurde, daß mehrfach am Tag der Strom abgeschaltet wurde.

Letzte Aufräumarbeiten an der Baustelle

Beim Aufstehen gab es dann auch keinen Strom, und das Wasser kam mit einem verdächtig niedrigen Druck aus der Leitung. Da habe ich gleich reagiert und einen kleinen strategischen Vorrat angelegt. Zu Recht, denn in anderen Haushalten und in ganzen Stadtvierteln gab es bereits kein fließendes Naß mehr aus der Leitung.

Um kurz nach 11:00 Uhr gab es wieder Strom und auch der Druck in der Wasserleitung normalisierte sich im Laufe des Tages.

Nein, natürlich hatte die Jirama den Strom nicht wegen Blueline abgeschaltet und auch nicht wegen mir. Aber wenn wir betrachten, was die Presse dazu zu melden hatte, dann ist das ganz interessant. Da ist der Artikel “Électricité – Black-out à Antananarivo” der “L’Express de Madagascar” und dann ist da der Artikel “Madagascar: la Jirama en panne de carburants” der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua auf der Seite der afriquinfos.com.

Die Express meint, eine Quelle habe gesagt, der Vorrat an Schweröl der Galana für die Kraftwerke der Jirama sei fast zur Neige gegangen. Ansonsten wird nebulös die Frage zur finanziellen Situation der Jirama gestellt. Der Xinhua-Artikel verrät sogleich, daß gemäß einer Quelle die Jirama Zahlungsrückstände von mehreren Milliarden Ariary bei einer madagassischen Ölfirma habe. 200.000 Liter Schweröl müsse diese Firma jeden Tag liefern, um den Betrieb aller Kraftwerke für Tana sicherzustellen, man habe aber in 2 Tagen nur 150.000 Liter geliefert.

Hinzu komme, daß wegen der Trockenheit das Wasserkraftwerk von Andekaleka lediglich mit einer Kapazität von 62% betrieben werden könne, obwohl dieses Kraftwerk bis zu 40% zum Strombedarf von Tana liefern könne. Die Jirama verfüge über 114 Kraftwerke, wobei 100 davon Dieselgeneratoren seien.

Am Samstag konnte die Xinhua dann eine Bestätigung des Energieministers Elysé Ratsiraka melden, daß eine Lieferfirma nicht ausreichend Kraftstoff geliefert habe, ohne jedoch deren Namen zu nennen. Die Jirama sei nicht am Rande des Bankrotts, die Angestellten arbeiteten korrekt und würden auch regelmäßig pünktlich bezahlt, wenn die Gesellschaft auch Probleme mit ihren Finanzen habe, so habe sie genug Mittel für ihren Betrieb.
Die Chinesen sind gut informiert, könnte man meinen.

Der See liegt direkt an der RN2

Kann man in der Wüste Wald pflanzen? Sahara-Aufforstung in Algerien – dank Wilhelm Reich und Cloudbuster

Airbus A330-300-Flügel mit Winglet über der Sahara

Ein Besucher, der über die Suchmaschine Google kam, hatte die Frage aus dem Titel gestellt: “Kann man in der Wüste Wald pflanzen?”
Da ich selbst kurz zuvor auf etwas Erstaunliches gestoßen bin, das die Möglichkeit verspricht, Bäume in der Wüste pflanzen zu können, habe ich diesen Beitrag verfasst.

Vom Cloudbuster hatte ich zwar schon vor langer Zeit gelesen – darüber, ob er aber wirklich als Regenmacher funktioniert, war mir keine ausreichend überzeugende Quelle untergekommen. Da gab es allerdings auch noch nicht so viele Informationen im Internet.

Zu diesem Thema kann man diesen Link aufrufen, der einen etwas provokativen Artikel bereithält, aber auch den Link zu einem Video-Stream.

Wenn man sich das Video mit und über Dipl. Ing. Madjid Abdellaziz angesehen hat, dann könnten einem doch gleich haufenweise Fragen kommen. Kann man wirklich so einfach Regen machen? Mitten in der Wüste? Mancher Zeitgenosse wird vielleicht zu dem Schluß kommen, daß ein solcher Regenmacher mitsamt POR und DOR in das Reich der Fabeln gehört, aber nicht wirklich funktionieren kann und, daß es sich bei dem Video nur um eine geschickte Fälschung handelt. Frei nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Nehmen wir aber einfach mal an, daß das in dem Film gezeigte Projekt in El Haouita der Tatsache entspricht und der Regen dort mit dem Cloudbuster künstlich erzeugt wurde. Was dann? Könnte es sein, daß wir die Wahrheit einfach nicht erfahren sollen? Geht es nur um Geld und Macht bei denen, die das Sagen haben oder besser ausgedrückt, die sich auf entsprechende Positionen hochgekämpft haben?

Kann man, nur weil etwas nicht in das gestrickte Weltbild paßt und mit den vorhandenen “Gesetzen” der Physik nicht zusammenpaßt, dann einfach sagen, daß das Unfug oder Blödsinn ist und sich nicht weiter darum kümmern? Oder sollte man vielleicht doch mal ein klein wenig an den Gesetzen des bestehenden Weltbildes rütteln?

Warum sollten in den USA sämtliche das Thema Orgon beinhaltende Schriften des Wilhelm Reich, der den Cloudbuster ersonnen hat, per richterlicher Anordnung der Verbrennung zugeführt werden? In diesem ach so freien Land. Worin liegt die Gefahr dessen, was in den Büchern steht?

Im Wikipedia-Artikel über Reich wird der Cloudbuster mit keinem Wort erwähnt. Es gibt nicht mal einen eigenen Artikel für das Wort Cloudbuster, sondern nur eine Erwähnung im Artikel über Chemtrails. Das wirft doch gleich noch mehr Fragen auf.

Ein Weg jedenfalls steht jedem offen, auch dem Skeptiker: Algerien ist nicht aus der Welt und jeder hat die Möglichkeit, dort in der Sahara nach der begrünten Wüste zu suchen.

