Madagaskar-Blog

Themen rund um Madagaskar und alles was interessant ist…

Tag: Foto

Ötzi, die Gletschermumie in tausend Bildern – Fotos zum Ansehen für alle

Alpen im Ötztal mit Alm und Hütte

Die mumifizierte Leiche des Mannes, der eine sehr lange Zeit in den Ötztaler Alpen gelegen hat, da, wo Österreich und Italien aneinander grenzen, liebevoll auch Ötzi genannt, wurde jetzt tausendfach fotografiert. Die Bilder dieser außergewöhnlichen Foto-Session hat man jetzt in’s Internet gestellt, damit alle diese Fotos vom Gletschermann begutachten können.

Besonders interessant sind dabei die Tätowierungen, die vor langer Zeit – man meint, er soll vor etwa 5300 Jahren gelebt haben – an 15 Stellen an seinem Körper tätowiert wurden. Es handelt sich dabei in gewisser Weise um Strichcodes, die durch ihre Anordnung vermutlich therapeutischen Zwecken gedient haben dürften. Es erscheint zumindest wenig wahrscheinlich, daß man damals schon Tätowierer hatte, die ein Tattoo rein zur Verzierung der Haut machten, man denke nur an ein Arschgeweih.

Die Mumie von Ötzi hatte eine ungefähre Körpergröße von 1,58 m und sein Tod wurde vermutlich durch einen Pfeil, der seine linke Schulter getroffen hatte und dabei die Unterschlüsselbeinarterie verletzt hatte, verursacht. Innerhalb weniger Minuten soll er dabei innerlich verblutet sein.

Er war auf jeden Fall in Kämpfe verwickelt, denn man fand bei ihm Blutspuren von insgesamt 4 anderen Menschen. Einen Bogen aus Eibenholz mit einer Länge von 1,80 m hatte er ebenso dabei, wie ein Kupferbeil. Und hier kann man jetzt also die Fotos vom Photoscan von Iceman Ötzi ansehen! Ein Tableau mit bestechender Bildqualität, in das man auch Zoomen kann.

Foto oben: aboutpixel.de / oetztal_05 © Lukas Ennemoser
Foto unten: pixelio.de / Samoarsee Ötztaler Alpen © Thorsten Müller

Ein Bergsee auf dem Weg zur Kreuzspitze bei Vent im Ötztal

Geschrumpfte Münzen – Ein Hokuspokus?

Stromversorgung

Münzen können geschrumpft werden, wenn man sie dem Magnetfeld einer Spule aussetzt. Schon Nikola Tesla, das Genie der Physik, dem wir zum Beispiel das Radio zu verdanken haben und den Wechselstrom, hatte viel mit Spulen und Elektromagnetismus experimentiert. Wie das nun genau funktioniert, sollte man sich auf der Originalseite ansehen, denn es ist auf den ersten Blick faszinierend, wie geschrumpfte Münzen aussehen. Mit bis zu 12.000 Volt Spannung und bis zu 100.000 Ampere Strom werden die Spulen beschickt, die mit ihrer elektromagnetischen Schockwelle die Münze kleiner hämmern. Dieser Strom der Spule induziert dann in der Münze vielleicht 1 Million Ampere. Die momentane Energie, die dabei in die Spule geht, ist vergleichbar mit dem Verbrauch einer mittleren Stadt. Jede Münze benötigt eine eigene Spule, die bei dem Prozeß in einer Explosion zerstört wird. Wer also auch ein Experiment dieser Art machen möchte, sollte sehr genau wissen, was er da macht.
Nicht alle Metalle sind gleich gut geeignet für diesen Prozeß des Münzschrumpfens. Silber, Kupfer und Aluminium aber sind besonders geeignet. Beim Ergebnis, also bei der geschrumpften Münze, bleibt das Gesamtvolumen der Münzen exakt erhalten, dafür nimmt die Dicke entsprechend zu. Das heißt, die Dichte vom Material bleibt, wie sie ist, die Münzen werden also nicht wirklich geschrumpft, sondern eher umgeformt. Eine physikalische Spielerei also, die einen großen Aufwand erfordert.
Das Foto zeigt einen 10.000 Ariary Geldschein und eine 10 Ariary Münze aus Madagaskar.

Der Gepard – Eine genmanipulierte Chimäre?

