COIMBATORE: Das Madagaskar-Haus in Indien könne laut dem madagassischen Generaldirektor Tiana Soloniaina Andrianarivelo helfen, den direkten Handel zwischen Indien und Madagaskar zu fördern.
Bei der Einweihung habe er gesagt, Madagaskar sei mit seinen natürlichen Ressourcen eines der reichsten Länder der Welt. Indien sei nicht neu für Madagaskar, da einige Inder sich dort niedergelassen hätten und Unternehmen dort gegründet hätten. “Wir wollen direkten Handel mit Indien”, habe er gesagt und die Unternehmer dort aufgefordert, Chancen in Madagaskar zu nutzen.
Der ehemalige Unions-Minister R. Prabhu, der das Madagaskar-Haus in Indien eingeweiht habe, habe gesagt, Madagaskar sei reich an Ressourcen und Möglichkeiten. Coimbatore habe eine große Anzahl an Unternehmern, besonders Kleinunternehmer, welche künftig mit Madagaskar handeln könnten.
Der Vorsitzende vom Madagaskar-Haus in Indien, Arvindkumar R. Shaw, habe gesagt, Coimbatore sei eine sich schnell entwickelnde Stadt. Obwohl Madagaskar reich an natürlichen Ressourcen sei, müsse es noch entwickelt werden. Das jetzt geöffnete Zentrum könne Unterstützung geben, um Handel und Tourismus mit Madagaskar zu fördern.
Der Präsident der Indisch-Madagassischen Industrie- und Handelskammer, Azeez Arambathickal habe gesagt, die wachsenden Chancen würden Geschäfte und Kooperationen zwischen den beiden Ländern verstärken.
Quelle: Ein Artikel in englischer Sprache, der am 8. 4. 2010 bei der Online-Ausgabe der indischen Tageszeitung The Hindu, mit einem Bild der beteiligten Personen, erschien.
In einem anderen Artikel zu dem Ereignis, der in der Online-Ausgabe der Financial Chronicle mydigitalfc.com erschienen ist, findet man die folgenden Aussagen.
Während der Einweihung vom “House of Madagascar”, einem Handelszentrum in Coimbatore, habe Generaldirektor Tiana Soloniaina Andrianarivelo gesagt, das Zentrum könne helfen, direkten Handel und Geschäfte mit Indien zu fördern.
Er habe gesagt, der Großteil der in Madagaskar angepflanzten Gewürze würde nach Indien exportiert, um hinzuzufügen, daß sein Land die Pläne der USA zunichte gemacht habe, Gewürze zu importieren, um sie nach Indien zu reexportieren.
Coimbatore sei traditionell eine Industriestadt mit vielen Geschäftsaktivitäten, was sie zu einem idealen Standort für das Zentrum mache.
Madagaskar habe einen ambitionierten Plan aufgestellt, sich nach Singapur zu formen, habe er hinzugefügt.
Leider lassen die Artikel offen, wer dieser Herr Andrianarivelo ist und in wessen Auftrag er genau in Coimbatore tätig ist, denn die madagassische Presse hat laut Google nicht über diesen Herrn und sein Madagaskar-Haus berichtet.
Coimbatore, wo ist denn das? Ah, im indischen Bundesstaat Tamil Nadu in Südindien, über 900.000 Einwohner laut letzter Zählung 2001, 2,4 Millionen mit Vorstädten.
Für Handelsbeziehungen sind gewisse Infrastrukturen unverzichtbar. Die derzeit einzige Flugverbindung zwischen Indien und Madagaskar ohne Airlinewechsel besteht über Air Mauritius ab Antananarivo, es werden die Städte Mumbai (Bombay), New Delhi, Chennai (Madras) und Bengaluru (Bangalore) angeflogen. Da eine Hafenstadt eine wichtige Infrastuktur für den Handel hat, wären also Mumbai oder Chennai vielleicht eine bessere Wahl gewesen?
So, so, Madagaskar strebt dem Vorbild Singapur nach und will sich umbilden!?? Singapur und Madagaskar sind aber doch kaum zu vergleichen, die Voraussetzungen sind zu verschieden. Madagaskar ist ein Agrarland, Singapur importiert nahezu alle Agrarprodukte. Singapur liegt verkehrsgünstig an den wichtigsten Handelsrouten zwische Europa und Asien, Madagaskar liegt abgelegen im Indischen Ozean. Betrachtet man den politischen Zirkus, so mutet es an, wie eine Lachnummer.
Wenn in der fernen Zukunft Afrika im Welthandel eine herausragende Stellung einnehmen sollte, nicht nur als Rohstofflieferant, dann wäre Madagaskar in einer geographisch günstigen Lage für sich neu entwickelnde wichtige Handelsrouten nach Asien.
Man kann ja mal träumen…