Seite des Madjid Abdellaziz: http://desert-greening.com/Willkommen.html

Bambuswäldchen oder dichtes Bambusgestrüpp

Fokussierbare Akku-Taschenlampe im Test – Papayas im Lichtzauber der erstaunlich hellen LED Lenser M7R

[Trigami-Review]

Die LED Lenser M7R ist ein Schwestermodell der LED Lenser M7 und der taktischen Taschenlampe LED Lenser MT7 aus dem Hause Zweibrüder. Schon die M7 konnte mit der Regelung der Lichtleistung als Innovation glänzen und auch die M7R hat wieder eine Innovation zu bieten: Dieses Modell ist für den Akkubetrieb mit einem CR-18650 Lithium-Ionen Akku konzipiert, der in Deutschland noch wenig gebräuchlich ist, dessen Vorzüge aber die hohe Spannung von 3,7 Volt und die Kapazität von 2.200 mAh beim gelieferten Modell sind. Hinzu kommt, daß ein Magnethalter, welcher in dieser Form eine neue Erfindung darstellt, bei der lichtstarken LED-Lampe auch mitgeliefert wird.

Wenn der LED-Strahler M7R aufgeladen werden soll, dann ist man recht flexibel bei der Wahl der Energiequelle, denn es gibt dazu das Floating Charge System. Die herkömmliche Ladevariante ist die an der Steckdose – allerdings ist das Ladekabel mit der LED-Leuchte durch einen speziellen Magnetkontakt verbunden, an dem auch eine Ladezustandsanzeige integriert wurde. Am anderen Ende des Kabels befindet sich ein Stecker, den man ins Ladenetzteil stecken kann, welches von 100-240 Volt benutzt werden kann. Den Stecker kann man aber auch direkt in einen PC stecken, da es sich um einen USB-Stecker handelt. Man ist also in der Lage, sich auch an einem Computer zu bedienen – ja, man kann sogar den Akku von seinem Notebook, Laptop oder Netbook anzapfen. Man kann diese Outdoor-Taschenlampe also auch draußen laden, wenn man unterwegs ist. Und das dann aber auch direkt von der Sonne gespeist, denn ein Solar-Ladegerät mit USB-Anschluß gibt es auch.

Taschenlampe im Koffer

Der Magnethalter der M7R ist ein Feature dieser multifunktionalen Taschenlampe, das eine einfache Bedienung erleichtert, denn der Magnet ist sehr stark und ein versehentliches Trennen der beiden Teile sollte nicht vorkommen, sofern man umsichtig genug ist. Hängt man die LED-Handlampe an die Ladehalterung mit der Wandbefestigung an die Wand, dann könnte man das gar als Schwebende Aufladung bezeichnen. Lädt man die Arbeitsleuchte im Liegen, dann kann man die Wandhalterung als Ladeschale benutzen.

Als Zubehör kann man sich noch einen Adapter zulegen, mit dem man im Auto die Zigarettenanzünderbuchse zur Aufladung nutzen kann – eine komfortable LED-Taschenlampe also, wenn man die Möglichkeiten betrachtet.

Wegen des neuen Akkuformats hat man die große Schwester M7R auch gleich etwas verlängert. Damit ist sie laut den Prospektangaben bei einer Länge von 156 mm gegenüber der LED Lenser M7 um 19 mm länger. Extrem viel länger ist auch die Leuchtdauer der M7R gegenüber der M7: 20,5 Stunden stehen 11 Stunden gegenüber.

Taschenlampe mit Ladekabel

Gegenüber der Nutzung mit Batterien hat man eine Variante, die sehr kostengünstig ist, denn das Aufladen am Stromnetz dürfte eher geringe Kosten verursachen. Neben der Einsparung, die man dadurch hat – ein Akku soll bis zu 1.000 Mal wieder aufgeladen werden können – hat man auch eine Vermeidung von Müll in Form von leeren Batterien.

Für das Energie-Management gibt es 2 Modi, zwischen denen man wählen kann. Wählt man die Konstantstromregelung, so ermöglicht diese eine relativ konstante Helligkeit auf höchstem Niveau über die gesamte Nutzungsdauer des Akkus, bis dieser nahezu erschöpft ist. Diese Funktion genießt für mich klar den Vorzug, zumal man sich ja auch einen Ersatzakku leisten könnte. Als Alternative kann man die Leistungsentnahme so einstellen, daß die Lampe mit der Zeit immer dunkler wird, wie man es bisher von allen Funzeln gewohnt war.

Mit verschiedenen Programmen der Smart Light Technology (SLT) kann man, durch Microcontroller gesteuert, intelligentes Licht aus der programmierbaren Taschenlampe herauskitzeln. Es sollen angeblich 8 Lichtfunktionen in 3 Lichtprogrammen verfügbar sein, ich komme beim Zählen aber nur auf 6 verschiedene Funktionen.

Taschenlampe von vorn

Die 3 Programme sind der Easy Mode, der Professional Mode und der Tactical Defense Mode. Im Easy Mode hat man einen Lichtspender, der nach dem Einschalten die volle Leistung bringt und nach kurzem Antippen des Schalters wird die Leistung auf 15% reduziert. Hält man den Finger länger auf den Schalter, dann dimmt die Lampe das Licht stufenlos herunter und hoch, so lange, bis man den angetippten Schalter wieder losläßt, um die gewünschte Helligkeit zu wählen. Im Tactical Defense Mode gibt es 100% und beim Antippen des Schalters wird ein Stroboskopblitzen aktiviert, das der Verteidigung dienen soll. Im Professional Mode gibt es dann die drei schon bekannten Funktionen mit dem Strobo-Effekt, dem Dimmen und der 15%igen Lichtleistung, zusätzlich ein permanentes Blinken und ein SOS-Morse-Blinken.
Ich brauche eigentlich nur möglichst helles Licht, die anderen Funktionen kommen mir eher als Spielerei vor. Gut, da werden andere Leute anderer Meinung sein.