Gepard im Tierpark

Im Internet kann man auf die These stoßen, daß der Gepard (Acinonyx jubatus) möglicherweise schon vor langer Zeit das Produkt einer genetischen Manipulation geworden sei, da er wie eine Mischung aus Hund und Katze daherkomme, so etwas wie eine Chimäre. Vor allem die Tatsache, daß der Gepard keine scharfen Krallen hat, wie die anderen Katzenarten, hat wohl zu solchen Überlegungen geführt. Da wurde dann auch angeführt, daß Geparde ihre Krallen nicht einziehen können.
Das klang ja durchaus interessant, aber Beweise dafür fehlten. Zu dem Thema gibt es eine sehr ausführliche Arbeit von dem Biologen Christian Zuppinger zu finden. Zuppinger hat verschiedene Aspekte, die zur Klärung der aufgeworfenen Frage dienen können, analysiert, um die eingangs erwähnte These zu zerpflücken. So stellt er beispielsweise auch fest, daß der Gepard seine Krallen sehr wohl einziehen kann, allerdings nicht sehr weit. Gen-Analysen werden zu Rate gezogen, der Haushund und seine Geschichte werden analysiert. Der Haushund stammt vom Wolf ab und alle Hunderassen haben somit ihre Wurzeln im Wolf. Auch der stellvertretend erwähnte Azawakh, eine Windhundrasse aus der Sahelzone in Afrika, die in einer sehr lockeren Bindung zu den Tuareg lebt. Die Jagstrategien der verschiedenen Tiere werden betrachtet und auch die Skelette werden verglichen. Insgesamt eine sehr aufschlußreiche Arbeit, die zu dem Schluß kommt, daß mit den vorliegenden Kenntnissen nicht davon auszugehen ist, daß die Möglichkeit besteht, daß der Gepard eine durch eine Genmanipulation erzeugte Chimäre ist.

Foto: aboutpixel / Iss was? © bebe

Warnung an den Radiosender Viva

Der Firmensitz von Viva TV und Radio

Die Midi berichtet heute, am 20. 1. 2009, daß der Minister für Telekommunikation, Post und Kommunikation, Bruno Andriatavison, gestern einen Mahnbrief an die Radiostation Viva gesendet habe. In dem Brief wird auf ein Dekret verwiesen, das der Radiosender Viva mit seinen Programminhalten verletze. Jeder Verstoß gegen diese Bestimmungen stelle den Inhaber vor seine Verantwortung und konfrontiere ihn mit den dafür vorgesehenen Sanktionen.

 

Es wird hier damit gedroht, auch den Radiosender von Viva in Ambohimitsimbina zu schließen. Daher bewachen einige Entschlossene das Gebäude des Senders, wie oben auf dem Foto zu sehen ist.

Umsturz in Madagaskar

Umsturz der Mauer in Ivandry

Wie die Überschrift es schon andeutet, so sieht man es auf dem Foto: Die Mauer ist keine Mauer mehr. Nach heftigen Regenfällen hat die Mauer ihr eigenes Gewicht nicht mehr gehalten und ist umgestürzt. Die Wand hatte schon letzte Woche einen dicken Bauch, aber ich rechnete eigentlich noch nicht damit, daß sie so bald umstürzen würde. Jetzt gilt es für die Eigentümer, die Mauer so schnell, wie möglich wieder zu errichten, damit nicht nachts ungebetene Gestalten auf das Grundstück kommen.
Es kommt immer wieder vor, daß Mauern in der Regenzeit umfallen oder gar ganze Häuser einstürzen. Das kommt daher, weil die Mauern meist ausschließlich mit tany mena, also flüssigem rotem Schlamm, gemauert werden. Wenn der Schlamm trocknet, wird er zwar sehr hart, aber eben nicht so fest, wie mit Zement. Wenn die Mauer an einer Straße liegt, dann sorgen die vorbeifahrenden Fahrzeuge, besonders natürlich LKW’s, mit ihren Erschütterungen dafür, daß sich die Verbindung mit der Zeit auflöst, krümelt. In jeder Regenzeit trägt das Naßwerden und wieder Trocknen auch seinen Teil zur Auflösung der Strukturen bei, bis die Mauer dann umkippt oder das Haus einstürzt. Eine weitere mögliche Ursache kann sein, wenn der Untergrund unter der Mauer nicht befestigt wurde und dem lastenden Gewicht einseitig nachgibt.

Alternative Energiequellen – eine Gefahr für die Menschheit?

