Madagaskar-Blog

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Tag: Antananarivo

Schlange stehen am Visa-Geldautomaten der Bank of Africa in Analakely für den Einkauf zum Muttertag

Foto

Auch in Madagaskar gibt es schon einige Leute, die mit Plastikgeld in der Gegend herumlaufen. Überwiegend wird es sich dabei um einfache Kundenkarten der großen Banken handeln, aber auch Visa-Karten bieten die Banken ihren Kunden an..

Letztlich war an einem Samstag das Schlangestehen auf dem Foto zu beobachten. Die Bank of Africa (BOA) hatte in ihrer Filiale in Analakely gegenüber vom Bahnhof gerade an diesem wichtigen Wochentag, an dem viele ihre Einkäufe machen, nur einen der 3 vorhandenen Geldautomaten in Betrieb. Mindestens 30 Personen standen in der Schlange und warteten darauf, ihre Karte in den Geldautomaten stecken zu können, um sich anschließend mit Bargeld in das Verkaufsgetümmel in Analakely zu stürzen.

Da jeder Nutzer für die Benutzung des Gerätes eine gewisse Zeit braucht, kann man durchaus vermuten, daß mancher Bankkunde eine Stunde oder gar länger gewartet hat. Man fragt sich, warum gerade an einem Samstag nur einer der 3 Geldautomaten zur Nutzung offen steht.

Ein Madagasse meinte, daß es sein könne, daß den Beamten ihr Salär ausgezahlt worden ist. Es komme regelmäßig bei der BOA vor, daß sich dort dann lange Schlangen bildeten. Bei der BNI-Filiale bei der Feuerwehr in Tsaralalana um die Ecke, standen am gleichen Tag keine Leute mit Bargeldmangel in einer Schlange, lediglich ein Mann zog sich Geld aus dem Automaten. Bei der BFV-Filiale beim Autohaus Sicam standen etwa 5 Leute am Geldautomaten.

Flughafentransfer mit Airport Shuttle Bus zum Flughafen Ivato Antananarivo, sichere Fahrt ins Innenstadt-Hotel

Flughafentransfer mit Kleinbussen

Wer eine Individualreise nach Madagaskar geplant hat und in Ivato auf dem Flughafen ankommt, für den stellt sich meist die Frage, wie man den nächsten Schritt organisiert.

Raus aus dem Flugzeug, rein in den Bus.

Seit einiger Zeit gibt es nämlich schon den Bus-Pendeldienst des Flughafenbetreibers ADEMA (Aeroports de Madagascar) mit Bussen und Kleinbussen vom und zum Hotel im Stadtzentrum. Auch bei verschiedenen Hotels an der Strecke wird von dem Zubringerdienst Halt gemacht. Kleinbus und Minibus haben abweichende Routen, die sie bedienen, aber als Stadtbus fungieren alle.

Dieser Service einer Busverbindung von und zur Herberge wird zu einem für Touristen attraktiven Preis angeboten. Mit den größeren Nissan-Bussen des Modells Civilian hat der Passagier ein geräumigeres Platzangebot und muß dafür weniger tief in die Tasche greifen, der Preis für die Fahrt beträgt 6.000 Ariary. In den Minibussen, in denen es etwas enger zugeht, muß man 12.000 Ariary für den Transfer bezahlen.

Die kleineren Fahrzeuge pendeln auf folgender Route:

  • Flughafen Ivato (Busparkplatz)
  • Stadtteil Talatamaty (Hotel le Carrefour)
  • Andohatapenaka (Hotel Etoile Rouge)
  • Andavamamba (Kunsthandwerkerdorf CENAM/Hotel Nalugaro)
  • Anosy (Hotel Carlton)
  • Antaninarenina (Hotel Du Louvre und Hotel Colbert)
  • Analakely (Hotel Le Glacier)
  • Anosy (Hotel Carlton)
  • Andavamamba (Madahotel)
  • Andohatapenaka (Hotel Etoile Rouge)
  • Flughafen Ivato

Die großen Busse pendeln auf folgender Route:

  • Flughafen Ivato (Busparkplatz)
  • Stadtteil Ambodivonkely (Hotel Des Orchidees)
  • Antanimena (Hotel Astauria)
  • Analakely (Hotel Tana Plaza)
  • Tsaralalana (Hotels White Palace/Anjary und Cactus Vert)
  • Antanimena (Hotel Zina, Immeuble Deco Center)
  • Ankorondrano (Hotel Ibis)
  • Antanety Ambohimanarina (Chambre d’Hotes Au Zenith)
  • Talatamaty (Hotel Ile du Paradis)
  • Flughafen Ivato

Wie im Bürgerkrieg: Militär-Gefechte mit Granatwerfern und Automatikwaffen in Antanimora, Antananarivo

Treppe in den blauen Himmel - Centre de Conférence Internationale CCI Ivato

Dieser 20. 5. 2010 dürfte ein Novum sein für Madagaskar. Militärische Einheiten bekämpften sich gegenseitig in der Hauptstadt. Die Deutsche Botschaft informierte ihre Gemeinde schon am Morgen über heftige Schußwechsel um das Mausoleum und FIGN, sowie Rova.

Auch in Deutschland war man Dank Twitter schon informiert.

Am Abend wurden dann die Szenen von den Unruhen im Fernsehen gezeigt: Die angreifenden Truppen näherten sich an der steilen Straße, die zum Mausolee hochführt, einem Gebäudekomplex und feuerten Gewehrsalven und Granaten ab.

Der anscheinend Verantwortliche bei der Miltäraktion war ein Herr mit dem Namen Ravalomanana, Vorname nicht Marc, der mehrfach Interviews gab.

Etwa 600 treue Krieger sollen bei dem Angriff beteiligt gewesen sein und 20 Abtrünnigen gegenübergestanden haben, die dann unerkannt entkommen sein sollen!?

 

Viele Psychopathen waren wieder unterwegs. Werden die Menschen jemals kapieren, warum es immer wieder zu Kriegen kommt, obwohl die große Mehrheit eigentlich nur in Frieden leben möchte?

Es ist zu hoffen, daß man es bei den kriegerischen Handlungen dieses einen Tages bewenden läßt!

Neue Tageszeitung in Antananarivo! Passend zur fortschreitenden Verarmung der Leser ist die Zeitung kostenlos

Foto

Beim Supermarkt Jumbo in Ankorondrano wurde die Gratis-Zeitung am Eingang zur Mitnahme ausgelegt. Die aktuelle Ausgabe vom 20. März ist die Nummer 9. Das Informations- und Werbemedium ist also noch jung.

Der Leitartikel thematisiert den von Telma am Vortag ausgeführten Anschluß von Tulear an das Breitbandkabel von EASSY. Auf Seite 7 gibt es zu diesem epochalen Ereignis für die Internet-Kultur Madagaskars auf der halben Seite 6 weitere Artikel.

In einem Artikel greift man das ominöse Jahr 2012, welches das letzte Jahr des Maya-Kalenders ist, auf und schreibt von wissenschaftlichen Beweisen, die Forscher eines Forschungszentrums in Boulder, Colorado, in einer neuen Studie gefunden hätten. So werde die maximale Sonnenaktivität für das genannte Jahr um 30 bis 50 % über der des vorhergehenden Zyklus liegen.

Wenn die Zeitung unentgeltlich abgegeben wird muß sie sich über Werbekunden finanzieren. Die insgesamt 8 Seiten enthalten denn auch 2,75 Seiten Werbung, eine Quote, die durchaus noch steigerungsfähig erscheint.

Der Mobilfunkprovider Orange ist der größte Kunde dieser Ausgabe mit 3 Annoncen über eine ganze Seite, eine viertel Seite und eine achtel Seite. Dann wird noch auf einer halben Seite von der Firma Auto Diffusion für ein Einführungsangebot eines neuen Automodells der Marke Foton geworben, einen Foton MP-X. Auf einer weiteren halben Seite kündigt der Stromversorger Jirama für Sonntag eine Abschaltung der Elektrizität für einige Vororte von Antananarivo und auch Ampefy und Analavory an, die von 9 Uhr bis 17 Uhr vorgesehen ist.