Caterpillar-Spielzeug-Planierraupe

Wie schon bei der M7 gilt auch hier bei der M7R, daß man den kleinen Zettel mit der Kurzbedienungsanleitung für die Funktionen der Lampe bevorzugt im Innenraum derselben verstauen sollte. Da kann man sie nicht verlieren und man kann immer darauf zugreifen. Da möchte ich den sehen, der nach einem halben Jahr, in dem er die Programme nicht geändert hat, noch weiß wie oft er zum Programmwechsel den Schalter antippen muß.

Wenn die Energie aus dem Akku kurz vor dem Ende ist, dann blinkt die Lampe immer wieder kurz, bis sie ganz abschaltet.

Das weltbeste Fokussiersystem bei fokussierbaren Taschenlampen, Advanced Focus System genannt, welches mit Einhandfokussierung aufwarten kann, wurde auch der M7R mitgegeben, die Reflektorlinse ist die gleiche, wie bei der M7, die gegenüber dem Vorgängermodell LED Lenser P7 vergrößert und optimiert wurde.

Beleuchtung auch am hellichten Tag

Neu ist das Fast Lock System, mit dem man den Lampenkopf durch eine kleine Drehung feststellen kann, damit die gewählte Fokussierung sich nicht verstellen kann. Leider kann aber auch der gegenteilige Effekt erzielt werden, nämlich der, daß man die Fokussierung ändern will, aber es nicht gleich oder nur schwer geht. Gut gedacht zwar, aber für mich ist diese Funktion störend, da sie den Einhandbetrieb doch beeinträchtigt.

Mit dem Intelligent Clip, der auch im Lieferumfang enthalten ist, kann man seine intelligente Taschenlampe am Gürtel befestigen und in die gewünschte Richtung leuchten lassen.

Wegen dem ganzen Zubehör wird die LED Lenser M7R in einem kleinen Plastikköfferchen verkauft, wie man auf den Fotos sehen kann.

LED-Taschenlampe

LED LENSER fördert den Umweltschutz
Im Rahmen dieser Testaktion hat die Firma Zweibrüder aus Solingen gleich 2 LED Lenser M7R geliefert. Eine dieser konfigurierbaren Taschenlampen war für mich als Tester bestimmt und die zweite Lampe sollte an eine private Person verschenkt werden, die sich besonders für den Umweltschutz einsetzt.

Die Wahl fiel auf eine Person, die dem Umweltschutz in einer besonderen Weise dient. Auf dem Bild sieht man die Übergabe einer Lampe in ihrem Köfferchen im Namen von LED Lenser.
Die Beteiligten sagen: “Danke!”
Im Zusammenhang damit werde ich demnächst einen eigenen Beitrag verfassen.

LED-Taschenlampe wird überreicht

Bei den Testbildern habe ich den Fotoapparat auf dem Balkon auf ein Stativ montiert. Die Papayas in unserem Garten habe ich mit der M7R angestrahlt. Sie haben wegen der Trockenzeit nur ganz wenige und kleine Blätter, die Früchte reifen auch mit verminderter Geschwindigkeit. Die Belichtungszeit betrug jeweils 6 Sekunden. Beim Bild mit eingesetzter Lampe wurde diese mit dem größtmöglichen Abstrahlwinkel verwendet.

Bei den Fotos mit den Häusern habe ich die Entfernung manuell eingestellt, da der Autofokus nicht mehr genug Licht zum Scharfstellen hatte. Die Belichtung habe ich mit der Automatik bei Blende 5,6 und ISO 200 vorgenommen, wobei das dunkle Bild 15 Sekunden belichtet wurde und das andere mit Einsatz der Handlampe 20 Sekunden. Das erste Bild ohne LED-Licht, und das zweite Bild 2 Minuten später mit der fokussierbaren LED-Lampe M7R bei maximal gebündeltem Lichtstrahl. Das hintere der angestrahlten Häuser hat nach einer Messung bei Google Earth etwa eine Entfernung von 300 m, eine unglaubliche Lichtleistung also, wo Zweibrüder im Prospekt doch nur 255 m Leuchtweite angibt. Aber ehrlich gesagt kam mir die Helligkeit in der Realität nicht ganz so hell vor, wie auf dem Bild. Das Da wäre es mal interessant, wie die technischen Werte zur Leuchtweite bei den Prospektangaben definiert sind.

Die Überstrahlung, die auch am Himmel zu sehen ist, kommt hauptsächlich wohl dadurch zustande, weil jetzt noch die Trockenzeit herrscht und extrem viel Staub in der Luft ist. Wenn man die Windschutzscheibe am Auto gründlich geputzt hat, dann kann man spätestens eine halbe Stunde später wieder einen deutlichen Staubbelag darauf erkennen.

Die animierten gif-Bilder, die hier zuerst blinkten, waren qualitativ nicht der Weisheit letzter Schluß, daher habe ich sie, wie angekündigt, durch jpg-Dateien ersetzt, welche durch ein Skript gewechselt werden. Wer in seinem Browser kein Skript aktiviert hat, wird diese Vergleichsbilder nicht sehen.

Wer an außergewöhnlichen Fotografien Gefallen findet, dem sei die Lenser Gallery empfohlen. Dort kann man sich Fotos ansehen, die mit Hilfe von LED Lenser Taschenlampen gemacht wurden.

Ein Forum für Anhänger von erstaunlich hellen Taschenlampen findet sich im Led Lenser Forum. Auch bei Twitter oder Facebook kann man einen Klick riskieren.

Abschließend ist zu sagen, daß es sich bei der M7R um eine High-End Taschenlampe handelt – was sich leider auch am Preis bemerkbar macht.

Jetzt zum Produkt.

Spaßiges Video zum modernen Fiat 500 – Um welchen Stall geht’s dabei, hat der Tankdeckel etwas damit zu tun?

[Trigami-Anzeige]

Rückleuchten und Tankklappe

Fiat Image-Kampagne“Fiat 500 by Diesel” – da könnte man jetzt denken, daß ein Dieselmotor für den Vortrieb zuständig ist. Aber es ist ganz einfach ein Sondermodell des beliebten kleinen Flitzers aus der Fabbrica Italiana Automobili Torino (FIAT), welches in Zusammenarbeit mit der Modemarke Diesel, die auch für Jeans bekannt ist, geschaffen wurde.

