Madagaskar-Blog

Themen rund um Madagaskar und alles was interessant ist…

Tag: Geld

Vom Hausbau und anderen Bausünden in einem armen Land – Antananarivo wächst auch ohne Regeln

Bauarbeiter in Ivandry auf der Baustelle

In einem Land, in dem es eine hohe Geburtenrate gibt, gibt es unter anderem auch einen großen Bedarf an neuem Wohnraum, neuen Büros und sonstigen gewerblichen Bauwerken.

Madagaskar ist ein solches Land, in dem es einen großen Bevölkerungszuwachs gibt und daher trifft man eigentlich immer auf eine rege Bautätigkeit. Die Bauwut ist vielleicht nicht so ausgeprägt, wie in China, aber immer mehr Menschen wollen irgendwo untergebracht sein.

In Antananarivo werden in der Stadt in den Wohngebieten immer mehr freie Flächen mit Gebäuden vollgestellt. In den Garten stellt man noch ein kleineres Haus oder auch ein Häuschen. Benötigt man es nicht innerhalb der Familie, dann kann man es auch vermieten. Selbst dann, wenn es keine diesen Namen verdienende Sanitärinstallation gibt, gibt es auch dafür noch eine entsprechende Nachfrage, denn dafür ist die Miete entsprechend niedriger.

Vielfach wird illegal gebaut, das heißt, man umgeht die zuständige Gemeinde und die erforderliche Baugenehmigung. Da das Geld oft knapp ist, können sich die Leute nur winzige Grundstücke leisten und bauen ganze Viertel ohne eine Zufahrt. Lediglich schmale Gassen gibt es dann, über die man zu seinem Haus gelangen kann.

Auch wenn Straßen schon eng sind, werden trotzdem angrenzende freie Flächen auch noch zugebaut. Das wirkt sich zum Beispiel auch so aus, daß die Fußgänger dem Verkehr noch weniger ausweichen können, wie zuvor. Solche Bausünden werden sich also spätestens dann rächen, wenn es deswegen zu immer mehr Verkehrs-Staus kommt. Stadtplanung findet folglich nicht wirklich statt.

Eigentlich müßte man quer durch die Stadt entsprechende Schneisen schlagen, um einen vernünftigen Verkehr zu ermöglichen.

Die Krise in Madagaskar dauert an – Kommen SADC-Truppen? – Droht ein Bürgerkrieg?

Die Wolken verdunkeln sich

Am Montag, dem 6. April 2009 stand in der Zeitung La Vérité ein Artikel, in dem berichtet wurde, daß es in Androndra einen Mord gegeben habe.

Zwei Brüder waren wegen politisch unterschiedlicher Ansichten in einen Streit geraten, der eine solche Eskalation erfuhr, daß der eine seinem Bruder ein Messer in den Bauch rammte. Einer der Brüder hat also sein Leben lassen müssen und der andere Bruder ist zum Brudermörder geworden. Und das nur wegen verschiedener Meinungen zur politischen Lage in Madagaskar.

Dieses Vorkommnis verdeutlicht aber recht gut, wie prekär sich die Lage derzeit auf der großen Insel gestaltet. Leider kann nicht ausgeschlossen werden, daß es so, wie zwischen den beiden Brüdern, im Volk zu schweren Auseinandersetzungen kommen kann.

Schon bei den Feierlichkeiten zur Amtseinführung von Andry Rajoelina am 21. 3. 2009 gab es eine Demonstration von vielleicht mehreren tausend Menschen im Park von Ambohijatovo, die sich für den geflüchteten Marc Ravalomanana einsetzten. Bei der Zeremonie ließ sich Rajoelina im Stadion von Mahamasina so behandeln, als sei er rechtmäßiger, gewählter Präsident von Madagaskar und ließ sich die Kette umhängen. Danach verkündete er sogleich eine Amnestie für politische Häftlinge und die politischen Exilierten, namentlich die alten Kader des Regimes unter Ratsiraka.

International ist offiziell bisher von allen Seiten eine ablehnende Haltung gegenüber dem neuen Machthaber in Madagaskar zu registrieren. Nur der französische Botschafter Jean-Marc Châtaigner, der mit dem geichen Flugzeug in Ivato angekommen ist, wie die Frau von Andry Rajoelina, hat sich offiziell mit dem neuen Präsidenten gleich am Tag nach der Inthronisierung getroffen.

