Madagaskar-Blog

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Tag: Foto

Ab 2010 produziert Madagaskar 28 Millionen Liter Ethanol !?

Zuckerrohrfeld  (Saccharum officinarum)

In einem Zeitungsartikel vom 5. 1. 2009 schreibt die Midi Madagasikara, Madagaskar solle ab 2010 28 Millionen Liter Ethanol aus Zuckerrohr produzieren, welches für den Export bestimmt sei. 3 Firmen seien dabei, ihre Finanzierungen abzuschließen. Es handle sich dabei um die Groupe Raveloson Samuel (GRS), um Jason World Energy (JWE) und um Madagascar Green Energy (MGE).

Amtlicherseits hätten schon verschiedene Ministerien Genehmigungen erteilt. Auf technologischer Seite sei die Partnerschaft mit der weltweit für schlüsselfertige Ethanolfabriken renommierten Chandli Oil Company ein Trumpf für das Ethanol-Projekt, der offenbar zu ausländischen Direktivestitionen führen werde.

Die Development Bank of South Africa (DBSA) habe mit Jason World Energy bereits einen Finanzierungsvertrag über 12 Millionen US$ abgeschlossen, während die Barclays Bank bereits ihre Absicht bekundet habe das Projekt SITEC de Brickaville der Groupe Raveloson Samuel finanzieren zu wollen. Bei dem Projekt seien 8 bis 10 Produktionseinheiten auf einer Fläche von 50.000 ha vorgesehen.

Da Zuckerrohr ein großer Wasserverbraucher sei, habe man die Anwendung einer Technik zur Wiederverwendung des Wassers vorgeschlagen. Der Export des Ethanols könne dem Land einen Devisenfluß bringen. Ein lokaler Verbrauch sei nicht vorgesehen, aber auf jeden Fall könne man Lieferant der JIRAMA werden. Das wäre eine gute, Sache, wenn man wisse, daß Ethanol billiger sei, als Petroleum. Enorme Potentiale also, die das Land auf den Weg der Entwicklung brächten.

 

Alles schön und gut, aber ob man sich da nicht ein wenig in der Zeit verkalkuliert? Nächstes Jahr soll die Fabrik fertig sein und produzieren? Viel sinnvoller wäre es, nicht für den Export zu produzieren, sondern für den Verbrauch im Land. Dann müßte Madagaskar weniger Devisen ausgeben, denn Erdölprodukte, die man dann einsparen könnte, stellen den größten Faktor für den Devisenverbrauch dar. Und die jeweiligen hohen Transportkosten würden auch reduziert werden. Man wird jedenfalls sehen, wie lange es dauert und ob die Realisierung so erfolgt, wie dargestellt.

Foto: aboutpixel.de / N-Loader

Gestopft im Taxi-Be

In einem Taxi-Be

Wenn man mitten in einem Taxi-Be sitzt, dann kann das so aussehen, wie auf dem Foto. Der Platz ist eng, in einen Mercedes 207, 307 werden 5 Plätze in einer Reihe eingebaut. Wer in der Mitte sitzt, hat die schlechteste Position, denn wenn jemand aussteigen will, dann muß man aufstehen und den Klappsitz hochklappen. Manchmal gibt es aber auch keine Klappsitze, sondern es wird dann ein Brett gereicht. Dann müssen bis zu 3 Leute gleichzeitig aufstehen, wenn jemand aussteigen will. Wenn jemand in der Nähe ausgestiegen ist, dann kann man einen Platz rechts oder links von der Mitte ergattern – wenn nicht jemand schon schneller war. Wer lange Beine hat und den Platz am Radkasten hat, für den wird es dann noch enger, als es sowieso schon ist.

Beim Bezahlen heißt es aufgepaßt: Wenn man mit einem 5000 Ariary-Schein oder gar 10.000 Ariary-Schein bezahlt hat, dann muß man darauf achten, daß man, wenn der Kassierer nicht sofort das Wechselgeld gibt, immer daran denkt. Denn nicht selten stecken die Kassierer dieses Geld in die Hemdentasche und geben es auf Nachfrage sofort heraus. Nur auf Nachfrage. Wer ausgestiegen ist, sieht sein Wechselgeld nicht.

Peugeot 203

Kühlergrill Peugeot 203

In Antananarivo kann man auf den Straßen noch so einige Oldtimer fahren sehen. Leider ist für einen Liebhaber von Originalem davon auszugehen, daß diese Oldtimer sämtlich verbastelt sind. Denn über lange Zeiträume war es sicherlich nicht immer leicht, an entsprechende Original-Ersatzteile zu kommen.

Je älter das Fahrzeug ist, um so mehr dürfte also der Murks unter der Haube stecken. Nach dem Motto “Was nicht paßt, wird passend gemacht” werden dann auch andere Fahrzeugteile eingebaut. Das Exemplar des Peugeot 203 auf dem Foto sieht aber auf den ersten Blick recht ansprechend aus.