Das heißt jetzt aber nicht, daß man sich den 500er Fiat nicht mit Dieselmotor in den Stall holen kann. Es gibt ihn sogar mit einem Turbodiesel.

Eine witzige Werbung hat man sich nun bei Fiat einfallen lassen, um für das Sondermodell zu trommeln und um im Gespräch zu bleiben. Das kurze Video, das etwas mit dem Hosenstall zu tun hat, wird mit schwungvollem Lachen rübergebracht.

Fiat 500 – Pinnwandeintrag:

Der Fiat-Werbespot hat natürlich einen Schluck Provokation getankt – aber so kommt man eben am besten ins Gespräch.

Oder sollte dieser Fiat 500 Clip gar nicht provozieren, sondern in lustiger Weise darauf hinweisen, daß es nicht genügend öffentliche Bedürfnisanstalten gibt? Die dann aber bitteschön kostenlos sein sollen. Auf die Problematik mit dem Dringenden Bedürfnis hatte ich ja bereits hingewiesen.

Apropos Tankdeckel: Den wird man bei dem kleinen, agilen Fiat nicht so oft aufklappen müssen (das Tankvolumen klammern wir einfach mal aus), da der Verbrauch des Motors mit 4 Litern pro 100 km recht sparsam sein soll. Das ist allerdings die Angabe für das TwinAir-Triebwerk, einen Motor mit zwei Zylindern, der auch Aufnahme in die 500er Produktpalette finden soll.

Wer eine große Klappe riskieren will, für den gibt’s das Modell 500C, wie im Video-Clip. Das lange Faltdach, wie man es von der Ente kennt, garantiert viel Frischluft. Wobei die Ente in Deutschland ja fast ausgestorben ist – in Madagaskar dagegen bekommen noch viele Enten täglich ihr Gnadenbrot als Taxi.

Von einem Kultauto zum nächsten: Das moderne Kultauto in Form des Fiat 500 hat seinen Preis, wie andere Kultautos auch: Die billigste Version des Sondermodells “by Diesel” kostet 15.300 Euro. Es war eben schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.

Wer wegen der Pinnwand noch mehr Diesel (oder eben auch Benzin) ins Feuer schütten will, kann noch mehr YouTube-Videos von Fiat tanken: YouTube-Kanal von Fiat Deutschland.

 

Und jetzt: Disconnect!

Test der Taschenlampe Zweibrüder LED Lenser M7 – Lichtzauber im Wald am Winterstein im Taunus

[Trigami-Review]

LED-Taschenlampe vor Brennholz

Die LED Lenser M7 von Zweibrüder ist die neue, multifunktionale Taschenlampe auf dem Markt, die hier im Taschenlampentest beschrieben wird, zusammen mit der kleinen LED Lenser P2 – nachdem es letztes Jahr der Test der M1, der M5 und der K3 im Reisfeld war.

Das Konzept der intelligenten Taschenlampe wurde auch hier wieder umgesetzt. Beim Betrachten des äußeren Erscheinungsbildes sieht man die Verwandtschaft mit der M1 und M5 zwar, aber mit der LED Lenser P7 und der äußerlichch gleichen LED Lenser B7, die als Fahrradlampe konzipiert worden ist, besteht eine klare Verwechslungsgefahr. Auch die LED Lenser T7 hat die gleiche Basis. Einen direkten Vergleich zwischen M7 und P7 findet man übrigens auch in einem unabhängigen Test.

LED-Taschenlampe LED Lenser M7

Die M7 ist also eine Weiterentwicklung der fokussierbaren Taschenlampe, bei der man am weltbesten Fokussiersystem ‘Advanced Focus System‘, wie es bei der P7 zum Einsatz kommt, auch noch etwas gefeilt hat. Der Reflektor nimmt jetzt mehr Raum ein und die Fassung ist dünner geworden.

Einblick in das 'Advanced Focus System'

Hinzukommen zu dieser Familie komfortabler Lampen wird noch die LED Lenser M7R, die mit Akkus und dem Floating Charge Ladesystem geliefert wird und die LED Lenser MT7 als sogenannt taktische Lampe, die zum Glasbrechen geeignet ist.

Intelligentes Licht sucht sich seinen Weg: Zweibrüder gibt die Leuchtweite mit 255 m an. Das ist schon ganz schön weit und das erreicht man nur mit einer Bündelung des Lichtstrahls. Die Helligkeit dieser geregelten Taschenlampe wird mit 220 Lumen angegeben. Die P7 schafft mit der gleichen Cree-LED nur 210 m. Nur mal als Vergleich: Die LED Lenser P2 erreicht nur 11 Lumen, ist dabei aber nicht dunkel und leuchtet laut den Prospektangaben nur 23 m weit.

LED-Taschenlampe für den Schlüsselbund

Die zusammen mit der M7 gelieferte P2 ist, wenn man sie an der neuen und viel größeren LED-Leuchte mißt, natürlich ein Underdog. Aber für die Größe kommt da eine ganze Menge Licht raus. Was bei meinem Testmuster auffällt ist, daß in der Mitte ein dunklerer Fleck ist, der unangenehm stört. Sieht man durch die Linse, dann kann man viele kleine Tröpfchen sehen. Ob das Ölspritzer von Produktionsanlagen sind?

Die M7 ist die hellste Taschenlampe, die ich bisher in den Händen hatte. Schon die M1 lieferte eine unglaubliche Lichtleistung für ihre kleinen Abmessungen – und das macht Lust auf immer mehr. In den kommenden Jahren wird man sich also genau darauf freuen können, da der technische Fortschritt kaum aufzuhalten sein dürfte.

Mit dem Intelligent Clip aus Kunststoff kann man die M7 schnell am Gürtel befestigen und in die gewünschte Leuchtrichtung drehen. Der Kunststoff-Clip erscheint durchaus praktisch, aber beim Anknipsen rutscht die Lampe leicht mal ein Stück weiter und vom Material des Clips hat man beim Schieben über den geriffelten Lampenkörper schnell kleine Kunststoffspäne abgeschabt.

