Die Lamellen an den Füßen von einem Gecko sind gar keine
|
Warum sollen die Lamellen an den Füßen der Geckos nun plötzlich doch keine sein? Forscher haben festgestellt, daß das, was aussieht, wie Lamellen eine Struktur darstellt, die effektiv aus tausenden winzig kleiner Hafthärchen besteht. An einem Geckofuß sollen so etwa 1 Milliarde dieser Nano-Härchen, die aus Keratin bestehen, angeordnet sein. Die Basis dieser Struktur stellen die sogenannten Setae dar, auf denen sich dann die Spatulae, die Hafthärchen, verästeln. Zuvor war man der Ansicht, daß ausschließlich die sogenannten Van-der-Waals-Kräfte für die Haftwirkung der Geckofüße verantwortlich sein sollten, die auf winzigen Ladungsverschiebungen in den Elektronenhüllen der Moleküle beruhen. Dann hat man aber noch einen weiteren Faktor für die Adhäsion gefunden, nämlich die Kapillarkräfte. Laut den Forschungsberichten des Max-Planck-Instituts für Metallforschung, welches im Bereich der Bionik oder Biomimetik tätig ist, hat man herausgefunden, daß die Spatulae besser haften, wenn die Luftfeuchtigkeit höher ist. Was die Wissenschaftler nicht verraten haben ist die Erfahrung aus dem täglichen Leben mit Geckos im Haus: Ein Gecko, der in die nasse Spüle in der Küche geraten ist, kommt dort nicht mehr heraus, da er an der senkrechten Wand dann gleich wieder herunterrutscht. Wenn man mit Geckos im Haus lebt, kann das immer wieder einmal vorkommen und man muß die Geckos dann fangen, damit sie aus der Spüle herauskommen. |