Taxi-Phone

Taxi-Phone

Es ist schon fast eine Seuche geworden in Antananarivo: Die Stände mit den Taxi-Phone. An jeder Straßenecke stehen sie und warten auf Kundschaft – na gut nicht an jeder Ecke, aber an vielen.
Was ist eigentlich ein Taxi-Phone? Es handelt sich um einen Service, den auch eine Telefonzelle bietet: Man kann dort telefonieren, allerdings, meines Wissens nach, in ganz Madagaskar zu einem Einheitstarif. Und zwar meist billiger, als mit dem eigenen Handy, da man irgendwelche Sondertarife nutzen kann. Abgerechnet wird im Minutentakt, der auf der Anzeige des verwendeten Telefons beruht. Wo es viel Konkurrenz gibt, kostet eine Minute 200 Ariary, ansonsten 300 Ariary. Da gibt es dann die Leute, die ihre Anrufe überwiegend per Taxi-Phone abwickeln, weil es billiger ist, als mit dem eigenen Handy. Das eigene Handy ist dann hauptsächlich dazu da, um angerufen zu werden. Besonders bei Studenten dürfte diese Methode sehr beliebt sein, weil immer Geldnot herrscht. Das Foto zeigt einen Stand mit obligatorischem Schirm in Antaninarenina. Teilweise werden auch Karten mit neuem Gesprächsguthaben für die Anbieter verkauft.

Granatapfel – Punica granatum

Am Baum hängender Granatapfel

Der Granatapfel ist den Menschen schon lange bekannt und sein heimatliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der Türkei über den Kaukasus und den Iran bis nach Afghanistan und Pakistan.

Auch in Madagaskar wird die Grenadine, wie die Pflanze auch bezeichnet wird, kultiviert. Die Pflanze wächst als kleiner Baum oder Strauch und die Früchte können so schwer werden, daß es die elastischen Äste bis zum Boden ziehen kann.

Bei mir im Garten ist das jedenfalls so, wo die Pflanze in der Nachbarschaft zu einer Bananenstaude steht, wie das Foto erkennen läßt. Über die gesundheitlichen Aspekte werde ich dann schreiben, wenn ich eine reife Frucht habe, die ich dann öffnen und fotografieren kann. Wenn die Frucht reif wird, dann wird die Schale rot.

Alles zu

Der Laden hat zu

Am Abend vom ersten Weihnachtsfeiertag, dem 25. Dezember, hat in Madagaskar kaum ein Laden geöffnet. Das Foto aus Ambohitrarahaba liefert den Beweis. Normalerweise, wenn man da vorbeikommt, hat dieses Geschäft geöffnet. Also Frohe Weihnachten!

Unreife Litschis

Unreife Litschis am Baum

Dieses Foto zeigt unreife Litschis (Litchi chinensis) in Antananarivo, wie man sie in Europa im Supermarkt wohl nicht zu sehen bekommt. Die Früchte überzieht ein erster rötlicher Farbhauch und sie sind noch dabei (19. 12.), täglich die Sonne zu tanken, um ihren köstlichen Geschmack entwickeln zu können. Die Litschi-Saison an der Küste geht nun langsam ihrem Ende entgegen, und im Hochland fangen die ersten Paradiesfrüchte an, zu reifen. Der Geschmack der Hochland-Früchte gerät zwar nicht ganz so exzellent, wie der der Küsten-Früchte – aber Litschi ist Litschi.

Konsumterror

Spielwarenabteilung bei Jumbo Ankorondrano

Das Foto oben zeigt die Spielwarenabteilung des Supermarktes von Jumbo in Ankorondrano am Samstag vor Weihnachten. Da ein Mikroskop und ein Teleskop in einer Packung, daneben eine Rennbahn, dann ein Spielecomputer, viele Automodelle, zum Teil ferngesteuert oder batteriebetrieben und und und… Bei der Fülle der Waren fühlt man sich schnell terrorisiert und möchte am liebsten die Flucht ergreifen, zumal man aus Erfahrung weiß, wie lange das Zeug hält. Konsumterror gibt es also auch in Madagaskar. Denken wir jetzt aber ein wenig weiter und stellen die Frage: Wer sind denn nun die Terroristen? Sollte man gleich die Polizei verständigen, um diese dingfest zu machen?

Die Neugier ist international…

Logenplatz auf dem Dach

Als ich letztlich in unserem Wohnviertel in einem Vorort von Antananarivo, Madagaskar, das Signal von Einsatzfahrzeugen hörte, schaute ich aus dem Fenster und bemerkte in einiger Entfernung eine tiefschwarze Qualmwolke am Himmel. Kurz darauf kamen langsam 2 rote Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr Antananarivo an der engen Straße vorbei. Also war zu vermuten, daß es brennt und der Brand gelöscht werden soll. Das interessierte dann noch weitere Leute, die dann plötzlich auf dem Dach des Hauses in Richtung Brand erschienen. Von meiner Position konnte ich nur das auf dem Foto abgebildete Szenario sehen, aber keine Flammen. Nach einiger Zeit hellte sich die dunkle Farbe der Rauchwolke auf und es gab nicht mehr eine solche Rauchsäule, wie vorher, der Qualm wurde vom Wind leichter in alle Richtungen verteilt. Das heißt also, daß die Brandhitze abgenommen hatte und daher nicht mehr mit dem gleichen Auftrieb nach oben strebte. Man muß nur die Augen offen halten und neugierig sein.
Wieso eigentlich sind die Löschfahrzeuge auch auf dem Rückweg mit Signal gefahren?

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