Taschenlampen-Leuchtkegel auf die Bäume im Wald

Beim Bild vom Sonnenuntergang will ich ehrlich sein: Das dunkle Bild zeigt die wirkliche Helligkeit der M7, der helle Spot ist im Bildbearbeitungsprogramm entstanden, um übertseigert das zu zeigen, was man subjektiv wirklich sehen konnte.

Der Größenunterschied von M7 zu M5 (die M1 benutze ich wegen ihrer teuren Batterien nicht) ist deutlich, denn in der Röhre sind vier Stromlieferanten der Dimension AAA untergebracht, entweder Batterien, oder Akkus, mit denen man ökonomischer unterwegs ist. Subjektiv ist mir beim Wechsel der mitgelieferten Alkaline-Batterien zu Akkus kein Unterschied der Helligkeit aufgefallen. Der Taster für die Steuerung ist wieder am Ende der High-End Taschenlampe, was um so unpraktischer wird, je größer die Lampe ist.

Langzeitbelichtung im Taunus

Die eingebaute Smart Light Technology sorgt dafür, daß die M7 einen relativ konstanten Strom aus der Stromquelle ziehen kann, damit über lange Zeit die gleiche Helligkeit geliefert werden kann – und das ist auch das Highlight dieser Outdoor-Taschenlampe, denn man ist nicht mehr dazu verurteilt, zusehen zu müssen, wie die Helligkeit immer mehr zu einer Funzel verkommt. Alternativ kann man die Einstellung so wählen, daß Stromentnahme und Helligkeit kontinuierlich abfallen, so wie es Standard bei allen bisherigen Taschenlampen war.

Verottender Baumstamm

Das jedenfalls ist LED-Technik vom Feinsten, denn obwohl die Leistung der Stromquelle eigentlich permanent abnimmt, wird den Elektronen microcontrollergesteuert auf die Sprünge geholfen. So hat man bis zum Schluß eine gleichbleibende Helligkeit. Das ist für mich das entscheidende Argument für die neue Lampe – das hätte ich mir auch für die M5 schon gewünscht. Vom nahenden Ende des Energievorrats wird man durch ein kurzes, regelmäßiges Blinken informiert.

Grünpflanzen werden bei Dunkelheit angeleuchtet

Um zwischen den beiden Hauptmodi, die den Stromverbrauch regeln, zu wechseln muß man den Schalter 8 Mal antippen und beim 9ten Mal dann einschalten. Beim Constant Current Modus ist die Bestätigung, wenn die Lampe 3 Sekunden leuchtet und dann ausgeht. Im Energy Saving Modus dimmt die Lampe das Licht in den 3 Sekunden herunter, bevor sie ausgeht. Zwischen diesen beiden Modi sollte man besser mit einem Mikroschalter, der sich innen am Ende der Batteriehalterung befindet, wechseln können, denn ich würde da nur selten schalten. Leider gibt es auch keine Anzeige dafür, in welchem Modus man sich befindet.

Langzeitbelichtung mit Seifenblasen

In 3 verschiedenen Programmen kann man dann noch die folgenden Funktionen ansteuern – und zwar alles mit dem einen Tastschalter. Im Easy Mode kann man auf 15% Lichtleistung runterschalten und auch stufenlos zwischen 15 und 100% dimmen. Im Tactical Defense Mode gibt es beim Antippen nur eines: Das Stroboskopblitzen. Der Professional Mode beginnt, wie der Easy Mode mit der Dimmfunktion, das nächste Antippen aktiviert eine permanente Blinkfunktion, das folgende Antippen läßt den Morsecode für SOS blinken und das letzte Antippen schaltet die Stroboskopfunktion ein.

Wer sich das alles nicht merken kann, der steckt das beiliegende ‘Smart Card’ bezeichnete Stück Papier in die Röhre der programmierbaren Taschenlampe. Dort hat man die Kurz-Bedienungsanleitung dann immer dabei. Und wenn man wieder mal vergessen hat, wie die Programme geschaltet werden, dann braucht man nur die Lampe aufzuschrauben und nachsehen. Wer gelegentlich Paßwörter im Internet vergißt, der sollte das auf jeden Fall so machen.

Langzeitbelichtung mit Seifenblasen

Wer die Taschenlampe für Profis und „Normalos“ mit dem Body aus Flugzeugaluminium am Fahrrad montieren will, kann noch eine Fahrradhalterung brauchen: Da kann man zum Zweibrüder Universal-Halter 7799-PT greifen, den man auf der Zweibrüder-Homepage zwar nicht findet, aber man kann ja gugeln.

Zum Abschluß der Testarbeiten im Taunuswald lief ein willkommenes Testobjekt in Form einer Erdkröte (Bufo bufo bufo) über den Weg. Geduldig harrte sie im gleißend hellen Licht der M7 aus, bis ein paar Makro-Bilder im Kasten waren. Bei Iso 100 und Blende 5,6 war eine Belichtungszeit von 1/10 Sekunde erforderlich. Fotografiert aus der Hand, ohne Bildstabilisator.

Auch andere Blogger haben die M7 getestet und ansprechende Bilder in die Galerie der Homepage von Zweibrüder hochgeladen. Ein Forum, um sich über die Produkte der Firma auszutauschen, gibt es natürlich auch. Sogar an Facebook-Anhänger wurde gedacht – und Twitter soll auch nicht verschwiegen werden.

Lieferbar ist die M7 ab dem 9. 8. 2010: Jetzt zum Produkt.

Erdkröte (Bufo bufo bufo)

iPhone ausspioniert, Nacktbilder im Internet mit Facebook-Identität – Auch Firefox hat Sicherheitslücken

Smartphone von Apple: Das iPhone

Die Mehrzahl der Nutzer von mobilen Geräten und deren Anwendungen, die der Kommunikation dienen, hat nur durchschnittliche Kenntnisse, was deren Verwendung betrifft – und über die Sicherheitsrisiken ihrer ständigen Begleiteter wissen die meisten Mobilfunknutzer kaum Bescheid. Es gibt aber Experten, die sich auskennen: Für diese Hacker ist es ein Leichtes, sich privater Daten wildfremder Menschen zu bemächtigen. Bedenken sollte man zudem noch, daß staatliche Stellen bei dem “Spiel” auch kräftig mitmischen, die Hersteller werden gar dazu angehalten, die Entwicklung nach vorgegebenen Standards vorzunehmen und unter anderem geheime Schnittstellen einzubauen.