Kohlekraftwerk mit Qualm

Welche Gefahr sollte bestehen? Lediglich für die, die Milliardengewinne mit den “fossilen” Brennstoffen machen, besteht die Gefahr, daß man nicht mehr von ihnen abhängig wäre. Alle diese Profiteure haben natürlich ein Interesse daran, daß keine neuen Energiequellen erschlossen werden. Daher werden solche Bestrebungen mit allen möglichen Mitteln, auch durch die Politik, zu verhindern versucht – auch diverse Morde lastet man diesen Kreisen an. Es geht ja auch um viel Geld, sehr viel Geld. Um es einmal in einer anderen Relation zu verdeutlichen: Es wurden schon Menschen wegen einer Mark ermordet.
Strom könnte einfach aus der Steckdose kommen, überall könnte man Generatoren passender Größe einbauen, einen großen im Haus, einen anderen im Auto, einen kleinen im Notebook.
Wer sich das Video unten anschaut, dem werden verschiedene Entwicklungen gezeigt, die wiederum auf verschiedenen Prinzipien basieren. Sollten das wirklich alles Spinner sein? Lügner und Betrüger gar?
Feststellen kann man jedenfalls, daß die “Wissenschaftler” den Magnetismus beispielsweise nicht erklären können, sie können ihn nur beschreiben. Und das ist nicht auf den Magnetismus beschränkt. Kann man Techniken, die entwickelt werden, die man – noch – nicht erklären kann, einfach als Humbug abtun? Es soll nun jeder für sich entscheiden, ob er es für möglich hält.
Foto: aboutpixel.de / “Wolkenmaschine bei Nacht” © schachspieler

 

 

Madagassische Meteorologen erwarten schwere Zyklone

Vom Zyklon Ivan geknickte Palmen

Die International Herald Tribune hat am 13. 1. 2009 berichtet: Die durchschnittlichen Temperaturen der südlichen Hemisphäre seien wärmer, als üblicherweise, und das könne bedeuten, daß es schwerere Wirbelstürme im zyklonanfälligen Madagaskar geben werde, habe die Wettervorhersage in Madagaskar am Dienstag gesagt. Notfall-Teams hätten ihre Einsatzfähigkeit getestet. Die Temperaturen seit Mitte Dezember lägen im Schnitt 1,5 bis 2 °C über den jahreszeitlich durchschnittlichen Werten. Das sei außergewöhnlich und werde konkrete Auswirkungen auf die Intensität der Zyklone haben, nicht aber auf ihre Häufigkeit. Madagaskar liege abseits des afrikanischen Kontinents auf dem Hauptpfad der Zyklone im Becken des Indischen Ozeans. Fame, Ivan und Jokwe hätten 2008 mehr als 100 Menschen getötet und weitere 300.000 seien betroffen gewesen. Eine Flut-Notfall-Hilfe-Übung habe in der Hauptstadt Antananarivo begonnen, um sich auf die kommende Regenzeit vorzubereiten. 100 Leute hätten teilgenommen, es habe beinhaltet, Bewohner in Zelte umzusiedeln, um sie mit einer Evakuierung vertraut zu machen und es ihnen komfortabel genug zu machen, damit sie auch zustimmten, wenn die Notwendigkeit eintrete. “Überschwemmungen folgen zwangsläufig nach einem Zyklon”, habe Colonel Charles Rambolarson vom Nationalen Amt für Naturkatastrophen-Vorsorge gesagt. Antananarivo liege auf etwa 1300 Höhenmetern. Zyklone tendierten dazu, auf ihrem Zug übers Land schnell an Kraft zu verlieren, aber sie brächten schwere Regenfälle in das Hochland um die Hauptstadt. Letztes Jahr seien um die 20.000 Leute von den flach liegenden Ebenen um die Stadt umgesiedelt worden. “Ich mußte mein Haus 3 Jahre hintereinander verlassen”, habe Jean Victor Ramantoanina, ein Werkzeugmacher, der an der Übung teilgenommen habe, gesagt.

 

Der Palmenhain auf dem Bild oben wurde am 25. Juli 2008 in der Umgebung von Mahambo fotografiert. Das Foto gibt einen kleinen Eindruck von den Kräften, die so ein Zyklon entwickeln kann. In diesem Fall war es der Zyklon Ivan, der vor allem auf Sainte Marie eine Spur der Verwüstung gezogen hat. Wobei das die schwerste Schädigung war, die ich dort im Umkreis gesehen habe, beschränkt auf die Bäume, die da auf dem Bild zu sehen sind, also geknickte und umgestürzte Palmen. Die oberen Äste aller Bäume, die dem Wind voll ausgesetzt waren, sind aber auch fast alle geschädigt gewesen, was nicht nur auf die Palmen zutrifft, die die allermeisten ihrer Kokosnüsse und Blüten verloren haben, sondern vor allem auf die Laubbäume, die ihre Blätter eingebüßt haben und auch Äste verloren haben.

Arschgeweih – was ist das?

Schlampenstempel oder tramp stamp

Jeder kennt es, aber kennt auch jeder den Namen? Bis vor allzulanger Zeit wußten einige noch nicht, was ein Arschgeweih ist.

Spätestens jetzt, mit dem Bild, sollte auch dem letzten Betrachter klar sein, was es damit auf sich hat. Es gibt auch noch weitere Bezeichnungen für eine solche Tätowierung, die sich eigentlich nur Frauen über dem Steißbein haben machen lassen und wohl auch immer noch machen lassen.