Laut Impressum ist die Firma NPM S.A. Herausgeber der Zeitung. Die Auflage beträgt 20.000 Stück und wird von der Druckerei “Ultima Media” gedruckt, die auch für die Werbung in dem Blatt als zuständig ausgewiesen wird.

Telma hat Tuléar an das EASSy-Kabel angeschlossen – Internetcafé am Reisfeld wartet auf bessere Verbindung

Center für Telekommunikationsdienstleistung am Siedlungsrand

Nachdem letztes Jahr im Juni Orange die Verbindung mit dem Kabel Lion in Tamatave hergestellt hat, hat nun Telma (Telecom Malagasy) die Verbindung mit dem EASSy-Kabel in Tuléar erreicht.

Eigentlich könnte jetzt der Run um die Kunden beginnen. Aber halt, wir sind in Madagaskar, da gehen die Uhren etwas anders. Das Kabel von Orange soll jetzt seit November mit Tana eine Verbindung haben und was hat es den Kunden bisher gebracht? Nix! Alles steckt im Sumpf fest. Woran das liegen mag?

Und da wir in Madagaskar sind, sind berechtigte Zweifel daran angebracht, daß die Tarife auf ein so tiefes Niveau sinken, wie die lokale Presse in ihren kühnen Phantasien zu berichten pflegte. Lieber weniger Kunden, aber dafür teuer. Yield Management at its best?

Jetzt wird also abzuwarten sein, ob demnächst wirklich mal echte DSL-Geschwindigkeiten durch die Leitungen brausen. Oder ob man auf das Hochgeschwindigkeits-Internet noch bis zum ominösen Jahr 2012 warten muß?

Wer mehr zum aktuellen Anschluß an den Backbone wissen will: Ein Bild sagt mehr, als 1000 Worte – was sagen dann erst über 40 Bilder? Hier also gleich der Link zum bunt bebilderten Bericht von madagate.com, das dem Telekommunikationsminister Augustin Andriamananoro von der international nicht anerkannten HAT-Regierung gehört, der bei der Einweihung des Kabels den Startknopf gedrückt hat und der auch auf der Seite zu sehen ist.

Wer noch ein wenig Zerstreuung sucht und auf bunten Fotos einige Damen betrachten möchte, die das Ereignis ausschmückten, der kann wieder bei madagate gucken.

Grauköpfchen-Papageien (Agapornis canus) suchen Reiskörner im Reisstroh – Ein Schwarm Unzertrennliche

Schwarm Grauköpfchen (Agapornis canus) sucht Körner im Reisstroh

Die Grauköpfchen sind eine von 3 Papageienarten in Madagaskar und die einzigen dort heimischen Agaporniden. In Antananarivo habe ich jetzt erstmals einen frei lebenden kleinen Schwarm dieser Vogelart gesehen. Sie haben an einem Platz, wo Reis gedroschen wurde, nach ganzen Reiskörnern oder Bruchreis gepickt. Auf meinen gemachten Bildern sind 6 verschiedene Vögel abgebildet, wobei 5 davon Männchen sind. Die Gesamtanzahl war höchstens 8.

Die Grauköpfchen sind Vögel aus der Ordnung der Papageien und gehören zur Gattung Unzertrennliche. Männchen und Weibchen lassen sich sehr leicht unterscheiden, da nur die Männchen die grauen Federn an Kopf, Kehle und Brust haben, die Weibchen sind grün in verschiedenen Schattierungen.

Leider ist die Qualität vom Bild oben nicht ganz optimal, da ich eine Ausschnittvergrößerung machen mußte. Meine Kompaktkamera hat als maximale Brennweite nur 140mm, bezogen auf Kleinbild. Ich mußte mich also dem Papageienschwarm vorsichtig nähern. Nach jedem Schritt der Annäherung habe ich ein neues Bild mit maximaler Brennweite gemacht und bei etwa 5m Entfernung war dann die Fluchtdistanz unterschritten und die Vögel traten die Flucht auf die nächste Mauer an. Und das reichte eben nicht, um die kleinen Vögelchen formatfüllend zu fotografieren.

Nach etwas Recherche stellt man fest, daß es diese Vögel weder im Hochland und schon gar nicht in Tana geben dürfte. “Das Landes- innere wird gemieden, besonders in Höhenlagen von über 1.200 m über NN und in Bereichen der wenigen verbliebenen feuchten Tropenwälder.” weiß man bei lietzow-naturfotografie.de. “Sie gelten als ausgesprochen scheu und suchen bei der geringsten Störung ihr Heil in der Flucht.” sagt tierdoku.de. Dann hätten die Vögel mich aber nicht auf etwa 5m herankommen lassen dürfen.

Vogelkäfige zum Verkauf, Vögel zu verkaufen

Daher ist die Vermutung nicht ganz abwegig, daß es sich um Tiere handelt, die aus der Gefangenschaft beim Menschen, wo sie als Käfigvögel gehalten werden, entkommen sind. Vielleicht kann ja jemand anhand der Abbildung bestimmen, welcher der Unterarten die Vögel zuzuordnen sind, Agapornis canus canus oder Agapornis canus ablectaneus.

Auf den Fotos mit den Käfigen sind die unglücklichen Tiere zu sehen, die in Ankorondrano auf der Straße zum Verkauf angeboten werden. Es handelt sich vermutlich um Wildfänge, da es wenig wahrscheinlich erscheint, daß der barfüßige Verkäufer ein Papageienzüchter ist. Es gibt noch Fodys im Angebot und einen etwas größeren grauen Papagei, der vermutlich ein Kleiner Vasapapagei (Coracopsis nigra) ist.

Vogelkäfige auf dem Bürgersteig zum Verkauf

Auf der Seite der Internet Bird Collection kann man Links zu weiteren Fotos von Grauköpfchen finden, auch 2 kurze Videos sind im Angebot.

Das Google Keyword-Tool deutet darauf hin, daß “Lovebirds: Owners Manual and Reference Guide” vom Autor Dirk van den Abeele ein gesuchtes Buch für Halter und Züchter von Agaporniden zu sein scheint.

3 Grauköpfchen in Gefangenschaft in engem Vogelkäfig

Oldtimer Peugeot 404 in schwarz mit Chromleisten und Haifischflossen parkt am Straßenrand in Antananarivo

Oldtimer mit Haifischflossen

1960 wurde die Baureihe des Peugeot 404 als Nachfolger des Peugeot 403 auf den Markt gebracht. Die Antriebstechnik bei diesem Mittelklasse-Fahrzeug bedient sich eines Heckantriebs. Beim Design ließen sich die französischen Entwickler in Sochaux vom damaligen Zeitgeist in Amerika anstecken, wo in den 50er Jahren die Straßenkreuzer mit großen Haifischflossen populär waren. Auch Daimler Benz folgte 1961 mit dem Mercedes 190 (Modellreihe W110) diesem Trend und führte ein Fahrzeugmodell mit kleinen Haifischflossen in den Handel ein. In Europa hat man den gestalterischen Ausdruck dieser Modeerscheinung aber viel dezenter umgesetzt, als das bei den Ami-Schlitten, wie Cadillac und Lincoln, den Prestige-Marken von General Motors und Ford.

Die Mode ist an ihnen vorbeigegangen und noch heute gibt es in Madagaskar viele Fahrzeuge der Baureihe 404, die noch im Einsatz sind – vielfach als Arbeitstier. Das trifft besonders auf den Peugeot 404 Pick-up zu, aber auch auf die Limousine, die man in Tana gelegentlich auch als Taxi sieht. Das Kombi-Modell dient mit 3 Sitzreihen gelegentlich noch als Taxi-Brousse.

Ein Blechkleid mit edel aussehendem schwarzem Lack trifft man allerdings selten an. Das Auto auf dem Foto könnte man sich gut mit Weißwandreifen vorstellen, aber in der Regenzeit mit schlammigen Schlaglöchern und Schlammpfützen würden die Weißwandreifen oft voll mit Dreck sein. Wenn man die dann nicht nach jeder Ausfahrt reinigt, dann wären sie die längste Zeit weiß gewesen, denn der eingetrocknete Schlamm ist sogar auf den schwarzen Reifen extrem hartnäckig und nur mit einigem Aufwand wieder zu entfernen. Die Radzierkappen aber, die hier fehlen, würden der Optik des Fahrzeugs auch trotz der Schlammpackungen gut zu Gesicht stehen und zur Reinigung bedarf es da nur eines nassen Lappens und die Kiste ist wieder ansehnlich.

Auf dem unteren Foto kann man feststellen, daß ein Staubfilm auf dem Lack liegt, wie es in Tana tägliches Los ist. Über dem Dichtungsgummi der Heckscheibe ist gut ein Metallplättchen mit Nieten zu erkennen. Man hat diese Krallen deshalb dort festgenietet, damit sich nicht Unbefugte die Scheibe krallen – es dient also als Schutz vor Diebstahl. Ich meine, das dürfte heute nicht mehr üblich sein. Oft hat man in die Scheiben auch die Autonummer vom Nummernschild eingraviert, was ebenfalls als Diebstahlschutz gedacht war. Mit Nieten geht man recht spendabel um, denn auch die Chromzierleiste hat man ohne Skrupel einfach angenietet, wie man direkt neben der Rückleuchte erkennen kann.

Bilder fotografiert mit Sony Ericsson K800i

Staubschicht auf schwarzem Lack beim Oldtimer

Ausblick für Madagaskar für das neue Jahr – Was bringt die Zukunft? Wie entwickelt sich die politische Lage?

Taxi-Be Haltestelle in Antananarivo

2009 war ein trauriges Jahr in Madagaskar, in Antananarivo wurden Menschen wie Vieh auf der Straße abgeschossen.

Das Bild oben deutet schon an, daß zumindest in Teilen der Bevölkerung eine große Unzufriedenheit herrscht. Wenn jetzt wegen dem Ausschluß Madagaskars von der AGOA ungezählte Arbeitsplätze in der Textilindustrie verloren gehen werden, dann wird der Grad der Unzufriedenheit noch wachsen.

Kürzlich soll es in der Armee angeblich eine kleine Meuterei gegeben haben. Nur ist die ganze Geschichte so undurchsichtig, daß man nicht weiß, wer wen für was bezahlt hat, um wieder mal eine Lüge aufzutischen. Lügen sind in einem armen Land billig. Der Vorfall zeigt eines jedoch deutlich: Auch durch die Armee ziehen sich tiefe Gräben.

Die Voraussetzungen bieten leider wenig Hoffnung. Aber dieses bißchen Hoffnung sollte man versuchen, zu nähren!

Madagaskar und die Welt brauchen keine “Christen”, die ihr Volk opfern, in den Krieg schicken. Wo sind die Führungspersönlichkeiten, die ernsthaft daran interessiert sind, dem Allgemeinwohl zu dienen? Hört auf, den Psychopathen, die nur ihre eigenen skrupellosen Interessen verfolgen, nachzulaufen! Holt die deutschen Soldaten heim!

Frieden, Harmonie, das ist zu wünschen. Um da hin zu kommen, ist Liebe vielleicht die beste Investition.

Wenn jeder versucht, seinen kleinen Beitrag zu leisten, dann…

Auf ein gutes neues Jahr 2010!

Haus im Regen in Antananarivo

Echte Feige (Ficus carica) – Die einzige Feige am Feigenbaum ist reif: Weich, wässrig und honigsüß – ein Genuß

Feigenviertel vor dem Verzehr

Die Gattung der Feigen zählt mehrere hundert verschiedene Arten, eine davon ist die Echte Feige, die die Früchte liefert, die man aus dem Supermarkt oder vielleicht von einem Türkeiurlaub oder einem Urlaub in einem anderen Land um’s Mittelmeer kennt.

Das Eigentümliche bei den Feigen ist, daß alle Feigenarten von kleinen Wespen befruchtet werden. Viele Feigenarten sind dabei auf eine bestimmte Wespenart angewiesen, das heißt, daß das Verschwinden des einen Partners unweigerlich das Verschwinden des anderen Partners zur Folge haben wird.

Bei der Echten Feige ist die Sache mit der Bestäubung recht kompliziert, beim Artikel von Wikipedia weiß man aber in etwa, wie das ablaufen könnte. In der englischen Version erfährt man, daß die Blüte die Frucht ist, die Frucht ist also eine Scheinfrucht.

In Antananarivo habe ich auf den Märkten bisher noch keine Feige im Angebot gesehen. Da stellt sich die Frage, warum eigentlich nicht? Werden Feigen denn nicht angebaut in Madagaskar? Oder bin ich immer zum unpassenden Moment auf den Markt gegangen?

Aber es gibt sie doch, die Pflanzen, die man aus Stecklingen vermehrt und in Anosy auf dem Blumenmarkt und Pflanzenmarkt zum Kauf anbietet. Da kommt unser Baum jedenfalls her, der jetzt so 3 m hoch sein dürfte. Die Frucht hat es bis zur Reife gebracht und man könnte vermuten, daß dafür eine Parthenokarpie oder auch Jungfernfrüchtigkeit verantwortlich ist.

Jedoch ist zu beachten, was im oben verlinkten Wikipedia-Artikel steht: “Die Blütenökologie ist bei der Echten Feige noch komplizierter als bei der Gattung Feigen generell, da hier nicht nur Feige und Feigenwespen interagieren, sondern zusätzlich zwei Feigenvarietäten zusammenspielen müssen.”

Die Frucht an unserem Bäumchen sah von außen irgendwie krank oder gar faul aus und bei leichter Druckprüfung fühlte sie sich untypisch weich an für eine Feige – zumindest dann, wenn man nur die festen rot-violetten Feigen aus dem Supermarkt kennt, die innen auch recht trocken sind. Aber der Geruchstest und der gleich anschließende Geschmackstest nach dem Aufschneiden wurde voll bestanden, zuckersüß waren die extrem weichen und saftigen Frucht-Eingeweide, wobei das Aroma noch etwas intensiver hätte sein dürfen. Von der Optik allerdings erinnert das Fruchtfleisch irgendwie an Maden.

Da Feigen sehr gesund sind und auch gut schmecken, sollte es doch auch in Madagaskar möglich sein, daß sie irgendwann in der Zukunft das Angebot des lokalen Obsthandels erweitern.

Unreife Feigen-Scheinfrucht

Feige in verzehrbereitem Zustand

In der Vorschule war der Weihnachtsmann schon da – Jetzt sind Weihnachtsferien, man wartet auf Weihnachten

Knecht Ruprecht und seine Anhänger

Letzten Freitag gab es wieder ein großes Fest in vielen privaten Schulen und Vorschulen oder Kindergärten in Antananarivo und auch in anderen Städten von Madagaskar. In manchen dieser Bildungseinrichtungen war der Weihnachtsmann leibhaftig zugegen.

Einerseits freuen sich die Kleinen auf den Weihnachtsmann, aber andererseits begegnen viele diesem dann doch mit einem gehörigen Respekt oder gar Angst. Also begegnet die Anhängerschar von Knecht Ruprecht diesem durchaus mit gemischten Gefühlen.

Die Eltern der ABC-Schützen haben den Geschenksacktäger, der gar keinen Sack bei sich trug, wie man auf dem Bild sieht, erwartungsvoll empfangen, die ganze Aufmerksamkeit und alle Objektive waren auf ihn gerichtet.

Bei all der Hektik in der Weihnachtszeit mit dem Kaufrausch, mit all den Geschenken und der Schenkwut sollte man immer daran denken:

Weihnachten sollte das Fest der Liebe sein.

Könnte ein Lächeln vielleicht mehr wehrt sein, als ein Handy?

Frohe Weihnachten!

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