 

Das iPhone hat einen Riesen-Hype ausgelöst und von allen Seiten werden neue Apps entwickelt, die den Nutzern die drolligsten Dienste eröffnen – so standen einige junge weibliche iPhone-Nutzerinnen nackt in der Öffentlichkeit des Internets. Natürlich wußten die gar nichts davon und sind sicherlich hinterher aus allen Wolken gefallen, aber das sind leider die Gefahren, die sich auftun, wenn man gewisse technische Lösungen zu vertrauensselig nutzt, wie uns die Bild-Zeitung aufzeigt und zur Vorsicht vor Spionage-Apps rät.

In diesem Fall handelte es sich um das Programm Quip des Anbieters Addy Mobile, mit dem man MMS kostenlos übers Internet verschicken konnte. Der Internetserver des Dienstproviders hatte aber eine Schwachstelle, und so gelang es Hackern, durch die Sicherheitslücke private und intime Bilder zu erbeuten und diese dann zu veröffentlichen – und zwar verknüpft mit den echten Identitäten im sozialen Netzwerk Facebook, darunter auch Selbstporträts nackter Mädchen – ungewollter, aber öffentlicher Striptease, sozusagen.

Auch der bekannte Börsenhändler Dirk Müller vom Frankfurter Börsenparkett ist ein eifriger Nutzer eines iPhones, macht sich aber schon Sorgen, was die Nutzung seines Kult-Handys betrifft und dessen Datensicherheit.

Nackte Frau - Rückenansicht

Bei dem Hacker-Wettbewerb Pwn2Own in Vancouver, Kanada, werden hohe Geldpreise für das Überwinden von Sicherheitsfeatures verschiedener Produkte vergeben, um den Herstellern die Möglichkeit zu geben, Sicherheitslücken zu schließen. Da hackt man nicht nur das iPhone in 20 Sekunden und holt selbst die schon gelöschten SMS runter, sondern der Safari Webbrowser von Apple wurde ebenso gehackt, wie der Internet Explorer von Microsoft und auch der Firefox von Mozilla. Lediglich der Google-Browser Chrome wurde bisher angeblich noch nicht überwunden.

Ausgerechnet Google. Da ist doch diese Krake dafür bekannt, alle möglichen Daten ihrer Nutzer gnadenlos zu sammeln. Haben die etwa den Browser so hackersicher gemacht, weil sie den Alleinverwertungsanspruch auf die zu gewinnenden Daten haben?

Auch die Universität Augsburg beschäftigt sich mit dem Thema Datensicherheit: “Mobile Security oder: Wie leicht Laptop, iPhone, Blackberry & Co. ausspioniert und abgehört werden können“. Berichtet wird, daß ein 11-Jähriger Junge einen Trojaner für das iPhone gebastelt haben soll.

 

Angesichts der geschilderten Gegebenheiten ergibt sich nun ein ganz neues Gefahrenpotential, das noch niemand auf der Rechnung hat. Fortan muß man wegen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise immer damit rechnen, daß ein abgebrannter Hacker hochsensible Daten abgreift und an die Bundesrepublik Deutschland GmbH, vertreten durch die deutsche Regierung mit Angela Merkel und dem Bundes-Trojaner Wolfgang Schäuble, verhökert.

Willkommen im Kasperle-Theater!

Und egal, ob es dabei um Steuererpressung mittels einer CD oder um die Rettung des Euros vor ruinösen Spekulanten geht:

Der Dumme bist immer DU!

In “gods own country”, den USA, weist man den Weg: Eine offene Drohung der Steuerbehörden im Fernsehen von Pennsylvania (siehe YouTube-Video unten) oder auf dem Flughafen bei der Einreise mit Notebook in die USA das Kopieren von Daten.

 


Fotos: pixelio.de

Foto oben: iPhone in Action © Kigoo-Images

Foto mitte: Fotoshooting auf Mallorca © Alexander Hauk www.alexander-hauk.de

Bank mit Bankkonto im Handy: MVola von Telma – Geldtransfer und Zahlungssystem, Überweisung per Handy

Instandhaltung für das Telefonnetz auf dem Leitungsmast

Nachdem sich mobile Bezahlsysteme per Handy schon in einigen anderen Ländern etabliert haben, bietet nun auch Telma (Telecom Malagasy), der einstige Staatskonzern und Monopolist für Telekommunikation, eine solche Lösung auf dem Markt an: MVola. Damit wird es jetzt in den entlegensten Winkeln Madagaskars möglich, Bankgeschäfte zu tätigen – voruasgesetzt, es gibt dort eine Netzabdeckung durch Telma.

Um den Dienst so attraktiv wie möglich zu gestalten, ist die Kontoführung kostenlos und man braucht kein Mindestguthaben. Das Maximalguthaben ist allerdings auf 5.000.000 Ariary beschränkt, was bei einem Umtauschkurs von 2.650 Ariary pro Euro 1.886,79 Euro entspricht. Wer eine größere Summe vor externem Zugriff, zum Beispiel durch Diebe, auf einem Konto sichern will, der kann sich eine weitere SIM-Karte mit einer anderen Nummer zulegen.

Die Gebühren betragen 750% des zu überweisenden Geldbetrags – wenn man den kleinstmöglichen Betrag zur Überweisung von 100 Ariary wählt, an einen Empfänger, der kein Telefon hat. Hat der Empfänger ein Telma-Konto MVola, dann sinken diese Kosten auf 250%. Je höher man den Überweisungsbetrag wählt, um so geringer fällt die prozentuale Gebühr aus. Beim Höchstbetrag von 5.000.000 Ariary sind 3.000 Ariary Gebühr fällig, was dann 0,06% entspricht. Als Vergütungssystem hat man eine Tabelle mit festen Beträgen in einem Stufensystem festgelegt. Was das Bild der spiegelverkehrten Geldscheine auf der Tarif-Seite wohl für eine Bedeutung haben soll?

Mit dieser Finanzdienstleistung für den ‘Kleinen Mann’, bei dem man die Bankfiliale zur Hälfte schon in der Tasche hat, kann man Geldüberweisungen vornehmen, Rechnungen bezahlen und Geld sicher aufbewahren.

In Kenia ist der Mobilfunkprovider Safaricom mit seinem M-Pesa-Dienst schnell zur größten “Bank” des Landes aufgestiegen, in Madagaskar hat Telma vorsorglich vom Start ab die Partnerschaft mit einer Bank gesucht, nämlich der BFV – Société Générale. Ein weiterer Partner ist die Firma Jovenna, die ein Tankstellennetz mit 66 Tankstellen in Madagaskar betreibt.

Der Lieferant, der für Telma die Plattform mit der Technologie stellt, ist die seit 2001 in Singapur ansässige Utiba Pte.Ltd., die sich mit über 200 Millionen Nutzern laut ihrer Homepage selbst als Marktführer im Bereich der mobilen Finanztransaktionen sieht. Daher wird es in absehbarer Zeit vermutlich auch möglich sein, internationale Finanztransaktionen vorzunehmen. Dazu ist interessant, daß Western Union auch mit Utiba eine Vereinbarung getroffen hat, künftig auf deren Know-how und Services zurückzugreifen.

Jetzt müssen die Marktteilnehmer erst einmal die Nutzungsmöglichkeiten vom mobilen Zahlungssystem MVola ausloten, um die Vorteile zu erkennen, damit sich ganz neue Strukturen des Wirtschaftens bilden können. Ein Geschäftsfeld, dem die Türen jetzt geöffnet sind, sind Verkaufsplattformen im Internet.

Geldscheine aufgefächert

Jeden Virus erkennen mit Avira Antivir Personal Free Antivirus? – Wurm-Erkennungsmuster falsch eingepflegt?

Flash Disk im Notebook eingesteckt

Mit dem USB-Stick hatte ich mir letztes Jahr, als ich einen Monat ohne eigene Internetverbindung war, aus dem Internetcafé, in dem man Avira Free Antivirus installiert hat, einen Virus mit nach Hause gebracht. Glücklicherweise hattte das Schadprogramm die Eigenart, daß im Explorer kein Dateisymbol angezeigt wurde und als Dateiendung .exe angehängt war, was natürlich sofort alle Alarmglocken schrillen ließ. Eine solche Datei sollte man niemals versuchen zu starten, um zu sehen, was das denn ist! Erst mal sollte man die Datei mit einem Antivirenprogramm scannen.

Das habe ich mit dem kostenlosen Programm Antivir Personal Free Antivirus von Avira gemacht, die Software erkannte aber in der hochverdächtigen Datei kein Übel. Das ebenso kostenlose ClamWin Portable erkannte in der Datei den Wurm Worm.Delf-230.

Der Wurm hatte sich mehrfach in verschiedenen Ordnern mit jeweils anderem Dateinamen kopiert. Bis auf eine dieser identisch großen Dateien habe ich alle gelöscht und beim nächsten Surfgang im Internetcafé hatte ich die auf den Namen Worm.Delf-230.exe umbenannte Datei an Avira übermittelt.

Von Avira kam dann ein Email, daß mit einem der nächsten Updates der Virendefinitionsdatei (VDF) ein Erkennungsmuster hinzugefügt werde. Da ich vor längerer Zeit schon mal so einen Fall hatte, wo der übersendete Wurm noch am gleichen Tag in die VDF aufgenommen wurde, löschte ich die Datei und kümmerte mich nicht mehr darum.

Virusmeldung auf dem Monitor

Dieses Jahr kam der USB-Stick dann wieder mal in das Internetcafé, weil ein Ausdruck von einem Dokument gemacht werden sollte. Danach gab es wieder eine solche Datei ohne Symbol in der Explorer-Anzeige. Die Datei schickte ich am 16. 2. an Avira und ich erhielt wieder ein Email, daß mit einem der nächsten Updates…

Ich ließ den Wurm auf dem USB-Stick, um ihn dann mit Free Antivirus zu löschen, wenn die Erkennung erfolgt. Bis zum 27. 2. erkannte das Avira Antivirenprogramm den Wurm nicht und ich übermittelte die Virendatei ein zweites Mal an Avira. Wieder erhielt ich ein Mail, daß mit einem der nächsten Updates…

Dann benutzte ich den Service von Virustotal, um zu sehen, was die dortige Version von Avira für ein Resultat bringt. Dort gab es noch eine veraltete Version 8 der Avira-Software, die nichts fand. Aber ich sah, daß ClamWin den Wurm Worm.Delf-230 gefunden hatte. Jetzt erst fiel mir auf, daß das ja der gleiche Schädling war, wie im letzten Jahr.

VirusTotal ist ein kostenloser Dienst, der das Prüfen von verdächtigen Dateien ermöglicht und ist sehr zu empfehlen, wenn man eine verdächtige Datei hat, die vom eigenen Virenprogramm nicht als Malware erkannt wird. Man lädt die Datei übers Internet hoch und sieht dann gleich das Ergebnis von 42 verschiedenen Antivirenprogrammen.

Am 25. 3. schrieb ich dann ein Email an den Support von Avira und schilderte den Sachverhalt. Daraufhin schrieb mir ein Sachbearbeiter, er werde sich persönlich um den Fall kümmern und bat mich, die betreffende Datei nochmals zu schicken. Danach teilte er mir mit, daß man die Datei der Malware Worm/Mabezat.B.138 zuordnen konnte. Da es dann mehrere Anläufe brauchte, schrieb der Sachbearbeiter mir in einem Mail: Wir geben nicht auf!!! Und beim nächsten Mal wurde der Virus dann auf meinem Rechner auch erkannt und zwar unter dem Namen WORM/Delf.DW.290. Vielen Dank an Avira! Immer dran bleiben.

