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Ein Paket wurde am Donnerstag, den 4. 12. 2008 in Deutschland abgeschickt. Angekommen ist es in Ivato auf dem Flughafen am Mittwoch, dem 17. 12. 2008. Am 22. 12. wurde ein Benachrichtigungszettel gestempelt, der dann vom Gemeindeamt (Fokontany) am 29. 12. 2008 beim Empfänger abgeliefert wurde. Mit diesem Zettel muß man dann nach Antaninarenina zu einem kleinen Büro der Post, um mit diesem Zettel unter Vorlage eines ausweisenden Papiers, wie zum Beispiel einem Reisepaß, andere, auf Briefformat zusammengeheftete Zettel abzuholen. Nun kann man sich nach Tsaralalana zur Paketpost in der Nähe vom Hauptbahnhof begeben, um dort die erhaltenen Zettel zuerst beim Zoll vorzulegen. Dann geht es weiter zu den Postbeamten. Man muß wieder sein Ausweispapier vorlegen und wird dann um 11.300 Ariary erleichtert. Die Lagergebühr muß bezahlt werden, sonst erhält man das Paket nicht. Nebenan stand eine madagassische Frau, die deswegen diskutierte. Aber nochmal: Wer nicht zahlt, bekommt das Paket nicht. Hat man die Lagerhaltung bezahlt, dann bekommt man das Paket ausgehändigt und geht nun mit dem Paket wieder an den Schalter vom Zoll. Dort bekommt man ein Teppichmesser in die Hand gedrückt, um das Paket zu öffnen. Die Zöllner sehen es sich dann stichprobenartig durch. Wenn alles ohne Beanstandung bleibt, wird das Paket wieder mit Klebeband zugeklebt. Nun kann man entweder gehen, oder es wird versucht, noch ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk herauszuschinden, da bla bla bla. Da muß man dann diskutieren. Man stelle sich einmal vor, eine arme madagassische Familie erhält ein Weihnachtspaket aus Deutschland. Es ist eine Unverschämtheit, daß man für ein Paket, das einem jemand schickt, noch irgendwelche Gebühren bezahlen soll. Alle nötigen Gebühren wurden bereits in Deutschland von der Deutschen Post erhoben, Punkt.
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