Während man vom Verbleib des flüchtigen Ravalomanana einige Tage nichts gehört hatte, wurde dann mitgeteilt, er halte sich in Mbabane, der Hauptstadt von Swaziland auf. Dann hat er sich telefonisch bei den Demonstrationen der neuen Opposition gemeldet und seine baldige Rückkehr angekündigt. Immer mehr wird dabei jetzt die Möglichkeit in’s Spiel gebracht, daß Truppen der SADC nach Madagaskar kommen sollen, um den gestürzten Joghurtverkäufer wieder auf den Thron zu hieven. Sollte es wirklich so weit kommen, dann könnte das in einem echten Krieg enden.

Leider ist es so, daß Geld Macht bedeutet. Mit dem Geld kann man sich alle Schergen kaufen, die man braucht. In Madagaskar, einem der ärmsten aller Länder, sind die Preise vermutlich auch entsprechend niedrig. Daß sich immer wieder solche Leute finden, die ohne Skrupel ihr gesamtes Volk ausbluten lassen, das ist nur eines: Traurig!

Aber irgendjemand hat immer einen Vorteil, man denke an das Motto “Teile und herrsche!” Und man behalte im Hinterkopf, daß Madagaskar reich ist an Bodenschätzen!

Unter Rajoelina hat man das, was man unter Ravalomanana auch schon gemacht hat, fortgesetzt: Demonstranten mit Giftgas einnebeln und auch auf sie schießen. So wird Rajoelina kaum lange an der Macht bleiben. Vielleicht ist ja eine Rückkehr von Pierrot Rajaonarivelo geplant? Wenn man sich an das Interview mit Rajaonarivelo erinnert, dann scheint es durchaus denkbar, daß jener vielleicht den Posten des starken Mannes übernehmen soll, zumal er dem boay kely ja Amateurhaftigkeit vorgeworfen hatte. Sein Kommen hat er jedenfalls schon angekündigt.

Was für viele Madagassen gegen den aktuellen Machthaber Andry Rajoelina spricht, das ist eine offensichtlich zu große Nähe zur alten Kolonialmacht Frankreich. Viele Madagassen mögen die Franzosen wegen der kolonialen Vergangenheit nicht gerade und wünschen daher auch keine Intensivierung der Beziehungen mit diesem Land. Wenn die Spannungen anhalten und gar aus dem Ruder laufen, dann könnte es zu offenen Feindseligkeiten gegen die im Land lebenden Franzosen kommen.

Angesichts der etwa 30.000 Franzosen, die im Land leben, ist aber damit zu rechnen, daß, sobald Franzosen gezielt Opfer von Ausschreitungen werden sollten, französische Truppen, zum Beispiel der Fremdenlegion, eingreifen.

Ein Aspekt, der noch erwähnenswert ist, ist das madagassische Militär. Wenn man sieht, wie brutal das Militär vorgeht und in die Menge schießt, wieder auf unbewaffnete Demonstranten, wie es am 28. 3. 2009 geschehen ist, dann wirft das die Frage auf, wer dafür verantwortlich ist. Ein Todesopfer ist durch dieses Blutbad auf jeden Fall zu beklagen, einige Leichen sollen verschwunden sein.
Wer hat hier wirklich die Macht? Es könnte nämlich durchaus sein, daß die Meuterer, die CAPSAT-Soldaten, eine Eigendynamik entwickelt haben, denn dort führt sich manch rangniederer Krieger auf, wie man es in einer solchen Hierarchie so nicht gewohnt ist.

Warum läßt ein Machthaber, der seine Macht mit zweifelhaften Methoden errungen hat, den mehrfach verurteilten Mörder, Vergewaltiger, Folterer und Terroristen Coutiti frei? Schon, daß er Teilhaber des Ratsiraka-Regimes begnadigte, ist von vielen mit Unmut aufgenommen worden, aber die Befreiung von Coutiti dürfte ihn einige seiner Anhänger gekostet haben, die plötzlich anfangen, zu überlegen.