Wenn man mal in Kontakt zu einem noch unbekannten Virus kommt, der von der Antivirensoftware, die man selbst verwendet, noch nicht erkannt wird, dann sollte man diesen gleich an die Firma des genutzten Programms übermitteln, damit eine weitere Verbreitung möglichst schnell eingedämmt werden kann.

Leider scheint es bei den Firmen der Antiviren-Software-Branche keine so große Zusammenarbeit zu geben, wenn man nur bei dem obigen Link zu VirusTotal sieht, wieviele verschiedene Namen ein und derselbe Virus verpaßt bekommt.

Unteres Foto: pixelio.de / Virus on board © Martina Taylor

Telma hat Tuléar an das EASSy-Kabel angeschlossen – Internetcafé am Reisfeld wartet auf bessere Verbindung

Center für Telekommunikationsdienstleistung am Siedlungsrand

Nachdem letztes Jahr im Juni Orange die Verbindung mit dem Kabel Lion in Tamatave hergestellt hat, hat nun Telma (Telecom Malagasy) die Verbindung mit dem EASSy-Kabel in Tuléar erreicht.

Eigentlich könnte jetzt der Run um die Kunden beginnen. Aber halt, wir sind in Madagaskar, da gehen die Uhren etwas anders. Das Kabel von Orange soll jetzt seit November mit Tana eine Verbindung haben und was hat es den Kunden bisher gebracht? Nix! Alles steckt im Sumpf fest. Woran das liegen mag?

Und da wir in Madagaskar sind, sind berechtigte Zweifel daran angebracht, daß die Tarife auf ein so tiefes Niveau sinken, wie die lokale Presse in ihren kühnen Phantasien zu berichten pflegte. Lieber weniger Kunden, aber dafür teuer. Yield Management at its best?

Jetzt wird also abzuwarten sein, ob demnächst wirklich mal echte DSL-Geschwindigkeiten durch die Leitungen brausen. Oder ob man auf das Hochgeschwindigkeits-Internet noch bis zum ominösen Jahr 2012 warten muß?

Wer mehr zum aktuellen Anschluß an den Backbone wissen will: Ein Bild sagt mehr, als 1000 Worte – was sagen dann erst über 40 Bilder? Hier also gleich der Link zum bunt bebilderten Bericht von madagate.com, das dem Telekommunikationsminister Augustin Andriamananoro von der international nicht anerkannten HAT-Regierung gehört, der bei der Einweihung des Kabels den Startknopf gedrückt hat und der auch auf der Seite zu sehen ist.

Wer noch ein wenig Zerstreuung sucht und auf bunten Fotos einige Damen betrachten möchte, die das Ereignis ausschmückten, der kann wieder bei madagate gucken.

Oldtimer Peugeot 404 in schwarz mit Chromleisten und Haifischflossen parkt am Straßenrand in Antananarivo

Oldtimer mit Haifischflossen

1960 wurde die Baureihe des Peugeot 404 als Nachfolger des Peugeot 403 auf den Markt gebracht. Die Antriebstechnik bei diesem Mittelklasse-Fahrzeug bedient sich eines Heckantriebs. Beim Design ließen sich die französischen Entwickler in Sochaux vom damaligen Zeitgeist in Amerika anstecken, wo in den 50er Jahren die Straßenkreuzer mit großen Haifischflossen populär waren. Auch Daimler Benz folgte 1961 mit dem Mercedes 190 (Modellreihe W110) diesem Trend und führte ein Fahrzeugmodell mit kleinen Haifischflossen in den Handel ein. In Europa hat man den gestalterischen Ausdruck dieser Modeerscheinung aber viel dezenter umgesetzt, als das bei den Ami-Schlitten, wie Cadillac und Lincoln, den Prestige-Marken von General Motors und Ford.

Die Mode ist an ihnen vorbeigegangen und noch heute gibt es in Madagaskar viele Fahrzeuge der Baureihe 404, die noch im Einsatz sind – vielfach als Arbeitstier. Das trifft besonders auf den Peugeot 404 Pick-up zu, aber auch auf die Limousine, die man in Tana gelegentlich auch als Taxi sieht. Das Kombi-Modell dient mit 3 Sitzreihen gelegentlich noch als Taxi-Brousse.

Ein Blechkleid mit edel aussehendem schwarzem Lack trifft man allerdings selten an. Das Auto auf dem Foto könnte man sich gut mit Weißwandreifen vorstellen, aber in der Regenzeit mit schlammigen Schlaglöchern und Schlammpfützen würden die Weißwandreifen oft voll mit Dreck sein. Wenn man die dann nicht nach jeder Ausfahrt reinigt, dann wären sie die längste Zeit weiß gewesen, denn der eingetrocknete Schlamm ist sogar auf den schwarzen Reifen extrem hartnäckig und nur mit einigem Aufwand wieder zu entfernen. Die Radzierkappen aber, die hier fehlen, würden der Optik des Fahrzeugs auch trotz der Schlammpackungen gut zu Gesicht stehen und zur Reinigung bedarf es da nur eines nassen Lappens und die Kiste ist wieder ansehnlich.

Auf dem unteren Foto kann man feststellen, daß ein Staubfilm auf dem Lack liegt, wie es in Tana tägliches Los ist. Über dem Dichtungsgummi der Heckscheibe ist gut ein Metallplättchen mit Nieten zu erkennen. Man hat diese Krallen deshalb dort festgenietet, damit sich nicht Unbefugte die Scheibe krallen – es dient also als Schutz vor Diebstahl. Ich meine, das dürfte heute nicht mehr üblich sein. Oft hat man in die Scheiben auch die Autonummer vom Nummernschild eingraviert, was ebenfalls als Diebstahlschutz gedacht war. Mit Nieten geht man recht spendabel um, denn auch die Chromzierleiste hat man ohne Skrupel einfach angenietet, wie man direkt neben der Rückleuchte erkennen kann.

Bilder fotografiert mit Sony Ericsson K800i

Staubschicht auf schwarzem Lack beim Oldtimer

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