Führen Biotreibstoffe zur Umweltkatastrophe? – Anbau von Ölpflanzen auf Feldern von Entwicklungsländern

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Die gesetzlichen Vorgaben in den reichen Ländern zur obligatorischen Beimischung von Bio-Kraftstoffen führen zu einer so großen Nachfrage, die automatisch dazu führt, daß dafür Flächen in unterentwickelten Ländern rekrutiert werden müssen. Dabei wird es dann auch nicht ausbleiben, daß die Ölsaaten auch auf Ackerflächen gepflanzt werden, wenn sie einen ausreichend hohen Ertrag erwarten lassen. Die Nahrungspflanzen und der entsprechende lokale Markt für Lebensmittel wären davon betroffen. Darüber hinaus könnte es sogar so sein, daß man Waldflächen abholzt, um neue Anbauflächen zu gewinnen. In letzter Zeit hat man sich besonders auf die Purgiernuß (Jatropha curcas) eingeschossen, die man auch auf trockeneren Böden pflanzen kann. Allerdings gibt es noch keine hinreichenden Forschungen zum Anbau in Monokultur. Wenn man aber schon weiß, daß die Pflanzen anfällig für Schädlinge sind, dann braucht man gar nicht soo weit zu denken und es kann einem schon klar sein, daß Monokulturen Schädlinge massiv anziehen, die dort paradiesische Zustände vorfinden. Will man dann wieder mit der Chemie-Keule wild um sich schlagen und alles vergiften? Das würde zwar der einen oder anderen Chemiefabrik dienlich sein, aber der Umweltbilanz würde das massiv schaden und natürlich sinkt dann wieder die erhoffte hohe Rendite mit den Bioölen. Was wirklich Sinn machen würde, wäre, wenn man Jatropha zum Beispiel in Madagaskar nur für den Eigenverbrauch anbauen würde, um so den absolut größten Posten in der Handelsbilanz, bei dem Mineralölprodukte gegen Devisen eingeführt werden, zu ersetzen. Und das aber nur auf Böden, die sowieso brach liegen und möglichst in Mischkultur, zumal Jatropha sowieso von Hand geerntet werden muß. Menschen, die Arbeit suchen, gibt es zuhauf. Die könnte man so beschäftigen und müßte keine Devisen, die sowieso fehlen, für Erdölprodukte aufwenden. Aber leider geht es ja nicht darum, etwas sinnvolles zu propagieren, sondern nur darum, möglichst viel Geld zu scheffeln. Das Bild zeigt Samen von Jatropha curcas, die Länge eines Samens beträgt etwa Die Inspiration zu diesem Artikel stammt von einem Artikel beim Schweiz Magazin. |