Warum, so kann man sich andererseits fragen, gibt es jeden Tag so viele Demonstranten, die sich den geflohenen Diktator Marc Ravalomanana, der das Land ausgesaugt und das Volk belogen und betrogen hat, zurückhaben will? Will man vielleicht nur das kleinere Übel? Warum erscheint nicht eine wirkliche Alternative auf der Bildfläche, ein Mann, der Ehre als das versteht, was sie ist? Oder vielleicht sogar eine Frau? Ist Madagaskar absolut ohne Hoffnung?

AIDS, eine Lüge und Betrug, keine Krankheit – Was hat AZT damit zu tun?

HIV-Schleife

Selbst dann, wenn alle die Lüge glauben, wird sie nicht wahr.
Man braucht nur etwas zu forschen und 1 und 1 zusammenzählen, oder besser noch 1 und 1 und 1. Je mehr kritische Quellen man nämlich durchforstet, um so mehr steigen die Chancen dafür, daß der Glaube an die “Geißel” der Menschheit sinkt. Man kann dabei auch ganz leicht den Eindruck gewinnen, daß AIDS (acquired immune deficiency syndrome) einfach erfunden wurde.
1984 behaupteten ein gewisser Robert Gallo und ein gewisser Luc Montagnier, ein Amerikaner und ein Franzose, daß sie den AIDS-Virus entdeckt hätten. Eine Hypothese wurde aufgestellt, die den ursächlichen Zusammenhang zwischen der Krankheit und dem Virus aufzeigen sollte.

Um alles schön kompliziert zu gestalten, hat man dann noch den HI-Virus (human immuno-deficiency virus) entdeckt. Der HI-Virus soll nun also AIDS auslösen. Der sogenannte AIDS-Test ist dann auch eher ein HIV-Test. Auf dem Beipackzettel des HIV-Tests der Firma Abbott steht sinngemäß (das Original ist englisch):
“Sensitivität und Spezifizität
Es gibt gegenwärtig keinen anerkannten Standard für die Feststellung der An- oder Abwesenheit von HIV-1-Antikörpern in menschlichem Blut. Daher wurde die Sensitivität berechnet basierend auf der klinischen Diagnose von AIDS und die Spezifizität basierend auf Zufallsspendern.”
Da steht also in der Packung des HIV-Tests quasi, daß man HIV gegenwärtig nicht feststellen kann! Es geht nur um’s Geschäft. Geld regiert die Welt. Money makes the world go round. Und da geht man auch über Leichen: AZT, auch bekannt unter dem Namen Retrovir, ist das bekannteste AIDS-Medikament. Es wurde bei der Krebsforschung entwickelt, um Zellen zu töten, erwies sich aber als so stark, daß man es wieder einmottete. Als AIDS aufkam, erinnerte man sich daran und kramte es wieder hervor. Wenn nun ein Gesunder dieses Medikament einnehmen würde, dann würde er langfristig daran sterben, da dieses ein sehr starkes Zellgift ist. Und tatsächlich ist es so, daß man Menschen, die HIV-positiv getestet wurden, empfiehlt, selbst wenn sie noch gar keine Anzeichen einer echten Krankheit zeigen, präventiv dieses Medikament zu nehmen. Es werden also offensichtlich gesunde Menschen dem Tod übereignet!

Ein Aspekt an AIDS ist der, daß man inzwischen über 30 verschiedene Krankheitssymptome dazu auserkoren hat, Indikatoren für eine AIDS-Erkrankung zu sein. Die Mehrheit der Deutschen hat also regelmäßig AIDS, denn schon der Schnupfen und der Husten zählen ja dazu, es sind temporäre, erworbene Zustände einer Immunschwäche.

In Afrika, wo man nicht in der Lage ist, teure AIDS-Tests zu kaufen, wird nach kurzer Anamnese die Diagnose gestellt. Wer zwei oder gar drei Symptome gleichzeitig hat, der hat eben AIDS. Da hat man einfach denen, die früher Slim-Disease hatten, AIDS angedichtet. Aber hier werden einfach die Auswirkungen einer Mangelernährung pauschal zu AIDS. Natürlich werden alle anderen schlimmen Krankheiten, inklusive Malaria, Cholera und so weiter, zu AIDS umfunktioniert, denn die Priorität der UN liegt eindeutig bei AIDS.
Wie eine Krankendiagnose in Afrika gestellt wird, weiß ich aus eigener Erfahrung: Nach der Schilderung der Symptome und Betrachtung des Kunden wird das Urteil gefällt: Du hast diese Krankheit. Punkt. Wer will da zweifeln, bei dem Bildungsstand in Afrika.

Wie sieht es bei den Homosexuellen aus? Homosexuelle konsumieren vielfach Drogen und tun ihrem Immunsystem keinen großen Gefallen. Aber jetzt mal ehrlich, haben Sie gewußt, daß der wichtigste Teil des Immunsystems sich im Darm befindet? Und wenn dort fremdes Eiweiß in Form von Sperma durch die Hintertür hineinkommt, dann ist das Immunsystem auf Alarmstufe rot. Je häufiger das geschieht, um so schlimmer werden die Schäden sich dann manifestieren. Hinzu kommen dabei die Auswirkungen der Drogen, die alleine ja schon ausreichen, schwer krank zu machen. Und das nennt man dann AIDS. Man sieht, das hat wenig mit den Gesundheitsproblemen der Afrikaner zu tun, aber auch die haben angeblich AIDS.

Bei dieser Entlarvung werden die Zahlen der AIDS-Opfer ganz schnell dahinschmelzen. Opfer sind dann eigentlich alle, die sich von dieser Hysterie, diesem Wahn haben anstecken lassen.

Ob es diese Viren HIV und AIDS nun wirklich gibt, ist unerheblich, weil sie keine Krankheit verursachen. Dann sollte man sich auch von dem Gedanken verabschieden, daß es sich bei AIDS um eine ansteckende Krankheit handelt, denn bisher ist noch kein einziger Fall von Ansteckung unter all den Angehörigen der Berufe, die sich täglich um AIDS-Patienten kümmern, aufgetreten. Vielleicht hat man hier sogar irgendwelche Organismen ausgedeutet, die dem Körper sogar nutzen, anstatt schädlich zu sein, wie behauptet wird. Die Natur hat oft ganz einfache Lösungen. Der Mensch dagegen sucht meist alles zu verkomplizieren.

Eines allerdings ist sicher: AIDS kann dennoch krank machen! Dann nämlich, wenn man das Programm auf seinem System (im Kopf) hat installieren lassen (durch die Medien: Fernsehen, Zeitschriften, Zeitungen und und und…) und wenn man dann, bedingt durch das installierte Programm (man hat ja Angst), einen Test machen läßt, der positiv ausfällt. Wenn das Ergebnis mitgeteilt wird, bekommt man einen Schock und der Gesundheitszustand verschlechtert sich immer weiter. Man läßt sich hängen, läßt sich gar AZT verschreiben und das war’s dann. Das Programm ist erfolgreich ausgeführt worden.
Der Placebo-Effekt in negativer Wirkweise.
Und alle, die mit der AIDS-Schleife rumlaufen, bekunden, daß die Software bei ihnen installiert ist, so, wie der Windows-Aufkleber auf dem Computer das installierte Betriebssystem anzeigt. Dieser Artikel kann Leben retten: Man braucht nur das installierte Programm zu deinstallieren, es ist nämlich Malware.

Foto: aboutpixel / Uwe Dreßler

Wird eine “Neue monetäre Weltordnung” kommen? Erst der Amero? Und dann…

Das Weltfinanzsystem brennt lichterloh

In einem Artikel bei der Wirtschaftswoche schreibt man, daß der ehemalige italienische Finanzminister, Tommaso Padoa-Schioppa, gesagt habe, daß man über eine neue monetäre Weltordnung nachdenken müsse.
Auf die Nachfrage, was er denn mit “neue monetäre Weltordnung” meine, habe er geantwortet:
“Dazu möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen.”
Das läßt dann also den Schluß zu, daß es noch nicht so weit ist, den Plan für eine Weltwährung zu enthüllen. Aber die Bestrebungen sind im Gange und man liest immer öfter davon, daß zuerst einmal eine Währungsunion für Kanada, die USA und Mexiko geplant ist. Die Währung soll dann möglicherweise Amero heißen. Eine andere These geht davon aus, daß der Dollar und der Euro durch eine gemeinsame Währung ersetzt werden sollen. Wie dem auch sei, daß es nicht gut um die Währungen steht, ist offenbar. Beim Euro gibt es extreme innere Spannungen, da die Staaten, die am Euro Teil haben, ganz unterschiedliche Voraussetzungen mitgebracht haben. Der Dollar ist eigentlich nicht Mal mehr das Papier wert, auf das er gedruckt wird, da dem vielen Geld – das sind eigentlich Schulden, die die Vereinigten Staaten von Amerika haben – keine tatsächlichen Werte gegenüber stehen. Lediglich die Tatsache, daß der Dollar die Reservewährung für die meisten Staaten ist oder zumindest war, hält den Wert noch oben. Hinzu kommt noch Spekulation und wahrscheinlich auch Manipulation. Die Medien steuern die Mehrheit der Menschen und diese merken es nicht einmal.
Ein schönes Zitat, passend zum Thema, welches man im Netz finden kann: “Bedenken Sie bitte, dass unser momentanes Weltfinanzsystem praktisch mit einem Bein schon im Abgrund steht und einige extrem wohlhabende und einflußreiche Leute von diesem System in der Vergangenheit sehr stark profitierten und dies sicherlich auch gerne in Zukunft möchten.” So kommt es auch, daß man bei der Preisfindung für echtes Geld, dem Gold nämlich, wohl schon seit langer Zeit Manipulation betreibt. Aber wenn es zu der befürchteten Hyperinflation kommt, dann wird vielleicht nur Silber noch besser abschneiden. Der Goldpreis geht derzeit nochmal nach unten und könnte gar die 650 $ erreichen. Das wäre dann eine gute Gelegenheit zum Kauf – viellleicht die letzte.

Reisproduktion in Madagaskar – Analamanga erwartet hohe Produktionssteigerung

Entenschwarm am Reisfeld

In der Region Analamanga, zu welcher Antananarivo gehört, rechnet man für die Reisernte der Saison 2008-2009 mit 480.000 Tonnen, gegenüber 405.000 Tonnen in der vorangegangenen Periode, wie ein Artikel in der Midi Madagasikara gemeldet hatte. Die Bauern sollten dafür sensibilisiert werden, künftig im Rahmen der Grünen Revolution zu produzieren, um der Nahrungsmittelkrise zu begegnen. Das sei die Herausforderung, der sich die Regionaldirektion für ländliche Entwicklung der Region Analamanga gegenübersehe. Man habe eine Demonstrationsfläche von 50 ha bei jeder Kommune eingerichtet und könne dann vor Ort mit Einweisern über die Gemeindebüros (Fokontany) angemessene Techniken vermitteln und es gebe auch spürbare Auswirkungen darauf. Durch lybische Traktoren habe man neue Flächen nutzen können. Über 1.000 Tonnen Dünger würden den Bauern in dieser Saison zur Verfügung gestellt.

Nun kann man sich wieder fragen, was das soll! Man hat den Propheten im Land, aber da zählt er nichts? Schon vor längerer Zeit hat ein französischer Pater, Henri de Laulanié de Sainte Croix, ein Ingenieur der Agronomie, ein Verfahren gefunden, mit dem der Ertrag auf den Reisfeldern extrem gesteigert werden kann – und zwar ohne Chemie. Ich hatte darüber bereits 2003 berichtet. Laut dem Artikel der Midi von 2003 hatte Madagaskar eine durchschnittliche Produktion von 2 Tonnen Reis pro Hektar, was sehr wenig ist. Das von Laulanié entwickelte Verfahren erbringt in Madagaskar bis zu 23 Tonnen pro Hektar und wird schon in vielen anderen Ländern angewendet und auch an Universitäten wird dazu geforscht. Schon 1990 wurde zur Unterstützung dieses Systems zur intensiven Reiskultur SRI “Système de Riziculture Intensive” ein Verein mit dem Namen Tefy Saina gegründet. Tefy Saina kann man übersetzen mit “Den Verstand schmieden” oder “Die Schmiede des Verstandes”. Es gibt dazu eine Seite mit dem Namen tefysaina.org, die aber leider nur auf französisch existiert.
Schon alleine das Wissen, daß man die Pflänzchen im Ansaatfeld möglichst bald nach der Keimung einzeln pikieren muß, könnte den Ertrag der Bauern schon enorm steigern. Auf einem Dokument der Cornell University in Ithaca, New York, findet man den Hinweis, daß abgeerntete Reispflanzen wieder austreiben und noch eine Ernte erbringen können. Dieser Text in englischer Sprache ist für die meisten Leser sicher besser verständlich und wenn man ihn gelesen hat, dann ist man in gewisser Weise vielleicht ein größerer Reisexperte als die meisten Madagassen. Eine Seite aus Indien zeigt, daß man auch dort mit dem SRI arbeitet.

Es muß endlich in die richtige Richtung gedacht werden. Chemische Dünger kosten Geld und müssen importiert werden. Hinzu kommt, daß die damit produzierten Pflanzen im Vergleich zu natürlich produzierten minderwertiger sind. Das mag der Eine oder Andere jetzt nicht glauben, aber man kann das wohl anhand der Biophotonen nachweisen. Also besser sollte man mit der Natur produzieren.
Vielleicht hat das Ganze aber auch damit zu tun, daß Chemiekonzerne ihre Produkte verkaufen wollen und diese Interessen mit den entsprechenden Summen an Geld in den Markt drücken wollen. Und die Bestechlichkeit in Madagaskar ist ja durchaus ein ernstes Problem.
In Madagaskar könnte man ein Exempel statuieren und die Nutzung von chemischen Produkten, besonders von Giften, verbieten. Das würde dem Land einen außergewöhnlichen Ruf in der ganzen Welt bringen und viele Anhänger der Bio-Bewegung, die ja immer größer wird, würden in das gelobte Land pilgern: Madagaskar. Und für jede Reise würde das dann noch ein zusätzliches Argument darstellen – der Tourismus allgemein würde also auch profitieren.

Klinik in Antananarivo: Clinique MM – Mpitsabo Mikambana

Klinik MM

Sollte man in Antananarivo einen Unfall haben, oder ein anderes gesundheitliches Problem, so kann man zur Clinique MM des Chirurgen Dr. Lala Arison im Stadtteil Ampasanimalo gehen, um sich dort behandeln zu lassen. Dr. Arison hat in Deutschland studiert und ist Vertrauensarzt der Deutschen Botschaft. Die Klinik arbeitet rund um die Uhr und liegt an der Route de l’Université, also der Straße, die zur Uni führt. Es soll hier nicht ausgemalt werden, was alles passieren könnte, aber leider: Unverhofft kommt oft.

Eine Sache, die in Madagaskar und in anderen armen Ländern nicht erfreulich ist: Wer kein Geld für eine Behandlung hat, wird normalerweise in keiner Klinik aufgenommen. So geschah es, daß eine junge Frau auf der Straße zusammengebrochen war und von Passanten gestützt zur Klinik gebracht wurde. Nach kurzer Zeit wurde sie in ein Taxi gelegt und verließ die Klinik wieder. Es könnte also sein, daß das fehlende Geld der Grund dafür war. Warum kann nicht jeder Staat seinen Bürgern wenigstens eine kostenlose Unfallbehandlung und einen Notdienst garantieren?
Weil das System falsch ist – was beim Geld anfängt. Wenn der Staat Herr über seine Währung wäre, dann könnte er alle Kosten übernehmen mittels Gelddrucken. Alle Ausgaben des Staates werden bezahlt, Steuern gibt es nur, um etwas zu steuern, wie der Name sagt (Steuer auf gesundheitsschädliche Produkte zum Beispiel), aber nicht, um das Volk auszupressen und angeblich den Staat zu finanzieren. Das System steht knapp vorm Kollaps – der optimale Zeitpunkt also für einen Systemwechsel!

Pinkeln – Ein Menschenrecht

Urinal in Reihe

Wenn man in der Stadt ist und muß Mal ganz dringend pinkeln, dann gibt es immer wieder das Problem: Wo? Kann man einfach in ein Restaurant gehen? Oder irgendwo eine öffentliche Toilette suchen?
Ich war noch klein und meine Mutter war mit mir in Bad Nauheim im Kurpark und jemand mußte Mal ganz dringend. Da gab es damals eine öffentliche Toilettenanlage, wo man dann 20 Pfennige, also zwei Zehner, reinstecken mußte, damit man die Tür öffnen konnte. Ja und, natürlich waren im Portemonnaie keine 2 Groschen, nur Fünfer, Zweier, Pfennige und Fünfziger. Aber wir hatten Glück, eine Frau kam und mußte auch – und sie hatte 2 Groschen, aber nur 2. Als sie ihr “Geschäft” beendet hatte, hielt sie uns dann liebenswerterweise die Tür offen. Also ganz klar: Urinieren – und Kacken eigentlich auch – dürfen nichts kosten. Eine Stadt hat dafür zu sorgen, daß ausreichend öffentliche Toiletten vorhanden sind. Das ist ein Grundrecht und dafür darf man keine Bezahlung verlangen. Zumal, wenn es Erregung öffentlichen Ärgernisses ist, wenn man irgendwo in die Ecke pinkelt. Man denke nur einmal an die ganzen älteren Leute, die zunehmend Probleme mit Inkontinenz bekommen. Ja und dann kein passendes Geld? Ein entstehendes Problem sind die Ecken, wo die Leute immer wieder urinieren, wo es dann erbärmlich stinkt. Da werden die Verantwortlichen doch geradezu mit der Nase auf den Mißstand hingewiesen.
In Antananarivo, Madagaskar, gibt es nicht wenige Ecken, wo die Leute ihre Notdurft verrichten. Das sind dann nicht nur die Obdachlosen, sondern auch Passanten, die ein dringendes Bedürfnis haben. Und das muß nicht sein. In Tana gibt es zwar einige öffentliche Toiletten, aber selbst fürs Pinkeln wird Geld verlangt. Besonders die Armen pinkeln dann lieber irgendwo in die Ecke, die Obdachlosen sowieso. Bezüglich der Finanzierung eines Staates hatte ich bereits im Artikel zur Amtseinführung von Barack Obama erwähnt, daß kein Staat Steuern zur Finanzierung seiner Ausgaben zu erheben braucht, da er das Geld ja einfach drucken kann. Folglich werden auch die anderen öffentlichen Ausgaben so finanziert.
Foto: aboutpixel / Francesco hab ich auch

Barack Obama, Du hast keine Chance! Nutze sie!

Grenzenloser Jubel

Nun ist also der erste Amerikaner mit Wurzeln in Afrika Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Millionen Menschen sollen extra nach Washington gekommen sein, um das mitzuerleben. Auf jeden Fall haben hunderte von Millionen oder gar über eine Milliarde Menschen der Amtseinführung von Barack Hussein Obama zugesehen. Welch ein Kontrast zu der letzten Amtseinführung von George Bush.
Die Realität ist, daß nun unglaubliche Hoffnungen und Erwartungen vom amerikanischen Volk auf seinen Schultern lasten. Und er wird diese nicht erfüllen können, denn er ist zum Scheitern verurteilt. Wohl kaum ein Präsident mußte unter so ungünstigen Bedingungen sein Amt antreten, wie jetzt Barack Obama. Warum auch sollte Obama alle Hoffnungen seines Volkes erfüllen können? Das Finanzsystem steht vor dem Kollaps und es ist ja auch so gewollt. Wer sich dazu ein paar Gedanken macht oder ein bißchen recherchiert, wird bald feststellen, daß das Zinssystem in seiner derzeitigen Form das Problem ist. Sehen wir uns dabei die Notenbank an, die Federal Reserve in den USA, dann stellen wir vielleicht mit Erstaunen fest, daß diese eine Privatbank ist! Wie bitte? Ja, so ist es, der Staat ist nicht Eigentümer der Notenbank. Alleine das ist schon so abartig, daß einem die Haare zu Berge stehen könnten. Warum muß ein Staat überhaupt Schulden machen und bei wem? Ein souveräner Staat muß keine Schulden machen, denn er kann Geld drucken. Auch die unbeliebten Steuern, wie Mehrwertsteuer, Einkommensteuer, Mineralölsteuer muß kein Staat eintreiben, da man beispielsweise das benötigte Geld für den Haushalt einfach druckt. Das ist noch ein weites Feld, soll jetzt hier aber nicht weiter erörtert werden. Also selbst dann, wenn Obama insgeheim nicht mit dem System einverstanden wäre, hätte er kaum eine Chance, etwas zu ändern. Wer den großen Machtinteressen im Weg steht, wird beseitigt, siehe John Fitzgerald Kennedy (JFK) oder auch aktuell Jörg Haider, der ja eigentlich nur ein kleineres Licht war. Was die Welt wirklich erwartet, kann man sehen, wenn man sich ansieht, welche Leute Obama verpflichtet hat. Auf der Seite von Radio Utopie kann man lesen: “Für die Welt ist es egal, welcher Vertreter des Systems, im Sinne des Systems entscheidet und das System so nicht nur unterstützt, sondern dauerhaft erhält und ausbaut.” und es wird ein Banner gezeigt: Barack O’Cain (because they’re all the same!) mit einem Kreuz daneben. Dennoch, der Mut eines JFK wäre wünschenswert.
Aber, wie man so schön sagt: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Alternative Energiequellen – eine Gefahr für die Menschheit?

Kohlekraftwerk mit Qualm

Welche Gefahr sollte bestehen? Lediglich für die, die Milliardengewinne mit den “fossilen” Brennstoffen machen, besteht die Gefahr, daß man nicht mehr von ihnen abhängig wäre. Alle diese Profiteure haben natürlich ein Interesse daran, daß keine neuen Energiequellen erschlossen werden. Daher werden solche Bestrebungen mit allen möglichen Mitteln, auch durch die Politik, zu verhindern versucht – auch diverse Morde lastet man diesen Kreisen an. Es geht ja auch um viel Geld, sehr viel Geld. Um es einmal in einer anderen Relation zu verdeutlichen: Es wurden schon Menschen wegen einer Mark ermordet.
Strom könnte einfach aus der Steckdose kommen, überall könnte man Generatoren passender Größe einbauen, einen großen im Haus, einen anderen im Auto, einen kleinen im Notebook.
Wer sich das Video unten anschaut, dem werden verschiedene Entwicklungen gezeigt, die wiederum auf verschiedenen Prinzipien basieren. Sollten das wirklich alles Spinner sein? Lügner und Betrüger gar?
Feststellen kann man jedenfalls, daß die “Wissenschaftler” den Magnetismus beispielsweise nicht erklären können, sie können ihn nur beschreiben. Und das ist nicht auf den Magnetismus beschränkt. Kann man Techniken, die entwickelt werden, die man – noch – nicht erklären kann, einfach als Humbug abtun? Es soll nun jeder für sich entscheiden, ob er es für möglich hält.
Foto: aboutpixel.de / “Wolkenmaschine bei Nacht” © schachspieler

 

 

Sklaverei in Madagaskar?

Eisentor

Daß die Armut groß ist, ist allgemein bekannt. Daß die Kluft zwischen arm und reich groß ist, ist vielleicht auch noch bekannt. Wenn nun viele der Armen kein Einkommen haben, so sind sie bereit, für einen Hungerlohn zu arbeiten. So stellen die Wohlhabenden Wächter, Kindermädchen, Putzfrauen, Gärtner, Mädchen für alles ein. Da kann sich dann, wie sich immer wieder zeigt, das Problem ergeben, daß die Angestellten die internen Geheimnisse auskundschaften – wo Geld und Schmuck versteckt sind, wo die Schwachstellen von Schlössern oder wo andere Sicherheitslücken sind. Und dann kommt eine ganze Bande zum Überfall. Um das zu vermeiden, stellt man Leute ein, die möglichst aus einer anderen Stadt oder vielleicht noch besser vom Land kommen und permanent bei einem wohnen und auch mit Essen, also Reis, versorgt werden. Es unterscheidet sich wohl von Fall zu Fall, ob die Angestellten einen (kleinen) Lohn bekommen oder nicht und ob sie am Sonntag eventuell ausgehen dürfen – oder nur an großen Feiertagen, wie Weihnachten, Ostern, Famadihana. Es kommt vor, daß solche Leute Tag und Nacht an ihrer Arbeitsstelle gehalten werden. Am Schlimmsten trifft es jene, die tagsüber Mädchen für alles sind und in der Nacht noch Nachtwächter sein müssen. Da diese Armen, wenn sie niemanden in der Stadt kennen, sich mit niemandem verschwören können, ist die Gefahr eines Überfalls aus diesen Motiven stark verringert. Das dürfte aber nur einer der Gründe sein, warum Menschen unter derartigen Bedingungen arbeiten müssen.
Das Foto soll keinen Zusammenhang mit den Bewohnern dort und diesem Artikel herstellen. Es soll lediglich mit einem ansprechenden Bild gezeigt werden, wie Reiche sich verbarrikadieren.

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