Schlampenstempel ist eine Bezeichnung, die man in der Schweiz und in Teilen Österreichs verwendet, was eine direkte Übersetzung des englischen Begriffs tramp stamp ist.

Bei der Sendung Genial Daneben, die im Februar 2004 im Fernsehen lief, konnten die Kandidaten die Quizfrage “Was ist ein Arschgeweih?”, nicht beantworten. Diese Wissenslücke wird zwar immer kleiner, aber es soll nun laut ersten Berichten schon so sein, daß manche Trägerin eines Arschgeweihs dieses wieder entfernen lassen will.

Foto: aboutpixel.de © Frank Zunker

Sklaverei in Madagaskar?

Eisentor

Daß die Armut groß ist, ist allgemein bekannt. Daß die Kluft zwischen arm und reich groß ist, ist vielleicht auch noch bekannt. Wenn nun viele der Armen kein Einkommen haben, so sind sie bereit, für einen Hungerlohn zu arbeiten. So stellen die Wohlhabenden Wächter, Kindermädchen, Putzfrauen, Gärtner, Mädchen für alles ein. Da kann sich dann, wie sich immer wieder zeigt, das Problem ergeben, daß die Angestellten die internen Geheimnisse auskundschaften – wo Geld und Schmuck versteckt sind, wo die Schwachstellen von Schlössern oder wo andere Sicherheitslücken sind. Und dann kommt eine ganze Bande zum Überfall. Um das zu vermeiden, stellt man Leute ein, die möglichst aus einer anderen Stadt oder vielleicht noch besser vom Land kommen und permanent bei einem wohnen und auch mit Essen, also Reis, versorgt werden. Es unterscheidet sich wohl von Fall zu Fall, ob die Angestellten einen (kleinen) Lohn bekommen oder nicht und ob sie am Sonntag eventuell ausgehen dürfen – oder nur an großen Feiertagen, wie Weihnachten, Ostern, Famadihana. Es kommt vor, daß solche Leute Tag und Nacht an ihrer Arbeitsstelle gehalten werden. Am Schlimmsten trifft es jene, die tagsüber Mädchen für alles sind und in der Nacht noch Nachtwächter sein müssen. Da diese Armen, wenn sie niemanden in der Stadt kennen, sich mit niemandem verschwören können, ist die Gefahr eines Überfalls aus diesen Motiven stark verringert. Das dürfte aber nur einer der Gründe sein, warum Menschen unter derartigen Bedingungen arbeiten müssen.
Das Foto soll keinen Zusammenhang mit den Bewohnern dort und diesem Artikel herstellen. Es soll lediglich mit einem ansprechenden Bild gezeigt werden, wie Reiche sich verbarrikadieren.

Kokospalme und Kokosnuß

Kokosnuß mit Fraßstelle

Die Kokospalme (Cocos nucifera) ist der Inbegriff des Baumes an einem Traumstrand. Wie stellt man sich den Traumstrand vor? Mit Palmen – Kokospalmen, um genau zu sein. Mit ihren gefiederten Blattwedeln ist diese Baumart recht gut an tropische Stürme, wie Zyklone in Madagaskar oder Taifune in Thailand, angepaßt. Allerdings sind die Stürme manchmal so stark, daß auch die Palmen nicht mehr standhalten können. Zumindest die meisten Kokosnüsse fallen dann herunter, oder die Krone bricht ab oder der ganze Baum fällt um. Auf dem obigen Foto ist eine trinkreife Kokosnuß zu sehen, die allerdings ein großes Loch aufweist, welches laut den umliegenden Bewohnern von einer “Ratte” gefressen werden soll. Also da sind noch Zweifel, um welches Tier es sich nun wirklich handelt, das diese Fraßspuren erzeugt hat. Im Hintergrund von dem Bild sieht man einen Baum, der vom Zyklon Ivan im Februar 2008 umgelegt wurde.
Eine Kokosnuss ist ein absolut gesundes Nahrungsmittel, nein Lebensmittel, das den Durst löscht und auch noch sehr gut schmeckt. Man kann den Saft selbst zu einer Infusion benutzen, er ist absolut steril. Außerdem kann man auch schon ein Baby damit sehr gut ernähren, besser jedenfalls, als mit Plastikmilch aus der Chemiefabrik mit Zuckerzusatz. Die Fasern der Nuß kann man verwerten und Teppiche oder Matten daraus herstellen. Die Palmwedel werden genommen, um Dächer zu Decken, mit dem Holz kann man Hütten bauen. Und natürlich erfüllen die Kokospalmen so manche Sehnsüchte von Kranken, die an Fernweh leiden.

Madagaskar-Blog läuft unter Wordpress 2.8.4
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates